Maronikipferl sind eine prima Keksidee für den Advent. Keine Angst: Ihre Kipferl werden sicher hübscher als unsere! © Bohmann

 

Maronikipferl selbst backen

Wo findet man die besten Maroni in Wien? Natürlich auf den Wiener Märkten. CLUB WIEN hat mit der frischen Ware ein leckeres Rezept von DIE UMWELTBERAUNG ausprobiert: Maronikipferl. Eine tolle Backidee, die Sie sicher besser hinbringen als wir.

Für viele ist der Geruch von gebratenen Maroni der Geruch der Adventszeit. Maronistände quer durch die Stadt sorgen dafür, dass alle Wienerinnen und Wiener in den Genuss kommen. Doch Maroni gibt es nicht nur fix und fertig. Sie können die Früchte auch roh kaufen und zu Hause aufkochen. Die beste Adresse dafür sind die Wiener Märkte.

Frische Maroni vom Rochusmarkt

Roland Schätzl ist ein echter Veteran des Wiener Marktwesens. Schätzls Obst- und Gemüsestand, Stand 26 auf dem Rochusmarkt, gibt es schon seit 37 Jahren. Jeden Herbst und Winter zählen auch die Maroni zu den meistgekauften Artikeln. Am Stand von Roland Schätzl finden wir übrigens nur echte Maroni und keine Edelkastanien wie sonst oft. Die sind besonders fein im Geschmack und ideal für den Hausgebrauch geeignet. Die echten Maroni unterscheiden sich zum Beispiel durch die Schale. Im Gegensatz zur Kastanie befinden sich darauf richtige Dornen die ordentlich piksen, wenn man unachtsam zugreift.

Heute brauchen wir 250 Gramm Maroni um damit ein leckeres Rezept von DIE UMWELTBERATUNG nach zu kochen. Die Maroni könnten wir natürlich im Ofen backen und so verspeisen wie wir das von den Standln kennen. Allerdings haben die Früchte noch viel mehr zu bieten. Vom Pudding über die Beilage zu Wild bis hin zu Torten reicht die Palette, bei DIE UMWELTBERATUNG finden Sie einige verlockende Rezeptideen. Wir haben uns aber für Maronikipferl entschieden. So verbinden wir zwei Adventhighlights, Kekse und Maroni, zu einem, hoffentlich, leckeren Ganzen.

Das Rezept ist für Anfängerinnen und Anfänger wie uns ideal geeignet. Wir brauchen nicht allzu viele Zutaten und es ist nicht allzu kompliziert.

 

Die Zutaten

Teig

Fülle

  • 250 g Maroni
  • 50 g Staubzucker
  • 1TL Rum
  • 1 TL Vanillezucker
  • etwas Mehl
  • 80 g Ribiselmarmelade

Die Methode

Zuerst müssen wir die Maroni weichkochen. Dazu werden die Maroni kreuzweise eingeschnitten. Achtung: Dazu braucht man ein richtig scharfes Messer und man sollte die Finger im Auge haben. Auf den runden Maroni kann man schon einmal abrutschen und wir wollen ja in die Backstube und nicht in die Notaufnahme.

Sind alle Maroni eingeschnitten werden sie weichgekocht. Zwanzig Minuten reichen locker aus. Danach werden die Maroni passiert und durch ein Sieb gedrückt, bis eine feine püreeartige Masse entsteht. Die wird dann mit Staubzucker, Vanillezucker, Mehl und Rum verrührt.

Für den Mürbteig Mehl mit Butter verbröseln, mit Staubzucker und Dotter zu einem glatten Teig verkneten. Teig mit Klarsichtfolie zudecken und einige Zeit kaltstellen. Mürbteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche messerrückendick ausrollen. Teig in Dreiecke mit etwa sechs Zentimeter Grundlinie schneiden. Bitte das unbedingt beachten damit ihre Dreiecke im Gegensatz zu unseren nicht zu klein werden. Hoppala! Die ersten paar sind definitiv zu klein, die anderen besser. Nächstes Mal vertrauen wir dem Lineal und nicht dem Augenmaß.

Unbeirrt geht es auch schon ins Finale: In die Mitte jedes Teigdreiecks wird jeweils ein Tupfer Ribiselmarmelade gesetzt. Anschließend drehen sie kleine Kügelchen aus der Füllmasse und setzen die galant auf die Marmelade. Die Teigdreiecke werden zur Spitze hin über die Fülle aufgerollt und zu Kipferln geformt. Dabei sind genaue Hände gefragt, die uns definitiv abgehen. Schon nach ein paar Kipferln beschleicht uns der berechtigte Verdacht, dass unsere Maronikipferl nicht so schön ausschauen werden wie auf dem Foto. Das wir die Dreiecke zu klein geschnitten haben rächt sich jetzt natürlich auch.

Macht nichts, es kommt ja auf die inneren Werte an. Die Maronikipferl müssen nur noch 15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen, fertig sind die Kipferln. Optisch geht’s sicher besser, aber geschmacklich kann sich das sehen lassen. Ein paar der viel zu klein geratenen Kipferln schauen an den Enden recht knusprig aus. Ob das so sein soll? Wir üben jedenfalls bis zum nächsten Jahr noch ein bisserl und wünschen Ihnen solange gutes Gelingen und guten Appetit!