29.OKTOBER 2020 
Lifestyle
Der Stand von Familie Milosevic am Karmelitermarkt ist ein Paradies für KürbisliebhaberInnen. © Marktamt

Wiener Marktküche: Kürbis-Quinoa-Bowl

Auf vielen herbstlichen Tellern regiert König Kürbis. Das Fruchtgemüse ist vielseitig verwendbar und macht sowohl in deftigen als auch süßen Speisen eine gute Figur. CLUB WIEN kocht mit bester Ware vom Wiener Markt eine trendige Kürbis-Quinoa-Bowl.

Im Oktober haben Kürbisse Hochsaison. Dafür sorgt nicht nur der importierte Feiertag Halloween. Schon seit Ende des 15. Jahrhunderts sind Europäerinnen und Europäer auf den Kürbis gekommen, denn damals brachten Seefahrer das Fruchtgemüse aus Mittel- und Südamerika zu uns. Und das ist gut so! Ein Herbst ohne Kürbis wäre heute undenkbar, und als wir an einem herrlichen Oktobermorgen über den Karmelitermarkt spazieren, erfreuen wir uns an der orangen Pracht, die uns von vielen Ständen entgegenlacht.

Unser Ziel heute ist der Stand von Slavoljub Milosevic. Dort finden wir eine Wahnsinnsauswahl an Kürbissen in allen Farben und Formen. Grüne, gelbe, orange, flaschenförmige, kreisrunde, gurkenförmige: Manche Kürbisse sind so groß wie ein Kopf, andere gleich drei Mal so groß. Auf der ganzen Welt gibt’s übrigens rund 800 Sorten. So macht Einkaufen Spaß. Wir entscheiden uns heute für einen Hokkaidokürbis. Den kann man mitsamt der Schale essen und das kommt Faultieren wie uns entgegen. Außerdem schmeckt die Schale richtig gut.

Marktamt sorgt für Sicherheit

Egal, was Sie auf dem Markt kaufen, die Qualität passt. Dafür sorgen die Kontrollen des Marktamts und die Tatsache, dass man hier regionale und frische Ware bekommt. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Das Team prüft nicht nur Kürbisse. Alle Lebensmittel, die auf den Wiener Tischen landen, werden kontrolliert.

Worauf kommt es also an beim Kauf? „Generell sollten Sie beim Einkauf darauf achten, dass der Kürbis unbeschädigt ist und keine Faul- oder Druckstellen aufweist. Kürbisse sind relativ lange haltbar, wenn sie trocken, kühl und nicht bei Frost gelagert werden. Sobald die Kürbisse jedoch angeschnitten sind oder mit ihnen geschnitzt wurde, halten sie nur rund eine Woche. Mein persönlicher Tipp, damit man zu Halloween noch Freude am ausgehöhlten Kürbis hat: Möglichst erst zwei Tage vor dem 31. Oktober mit dem Kürbisschnitzen beginnen, damit er zu Halloween noch feurig und nicht pelzig ausschaut“, so Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Kürbis köstlich kochen

Zurück in der Küche, geht’s unserem Hokkaido an den Kragen. Der erste Schritt ist nämlich das Zerschneiden des Kürbisses. Aufgrund der Schale ist das nicht ganz leicht, ein scharfes Messer sollte man dafür haben, und generell ist Vorsicht angesagt. Wir bevorzugen es, das Messer aufzusetzen, ein bisschen reinzuklopfen und dann sorgfältig, aber bestimmt durchzuschneiden. Ist das gute Stück einmal halbiert, ist alles halb so schwer. Im Handumdrehen haben wir den Hokkaido in mundgerechte Stücke gesäbelt. Jetzt gilt es, die restlichen Zutaten zu checken. Das Rezept zu der schmackhaften Bowl stammt übrigens von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

  • 1 kleiner Hokkaido
  • 3 Knoblauchzehen
  • 200 g Champignons
  • 1 Tasse Quinoa
  • 1 EL Harissa
  • 1 EL Zitronensaft
  • Öl zum Anbraten
  • Kurkuma, Paprika, Kräutersalz, Pfeffer
  • Schwarzer Sesam
  • Salatblätter, Radieschen oder Kohlrabi, gewürfelt

Zubereitung

Die Quinoa braucht unsere Aufmerksamkeit als Erstes. Quinoa ist übrigens kein Getreide, sondern ein Gänsefußgewächs. Vor dem Gebrauch sollte man sie mit heißem Wasser waschen, dann erst kann man sie mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen. Wir würzen gleich ordentlich mit Kräutersalz, Kurkuma und Paprika. Dann decken wir den Topf zu und lassen die Quinoa bei bescheidener Flamme eine halbe Stunde lang köcheln.

Weiter geht’s mit den Champignons. Wie Sie die schneiden, ist Ihre Sache. Viele mögen feine Scheiben, wir allerdings vierteln die Pilze lieber. Den Knoblauch hacken wir so fein, wie es geht. Die Champignons und der Kürbis werden jetzt im Öl scharf angebraten. Wenn sie ein bisschen weich sind, geben wir den Knoblauch dazu, rühren die Harissa unter und löschen mit dem Zitronensaft ab. Auch hier kommt der Deckel drauf, und wir warten, bis der Kürbis schön weich ist. Wenn das Timing stimmt, sollte er so weit sein, wenn die Quinoa fertig ist.

Und das war es auch schon mit dem Kochen. Die Bowl müssen wir nur noch anrichten. Wir schnappen uns eine schön bauchige Schüssel und richten darin ein Bett aus Quinoa an. Darauf legen wir das Gemüse und ein paar Radieschen. Für den gewissen Kick streuen wir noch Sesam darüber, und wenn das Ganze dann schön und appetitlich aussieht, sind wir fertig.

Fazit: Superleicht, extrem gesund und voll im Trend. Die Bowl ist ein feines Update für unser liebstes Herbstfruchtgemüse, den Kürbis. Wenn man bedenkt, dass nicht viel Arbeit von Nöten war, ist das Ergebnis absolut umwerfend und richtig schmackhaft. Sie können die Bowl natürlich mit sämtlichen Salaten, Gemüsen oder Gewürzen anrichten, die Ihnen zusagen.

Wir wünschen guten Appetit!