Der Marillen-Smoothie sorgt für Erfrischung an heißen Sommertagen. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Erfrischendes von der Marille

Die Marille ist einer der schmackhaftesten Sommerboten. FeinschmeckerInnen wissen: Auf den Wiener Märkten findet man besonders schöne Exemplare. CLUB WIEN hat mit einem Rezept von DIE UMWELTBERATUNG einen kühlenden Sommer-Smoothie zubereitet.

Sie ist vier bis acht Zentimeter groß, leicht behaart und außerhalb von Österreich, Südtirol und Teilen Bayerns als Aprikose bekannt: die Marille. Egal ob einfach so verspeist, als Marmelade verkocht, im Krapfen, im Knödel oder als Marillenschnaps: Die Frucht zählt zu Österreichs Lieblingsobstsorten und ist aus der heimischen Küche nicht wegzudenken.

Wo die Marille ursprünglich herkommt, ist nicht ganz klar. Die einen sagen China, andere Armenien, auch Indien ist denkbar. Fix ist: Von Mai bis September ist in Europa Erntezeit, wobei die Hauptsaison auf Juli und August fällt.

Wie beliebt die Marille in Wien ist sieht man auch auf dem Viktor-Adler-Markt in Favoriten deutlich. Die Nachfrage ist groß und das Angebot überzeugt mit frischer Ware und regionaler Qualität. Uns zieht es heute zum Stand 61 und 62. Bei Najah Hussein findet man wunderbare Marillen, bei denen es schwerfällt, sie nicht zu verputzen, bevor man überhaupt zu Hause ist.

 

Der Alleskönner unter den Obstsorten

Zugreifen können Sie allerdings auf dem gesamten Markt. Dank der Kontrollen des Wiener Marktamts stimmt die Qualität auf allen Wiener Märkten. Dort weiß man ganz genau, worauf es bei der Marille ankommt. „Marillen sollen beim Kauf unbeschädigt sein. Den idealen Zeitpunkt der Ernte oder des Kaufs erkennen Sie am besten am feinen, süßlichen Geruch der Früchte. Das verletzte Fruchtfleisch, also zum Beispiel beim Pürieren oder auch Halbieren, oxidiert und verfärbt sich braun. Um dies zu vermeiden, können Sie die aufgeschnittene Frucht mit Zitronensaft beträufeln. Wenn Sie zu viele Marillen haben, können Sie diese Frucht besonders gut einfrieren. Auch fertige Knödel können gut eingefroren werden. Auch eine Nachreifung zu Hause ist leicht möglich. Dazu legt man sie dicht aneinander und lässt sie bei Zimmertemperatur etwa eine Woche nachreifen. Reife Marillen lagern Sie am besten im Kühlschrank“, sagt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Auf dem Weg nach Hause überlegen wir, was wir aus den Marillen am besten zaubern. Knödel sind immer gut, Marmelade ein Klassiker. Aber an diesem heißen Sommertag steht uns der Sinn nach etwas Erfrischendem. Darum wird’s heute ein köstlicher Marillen-Smoothie. Das Rezept dazu stammt von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

  • 300 Gramm reife Marillen
  • 2 Esslöffel Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1 Esslöffel Staubzucker
  • 1 Zweig Zitronenmelisse oder Minze
  • 500 Gramm Naturjoghurt oder Buttermilch
  • 200 Milliliter prickelndes, kaltes Mineralwasser

Die Zutaten sind ebenso unkompliziert wie das Rezept. Im Vorfeld ist eigentlich nur wichtig, dass das Milchprodukt, wir nehmen Buttermilch, und das Mineralwasser kaltgestellt werden. Denn nur so wird der Smoothie richtig erfrischend.

Zubereitung

Der erste Schritt ist das Waschen und Entkernen der Marillen. Wenn die Früchte reif sind, sollte der Kern eigentlich wie von alleine raushüpfen. Beim Schneiden tun wir uns nicht viel an. Da die Marillen noch püriert werden, reicht es, sie grob in Hälften zu zerteilen.

Als Nächstes werden die Marillen mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einem festen Gefäß einquartiert. Jetzt geht’s dem Obst an den Kragen: Der Pürierstab kommt zum Einsatz. Wir achten darauf, alles so fein wie möglich zu pürieren, damit das Trinken dann angenehmer ist.

Ist das fertig, gießen wir Buttermilch und Mineralwasser dazu und schäumen das Ganze noch einmal mit dem Pürierstab auf. Jetzt verteilen wir den Smoothie auf unsere Gläser, garnieren das Getränk mit Minze und voilà!

Diesen Smoothie können Sie natürlich mit jeder beliebigen Obstsorte zubereiten, von der Himbeere bis zur Birne. Veganerinnen und Veganer können Buttermilch ganz einfach durch einSoja-, Hafer- oder Kokosprodukt ersetzen.

Fazit: Einfacher und schneller geht’s echt nicht mehr. Der Smoothie ist sehr fruchtig, sehr erfrischend und dank der Buttermilch auch als Nachmittagssnack geeignet, da er doch leicht satt macht. Am besten schmeckt er natürlich an einem heißen Sommertag.