Carina Niss von der MA 59 schaut sich die Maroni von Standler Tarik ganz genau an. © Bohmann/Bubu Dujmic

 

Die köstlichen Vorboten der Weihnachtszeit

Maroni sind aus dem Advent nicht wegzudenken. Wenn es draußen kalt wird, heizen Stände quer durch Wien die Holzkohleöfen an. Die MA 59 – Marktservice und Lebensmittelsicherheit sorgt dafür, dass Sie bei den Edelkastanien bedenkenlos zugreifen können.

Es ist ein kühler und nasser Novembertag. Der leichte Nieselregen vermag aber nicht, den Menschen auf dem Favoritner Viktor-Adler-Markt die Laune zu vermiesen. Bei den Ständen herrscht Hochbetrieb, die Grätzlbewohnerinnen und -bewohner kaufen zur Mittagszeit Gemüse, Fleisch und Brot. Ein Stand hat eine besondere Anziehungskraft: der Maronistand.

Wärme und Maroniduft

Das liegt sicher nicht nur an dem Ofen, der eine angenehme Wärme ausstrahlt. Auch der verführerische Geruch lockt Passantinnen und Passanten an den Stand. Standler Tarik arbeitet seit sechs Jahren im Maronigewerbe und eines wird ihm bei der Arbeit Gott sei Dank nie: kalt. Der Holzkohleofen läuft auf Hochtouren.

Eine Stunde braten die Maroni darin, erst dann haben sie den perfekten Garpunkt. Ist Tarik von diesem überzeugt, kommen die Früchte kurz in eine Warmhaltestation, bevor Tarik sie für seine Kundinnen und Kunden in das klassische Stanitzel füllt. Von der Qualität seiner Edelkastanien ist Tarik restlos überzeugt und das ist auch gut so, denn heute steht ein Besuch der MA 59 – Marktservice & Lebensmittelsicherheit ins Haus.

 

WienerInnen können zugreifen

Carina Niss von der MA 59 kennt die Wiener Märkte wie ihre Westentasche. Für die Abteilung sind diese so etwas wie das zweite Wohnzimmer. Im November und Dezember spielen Maroni und Co natürlich eine Hauptrolle und das Team weiß genau, worauf man schauen muss. Bei den Ständen können Wienerinnen und Wiener mit gutem Gewissen zugreifen. "In Wien haben wir den großen Vorteil, dass es das große Verteilzentrum gibt. So kontrollieren wir die meisten Maroni, schon bevor sie jemals auf der Straße zu kaufen sind", sagt Niss. Pro Saison gibt es rund 80 Stichproben, die sich meist um zwei große Themen drehen: Insektenfraß und Schimmel. Zu beiden neigen die Maroni.

Richtige Lagerung beugt Schimmel vor

"Insektenfraß rührt daher, dass Insekten schon am Baum ihre Eier in die Frucht legen", sagt Niss. "Der Schimmel rührt daher, dass man die Maroni in Wasser einlegen muss, damit sie nicht austrocknen." Die Standlerinnen und Standler in Wien sind in aller Regel echte Expertinnen und Experten und es gibt diesbezüglich sehr selten etwas zu beanstanden. Anders ist das bei Supermärkten, die oft nicht wissen, wie man Maroni richtig lagert. "Die Früchte werden auf Paletten gelegt, die dann kaminartig übereinandergestapelt werden müssen, damit die Luft richtig zirkuliert."

Am Stand angekommen, begrüßt Carina Niss Standler Tarik und schaut sich gründlich um. "Wir kontrollieren die Qualität der angebotenen Maroni und schauen, dass alles passt. Wir sind ja auch die Lebensmittelaufsicht der Stadt Wien", sagt Niss. Zuerst schaut sich Niss die noch rohen Maroni gründlich an. Das geschulte Auge erkennt schlechte Früchte schnell. Heute gibt es aber nichts zu beanstanden. Die Früchte sind einwandfrei. Auch alle, die im Holzofen beziehungsweise in der Warmhaltestation darauf warten, verzehrt zu werden, bestehen die Prüfung durch die Mitarbeiterin der MA 59.

Wiener Märkte stehen für Qualität

Die Wiener Märkte stehen für frische und nachhaltige Lebensmittel, auf die sich alle Kundinnen und Kunden verlassen können. Dank der Kontrollen der MA 59 gibt es für die Marktbesucherinnen und -besucher kein Kopfzerbrechen. Das gilt auch für alle Maronistände und die Wiener Adventmärkte.

In diesem Sinne wünscht CLUB WIEN guten Appetit!