Entlang des Donaukanals laden einige Beachbars zum Verweilen ein. © Bohmann/Bubu Dujmic

Mediterranes Flair mitten in der Stadt

Sie müssen nicht weit reisen, um Urlaubsstimmung zu genießen. Möglich machen das eine ausgeklügelte Stadtplanung und das Schaffen öffentlicher Erlebnisräume.

Eva streckt ihre Füße in den weißen Sand. Sie und ihr Freund Tom haben es sich in einem Liegestuhl bequem gemacht, in der Hand einen erfrischenden Cocktail. Das leise Plätschern des Gewässers entspannt. Strände, Lokale und konsumfreie Zonen wechseln einander ab. Vor der Szenerie ankert das Badeschiff. Das alles vermittelt Wohlfühlen wie am Mittelmeer und das mitten im Zentrum Wiens am Donaukanal-Ufer. Um dies zu ermöglichen, ist eine ausgeklügelte Stadtplanung nötig.

Erlebnisräume schaffen

"Städte sollen ein attraktiver Ort zum Arbeiten und auch zum genussvollen Leben sein. Diesen Wunsch der Bevölkerung haben die Wiener Stadtpolitik und die Stadtplanung schon früh erkannt. Eine wichtige Aufgabe der Stadtplanung ist, die Weichen rechtzeitig zu stellen. Es gilt, die Grundlagen für entsprechende Grün- und Freiräume zu schaffen, das Entstehen von Erlebnisräumen zu fördern und die Öffentlichkeit in Umfragen miteinzubinden", sagt Gabriele Berauschek von der MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung.

Öffi- und Radwegenetz

Begegnungszonen wie die Mariahilfer Straße sind ein weiteres Beispiel dafür. Die Flaniermeile bietet Platz für Gastgärten und ein Miteinander im öffentlichen Raum. Das MuseumsQuartier lädt in diesem Jahr mit pinken Sitzmöbeln zum Entspannen und gemeinsamen Verweilen ein. Veranstaltungen wie der "Sommer im MQ", das "Wir sind Wien-Festival" in allen Bezirken oder das "Film Festival auf dem Rathausplatz" ermöglichen im Vorbeispazieren kostenlosen Kunst- und Kulturgenuss. Dazu kommen Events wie das Donauinselfest, Open-Air-Kino und das Beachvolleyballturnier auf der Donauinsel. Die Wienerinnen und Wiener müssen nicht weit reisen, um in Sommerlaune zu kommen. Das gut ausgebaute Öffi- und Radwegenetz macht dies noch einfacher. Die Fülle an Events und attraktiven Plätzen im öffentlichen Raum sowie ihre leichte Erreichbarkeit locken ins Freie. Lokale Initiativen wie Nachbarschaftsgärten nutzen nicht nur öffentlichen Raum, sondern stärken auch die Kommunikation im Stadtteil.

WasteWatcher-Truppe

Damit das Zusammenleben in der ganzen Stadt gut funktioniert, müssen sich alle an die Sauberkeits-Spielregeln halten. Diese werden von den WasteWatchern kontrolliert. Es gibt auch keine Ausreden: Die Stadt bietet 25.000 Mistkübel und über 3.500 Hundekotsackerlspender, damit alle ihren Mist ordnungsgemäß entsorgen können.