Lecker, gesund und noch dazu einfach in der Zubereitung. Das Rote-Rüben-Risotto wird auch Ihnen locker gelingen. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Rote-Rüben-Risotto

Superfood, also besonders gesunde Lebensmittel, muss nicht aus entfernten Ecken des Planeten importiert werden. Die Rote Rübe zum Beispiel wächst direkt vor unserer Haustür. CLUB WIEN hat mit frischer Ware von den Wiener Märkten aufgekocht.

Noch bevor wir um die Ecke biegen weht uns der Geruch von ofenfrischem Brot um die Nase. Ein erster Gruß vom Vorgartenmarkt, der nicht nur für sein exzellentes Backwerk, sondern auch für hochwertiges Obst und Gemüse bekannt ist. Die Stimmung ist jedenfalls blendend. Die Standler fachsimpeln beim Abladen von Kisten, zwei ältere Damen debattieren darüber, was heute so im Kochtopf landet. Die eine geht ein Reisfleisch an, die andere ein Letscho. Damit ist ihr Ziel dasselbe wie unseres: Stand 39, Akifov Obst und Gemüse.

Beim Anblick des frischen Gemüses bekommt man gleich Appetit. Ein Regenbogen an Farben und Formen, von grüner Petersilie bis hin zu roter Paprika, heißt uns willkommen. Die meisten der Produkte sind regionale Ware und genau die suchen wir für unser Rote-Rüben-Risotto. Das knallrote Gemüse überzeugt uns vollends und wir nehmen gleich ein Kilo mit, dazu noch ein paar Zwiebeln und frischen Knoblauch.

 

Ein rotes Superfood

Wie auf sämtlichen Märkten sorgt auch auf dem Vorgartenmarkt das Marktamt Wien dafür, dass die Wienerinnen und Wiener bedenkenlos zugreifen können. Die regelmäßigen Kontrollen sind ein Garant für frische und hochwertige Ware, auch in Sachen Rübe sind die Marktamt-Profis eine echte Instanz. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Das Marktamt checkt nicht nur Gemüse. Alle Lebensmittel, die auf den Wiener Tischen landen werden, laufend kontrolliert.

„Die Rote Beete, in Wien nur als Rote Rübe bekannt, gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Das wertvolle Gemüse hat einen hohen Gehalt an Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure. Verwandt ist die Rübe mit der Zuckerrübe oder auch dem Mangold“, sagt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil. „Die rote Farbe ist ein Resultat der Weiterveredelung im Laufe der Jahrhunderte. Sie kann ein Gewicht von bis zu 600 Gramm erreichen und hat unter ihrer dünnen Schale ein saftiges Fleisch mit aromatischem Geschmack. Übrigens: Es gibt nicht nur Rote Rüben, auch Weiße oder Gelbe Rüben sind weit verbreitet. Die Erntezeit ist von Juli bis Oktober, aufgrund ihrer langen Haltbarkeit wird sie allerdings bevorzugt im Winter gekauft.“

Tatort Küche

Bepackt mit frischem Gemüse zieht es uns wieder in die heimische Küche. Es dauert nicht lange und wir stehen mit rot verschmiertem Messer und rot tropfenden Händen vor der Arbeitsfläche. Nein, wir haben uns, diesmal, nicht geschnitten, sondern erfreuen uns an der einmaligen Farbkraft der Roten Rübe. Alle Utensilien werden zwangsläufig leicht rötlich eingefärbt. Beim Schneiden der Rübe sollte man unbedingt ein gutes Messer haben. So ist der Prozess nicht nur einfacher, sondern auch sicherer. Für unser Rezept wird die Rübe in ganz kleine Würfel geschnitten. Unsere, doch das wissen wir jetzt noch nicht, sind definitiv zu groß und dadurch ist die Rübe am Ende dann nicht ganz so weich wie gewollt.

Das Rezept zu unserem Roten-Rüben-Risotto stammt übrigens von DIE UMWELTBERATUNG. Bei den Expertinnen und Experten für Gesundheit und Nachhaltigkeit findet man allerhand feiner Rezepte. Das Risotto wird übrigens nicht mit herkömmlichem Reis gekocht. Stattdessen nutzen wir Einkornreis. Der ist eine sehr gesunde Alternative, da er wesentlich mehr Nährstoffe, etwa Magnesium, Mangan, Eisen und viel weiteres, enthält.

Tipp: Große Pfanne nehmen

Bevor aber der Einkornreis zum Einsatz kommt schmelzen wir ein wenig Butter in einer Pfanne. Anschließend dünsten wir eine kleingeschnittene Zwiebel und einen fein gehackten Knoblauch bis die Zwiebeln schön glasig sind. Jetzt gesellt sich auch der Star der Show in die Pfanne. Die Rote Rübe wird rund fünf Minuten mitgebraten. Zu diesem Zeitpunkt stellen wir auch fest, dass sich das Rezept in unserer kleinen Pfanne niemals ausgeht und wir wechseln zu einem größeren Topf.

Auch der Einkornreis wird kurz mitgebraten, idealerweise bis er ebenfalls eine leicht glasige Konsistenz annimmt. Dann löschen wir mit einem Achterl Rotwein ab und beginnen nach und nach Gemüsesuppe in den Topf zu mischen. Das braucht deutlich mehr Geduld als bei einem normalen Reis, in unserem Fall eine gute Stunde. Der Einkornreis sollte kochen bis er schön aufgedunsen ist und auch von der Farbe her deutlich heller wird. Nach und nach geben wir, wenn nötig, mehr Suppe dazu bis der Einkornreis bissfest gegart ist.

Schmackhaft und doch herrlich unkompliziert

Und das war es auch schon wieder. Wir schmecken unser Gericht mit Salz und Pfeffer ab und mischen geriebenen Bergkäse unter. Voila! Ein wirklich einfaches Gericht das auch unseren Geschmackstest mit Leichtigkeit besteht.

Noch ein Tipp für Rübenneulinge: Falls es nach dem Verzehr auch auf dem WC rot gefärbt zugeht müssen Sie nicht ihr Testament schreiben und den Krankenwagen rufen. Das kommt vom roten Farbstoff der Knolle und ist total unbedenklich.

Anbei noch Zutaten und Zubereitung. CLUB WIEN wünscht Guten Appetit!

Zutaten

  • 500 g Rote Rüben
  • 200 g Einkornreis
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/8 l Rotwein
  • ca. 1/2 l Gemüsesuppe
  • Butter
  • 50 g Bergkäse
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  • Rote Rüben in kleine Würfel schneiden.
  • Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Butter andünsten.
  • Rote Rüben dazugeben und unter Rühren ca. fünf Minuten bei schwacher Hitze braten.
  • Einkornreis dazugeben und rühren, bis die Körner leicht glasig sind.
  • Mit Rotwein ablöschen. Unter Rühren nach und nach einen Schöpfer Gemüsesuppe dazugeben, bis der Reis bissfest gegart ist.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Zum Schluss geriebenen Käse unterrühren.