Der unter Denkmalschutz stehende Lobmeyrhof in Ottakring ist ein Beispiel für sanfte Stadterneuerung. © www.picturedesk.com

Mehr Lebensqualität durch sanfte Stadterneuerung

Seit über 40 Jahren ist die "Sanfte Stadterneuerung" in Wien erfolgreich etabliert. Ein Vorzeigebeispiel für die Aufwertung historisch geprägter Viertel ist ein firsch saniertes Gebäude im 15. Bezirk.

Das Gründerzeitgebäude Mariahilfer Straße 182 macht wieder Schlagzeilen. Dieses Mal jedoch höchst positive. Das vor vier Jahren durch eine Gasexplosion schwer beschädigte Haus erstrahlt nach rund 20-monatiger Sanierung in neuer Pracht. Möglich gemacht hat das die Wiener Stadterneuerung. Die Stadt hat die Revitalisierung mit Fördermitteln im Umfang von 4,4 Millionen Euro unterstützt. Das Haus ist Teil des Blocksanierungsgebiets Rudolfsheim-Fünfhaus Süd. Dabei wird durch Sanierung, Dachgeschoßausbau, Neubau, thermische Sanierungen, Einzelverbesserungen wie etwa Aufzug oder Schallschutz oder Begrünung der Innenhöfe neuer attraktiver Wohnraum geschaffen.

Das ehemals abrissreife Gründerzeitgebäude in der Mariahilfer Straße 182 ist ein Vorzeigebeispiel der sanften Stadterneuerung.

Bevölkerung profitiert

Das Gründerzeitgebäude ist auch ein Vorzeigebeispiel der "Sanften Stadterneuerung". Dabei werden Grätzel revitalisiert und die Häuser auf ­einen zeitgemäßen Standard angehoben. Insgesamt wurde bisher die Sanierung von mehr als 340.000 Wohnungen gefördert. "Keine andere Großstadt in Europa investiert so viel Geld in die Erneuerung ihres Baubestands wie Wien", betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Die Stadt Wien vergab dafür insgesamt 5,4 Milliarden Euro an Förderungen. Heute leben rund 800.000 Wienerinnen und Wiener in Gebäuden, die mit Förderungen der Stadt saniert worden sind.  

Auf einem guten Weg

"Das ist eine Leistung, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Förderungen der Stadt sind an eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität und des Klima- und Umweltschutzes sowie einen um­fassenden Schutz der Mieterinnen und Mieter gekoppelt", sagt Michael Ludwig. Die ­Gemeinde hat 97 Blocksa­nierungsgebiete definiert, in 13 wird derzeit gearbeitet. Aktuelle Beispiele für das hohe Qualitätsniveau der Stadterneuerung und für gelungene Revitalisierung sind Gründerzeitgebäude in der Ratschkygasse 26 in Meidling, der Lorenz-Mandl-Gasse 8–16 in Ottakring oder auch der Wurmsergasse 8 in Rudolfsheim-Fünfhaus. Sanfte Stadterneuerung ist auch ein Konjunkturmotor. Mit der Unterstützung durch Wohnbauförderungsmittel wurde nicht nur die Wohn- und Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner deutlich verbessert, es wurden auch viele Arbeitsplätze geschaffen und langfristig gesichert.

Fit für die Zukunft

Wesentliche Akteurin bei der Wiener Stadterneuerung ist die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*). Sie ist eine Serviceeinrichtung der Stadt Wien und arbeitet eng mit Bezirken, Verwaltung, Wirtschaftstreibenden sowie den Eigentümerinnen und Eigentümern und Bewohnerinnen und Bewohnern zusammen. Die GB* leistet dabei einen wichtigen Beitrag, um den jeweiligen Stadtteil nachhaltig fit für die Zukunft zu machen. Durch ihre Präsenz vor Ort können langfristige Entwicklungen und Prozesse initiiert und begleitet werden. Die Beratungseinrichtung dient auch der Stärkung der Nachbarschaft. Mit Jänner 2018 wurde die GB* für drei Jahre neu beauftragt. Das breite Serviceangebot, vor ­allem die wohn- und mietrechtliche Beratung, wurde um die Bezirke 1, 13, 19, 22 und 23 erweitert und somit auf ganz Wien ausgeweitet.

Innovatives Projekt

  • 340.000 sanierte Wohnungen
  • Rund 800.000 Wienerinnen und Wiener profitieren
  • 5,4 Milliarden Euro Fördermittel
  • Fazit: Anhebung der Lebens- und Wohn­qualität in zahlreichen Grätzeln und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen

Der Weg zur lebenswertesten Stadt

1974 gab es in Wien 300.000 Substandardwohnungen. Diese Zahl wurde mit dem erfolgreichen Wiener Weg der "Sanften Stadterneuerung" reduziert.

"Lag am Beginn der Stadterneuerung zu Beginn der 1970er-Jahre der ­Anteil der Substandardwohnungen noch bei 42 Prozent, sind wir jetzt bei unter drei Prozent angelangt", zeigt sich Stadtrat Michael ­Ludwig höchst erfreut. Die "Sanfte Stadterneuerung" ist eine ­Erfolgsgeschichte und startete 1974 in Otta­kring.

Einbindung der AnrainerInnen

Gleich von Anfang an waren die ­Bewohnerinnen und Bewohner der Grätzel eingebunden und wurden nach ihren Vorstellungen und Wünschen befragt. Auf das Pilotprojekt in Ottakring folgte die Revitalisierung in den Stadtvierteln Gumpendorf, Ulrichsberg, Himmelpfortgrund, Meidling-Wilhelmdorf, Währing und Storchengrund.

Jährlich drei Projekte der Blocksanierung

Schließlich hob im Jahr 1984 der erste Stadtentwicklungsplan die "Sanfte Stadterneuerung" zur Leitmaxime. Dabei wurde als wichtiges Instrument zu ­Beginn der 90er-Jahre die Blocksanierung entwickelt. Jährlich werden seither vom wohnfonds_wien drei Blocksanierungsgebiete zur Untersuchung beauftragt.

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