Der Cooling Park "Esterhàzypark" wurde 2020 eröffnet. © PID/Christian Fürthner

 

Maßnahmen für die coole Stadt

Vom Ausbau der Öffis über die Förderung von Solarenergie bis zu Öko-Projekten in den Bezirken: Wien ist Vorreiterin im aktiven Klimaschutz.

"Mit noch mehr Grün und Cooling-Maßnahmen wollen wir die Lebensqualität in Wien noch besser machen", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Gemeinsam mit den Bezirken setzt die Stadt auf ein Bündel von Maßnahmen. Dazu zählen Entsiegelung von Beton- und Asphaltflächen, neue Bäume, Kühlungsmaßnahmen, Ausbau von Parks und mehr Beschattung.

Blühende Grünoasen

Die Klimakrise ist mit der Gesundheitskrise die größte Herausforderung unserer Zeit. Längst sind die Folgen wie zunehmende Hitze auch in Wien spürbar. Eine Studie der ETH Zürich prognostiziert für Wien: Bis 2050 wird – sofern man nicht gegensteuert – im Sommer die Temperatur um bis zu 7,6 Grad steigen. "Wir müssen deshalb nicht nur alles tun, um die Klimakrise aufzuhalten, sondern auch unsere Stadt abkühlen. Raus aus dem Asphalt und viel mehr Begrünung und Kühlung auf Plätzen und Straßen ist die Antwort auf die auch bei uns längst spürbaren Auswirkungen der globalen Klimakrise und daher mein zentraler Ansatz in der Stadtplanung", so Planungsstadträtin Ulli Sima. Die Bezirke können Plätze und Straßen zur Umgestaltung einreichen, wie sie zum Beispiel am "Alser Spitz", am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz oder in der Schrutkagasse und der Zollergasse bereits umgesetzt wurden.

 

Raus aus dem Asphalt

Begrünte Laternen, grüne Flachdächer, berankte Radabstell-Anlagen: Das sind Möglichkeiten, um Plätze und Straßen abzukühlen. Denn in einer Großstadt ist es nicht immer einfach, überall Bäume zu pflanzen. Im Boden verlegte Wasserrohre, Gasleitungen, Stromkabel und die U-Bahn verhindern das oft. Im Rahmen eines Online-Votings werden die besten Projekte ausgewählt. Sie sollen auch umgesetzt werden. Bis 31. Mai können Fachleute beispielsweise aus dem Bereich Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Urbanistik, Konzepte für eine nachhaltig grüne Metropole liefern.

Innovative Ideen

Vom Gemüseanbau bis zum Schnitzel-Recycling: Die Wirtschaftsagentur Wien fördert Wiener Unternehmen und Start-ups im Lebensmittelbereich. Gefragt sind innovative Projekte und Ideen etwa aus den Bereichen Produktion, Verpackung, Logistik, Recycling.