Antike Aufbewahrungsstätte und Requisiten im Bestattungsmuseum Wien. © B&F Wien/Manfred Seidl

Wiens außergewöhnlichste Museen

Haben Sie schon einmal etwas vom Circus- & Clownmuseum gehört? Oder sind Sie bereits im Bestattungsmuseum in einem Sarg Probe gelegen? Fernab der klassischen kulturellen Einrichtungen gibt es in Wien eine Vielzahl außergewöhnlicher Museen.

Sisis Kleider in der Wiener Hofburg, Monet bis Picasso in der Albertina, antike Sammlungen im Kunsthistorischen Museum. Wien, eine Stadt der Kunst und Kultur. Doch Sie sehnen sich nach Abwechslung? Keine Lust auf alte Ölgemälde und längst vergangene Zeiten? Es dürfte gerne einmal etwas richtig Ausgefallenes sein? Die Kulturstadt Wien beherbergt, neben vielen klassischen, auch eine große Anzahl an höchst außergewöhnlichen Museen.

Wir stellen Ihnen die außergewöhnlichsten Museen der Stadt Wien vor.

Blick in das Circus- und Clownmuseum © Gabriele Swatosch www.momentgrafie.at

Circus- & Clownmuseum

 "Treten Sie näher!", "Hereinspaziert, hereinspaziert!" in das Circus- & Clownmuseum der Stadt Wien. Das Wiener Sonder-Bezirksmuseum im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt öffnete bereits 1923 Zirkusbegeisterten seine Türen. Der magische Ort entführt Besucherinnen und Besucher in die Welt der amüsanten Künste. Es gibt ein großes Sammelsurium aus einzigartigen Artefakten, Requisiten und Kostümen. Das Circus- & Clownmuseum wurde einst von dem Dichter André Heller als "Archiv der wirklichen Träume und geträumten Wirklichkeiten" bezeichnet. Es gehört weltweit zu den wichtigsten Museen im Genre der Unterhaltungskunst. Ein außergewöhnlicher Ort, der mit Sicherheit für viel Überraschung sorgt.

Antike Skulpturen und alte Ausstellungstücke sind im Pratermuseum Wien zu finden. © Hertha Hurnaus

Pratermuseum

Zuckerwatte, Achterbahn oder eine Runde mit dem Wiener Riesenrad: Vergnügen, Köstlichkeiten und Wiener Charme an einem Ort. Wer kennt ihn nicht, den Wiener Prater.

Im Jahr 1766 eröffnete Kaiser Joseph II. den Wiener Prater für die Bevölkerung. Aus dem einstigen kaiserlichen Jagdgebiet wurde ein bunter Ort des Vergnügens. Von da an lockten regelmäßig Hochschaubahnen, Kinos und Volksfeste unzählige Wienerinnen und Wiener in den Prater. Im Laufe der Jahre veränderte sich der Wiener Prater immer wieder. Doch seinen nostalgischen Charme verströmt er nach wie vor.

Wie alles begann, was es für skurrile Attraktionen gab und wie sich der Prater in den letzten 300 Jahren veränderte, kann im Pratermuseum im Wiener Prater entdeckt werden.

Requisiten für die Leichenaufbewahrung im Bestattungsmuseum Wien. © B&F Wien/Manfred Seidl

Bestattungsmuseum

"Wer verstehen will, wie der Wiener lebt, muss wissen, wie man ihn begräbt …", schrieb einst der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr. Wien und sein Totenkult gehören seit jeher zusammen wie Pech und Schwefel. Der Tod wird besungen, Gräber werden aufgemotzt und Friedhöfe zu beliebten Attraktionen. Schaurig schön und skurril muss es sein, so lieben es die Wienerinnen und Wiener.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Wien sein eigenes Bestattungsmuseum hat. Es befindet sich auf dem berühmten Zentralfriedhof unter der historischen Aufbahrungshalle 2. Mehr als 250 Ausstellungsstücke vom Ende des 18. Jahrhunderts bis heute führen durch die Totengeschichte Wiens. Verschiedenste Särge, von billigen Klappsärgen bis zu pompösen Sarkophagen, geben den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in das Wiener Bestattungswesen. Wer sich traut, kann auch schon mal Probe liegen.

Wäsche waschen wie vor 150 Jahren. Die ersten Waschmaschinen Wiens im Brennpunkt, Museum der Heizkultur Wien. ©MA 34

Brennpunkt - Museum der Heizkultur Wien

Brrr, es ist kalt. Schnell die Heizung einschalten, unter die Dusche gehen und Heißwasser aufdrehen. In Wien ist das heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Doch wie war das noch vor 100 Jahren? Die Wiener Sozialwohnungen waren oft nur Substandard. Warmwasser war der reinste Luxus, geschweige denn ein eigenes Badezimmer. Häufig war der Weg in ein Wannen- oder Brausebad die einzige Möglichkeit, sich zu reinigen. Geheizt und gekocht wurde mit Kohle. Wäsche gewaschen wurde oft gemeinsam oder in Waschanstalten. Das Leben war alles andere als einfach.

Mit dem Fokus auf soziale Geschichten zeigt Brennpunkt eine Zeit, in der es noch nicht möglich war, in privaten Lebensräumen zu kochen, zu heizen oder zu waschen. Ein großes Repertoire an antiken Heizöfen, lustigen Hausutensilien und riesengroßen Kachelöfen führt die Besucherinnen und Besucher zurück in die Vergangenheit. Ein spannendes Museum mit viel Liebe zum Detail und außergewöhnlichen Geschichten. Kalt lassen wird der Brennpunkt seine Gäste sicher nicht.

Spaziergang am "Beag aus Mist" in der Deponie am Rautenweg. © MA 38

Besichtigung der Deponie Rautenweg

Die Stadt Wien gehört dank der MA 48 zu den saubersten Städten der Welt. Sie hegt und pflegt unsere Stadt. Doch was geschieht eigentlich mit dem Müll und wohin wird er gebracht?

Bei der Besichtigung der Mülldeponie am Rautenweg können Besucherinnen und Besucher die Müllentsorgung hautnah miterleben. Die Deponie ist eine von sieben Abfallbehandlungsanlagen in Wien und entgegen jeder Erwartung eine grüne Oase. Der Fokus dieser Hightech-Anlage liegt auf ökologischer Gestaltung und ökonomischer Nutzung. Pinzgauer Ziegen, Enten, Hasen und Rehe sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen haben auf dem Gelände der Deponie ihren Lebensraum gefunden. Bei einer Rundfahrt und anschließendem Spaziergang auf den grünen "Beag aus Mist" erfahren Besucherinnen und Besucher alles Wissenswerte über die Themen Abfall, Müllentsorgung und Mülltrennung. Und ganz nebenbei können sie auch noch die herrliche Aussicht auf Wien genießen.

Wohnung von Johann Strauß. © Hertha Hurnaus

Mozartwohnung, Haydnhaus, Johann-Strauss-Wohnung: Auf den Spuren österreichischer Komponisten

Schubert, Mozart, Johann Strauss: Österreich hat im Bereich der klassischen Musik sehr viel zu bieten. Doch wie lebten die weltberühmten Komponisten, als sie ihre Meisterwerke schufen? Das Wien Museum nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf die Spurensuche der Musikgenies. Im Mozarthaus können Mozartfans die vier Zimmer seiner Wiener Wohnung besichtigen und hautnah erleben, wo er eine seiner weltberühmten Opern, "Le Nozze di Figaro", komponierte. In der Johann-Strauss-Wohnung tauchen Besucherinnen und Besucher in das turbulente Privatleben des berühmten Walzerkomponisten ein. In der Nussdorfer Straße können sie Schuberts Geburtshaus besuchen und in der Kettenbrückengasse sein Sterbehaus. Wer von Österreichs Komponisten noch nicht genug hat, geht weiter ins Haydnhaus.

Feuerwehrautos der Stadt Wien © MA 68

Feuerwehrmuseum

Der Retter in der Not. Die Wiener Feuerwehr rettet jedes Jahr unzählige Leben. Zu ihren Aufgaben gehört, Hilfe bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen, Bergungen und ähnlichen Ereignissen zu leisten. Das bedeutet, Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen.

Um die beste Hilfe leisten zu können, benötigt es natürlich ausgezeichnetes Personal und Equipment. Wie sich die Wiener Feuerwehr in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelte und womit früher gelöscht wurde, können Besucherinnen und Besucher im Feuerwehrmuseum erfahren. Von Holzkastenspritzen bis Hightech-Equipment gibt es im Feuerwehrmuseum alles rund um die Themen Feuerlöschen und Leben retten.

Remise: Verkehrsmuseum der Wiener Linien. Historische Fahrzeuge in Erdberg Wien. © Johannes Zinner

Verkehrsmuseum Remise

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Wien kommt man schnell von A nach B. Ob Bus, U-Bahn oder Bim - es gibt kaum einen Ort, wo nicht in unmittelbarer Nähe die nächste Haltestelle zu finden ist. Die Öffis in Wien sind, kurz gesagt, super vernetzt. Natürlich war das nicht immer so. Das Verkehrsmuseum Remise präsentiert in den Hallen der ehemaligen Tramway-Remise Erdberg 150 Jahre Öffi-Geschichte. Besucherinnen und Besucher können sich über die Anfänge der öffentlichen Verkehrsmittel bis hin zur Gegenwart informieren - zukünftige Ausblicke inklusive. Es gibt eine große Anzahl historischer Fahrzeuge, wie etwa die erste Pferdetramway. An unterschiedlichen Themenstationen können Besucherinnen und Besucher auch selbst aktiv werden und Interessantes sowie Kurioses rund um die Wiener Öffis erfahren.

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