Wann fährt die Bim? Wo ist das nächste freie Citybike oder car2go? Einfach Wave fragen: Die App gibt innerhalb von Sekunden die Antwort. © Getty Images

Hey Wave, wie komm' ich in die Seestadt?

Wien-Infos in der Hosentasche: Die App Wave liefert Auskünfte in Echtzeit und mit Spracherkennung. Möglich macht das der Zugang zu zahlreichen offenen Datenquellen der Stadt Wien.

Egal, wohin es gehen soll: Einfach Wave fragen und schon erscheint am Handy-Display die Antwort. Zum Beispiel wo die nächstgelegenen Öffi-Stationen sind und wann die Verkehrsmittel in den nächsten 15 Minuten fahren. Praktisch: Die Fragen muss man nicht eintippen, es funktioniert mit Spracherkennung. Für Sehbehinderte liest die App die Stationen und Abfahrten auch vor. Wave weiß aber auch, wo die nächste Grünoase zum Erholen, ein nahes car2go oder eine Citybike-Station mit einem freien Fahrrad ist. Die App nutzt dafür die neuesten Lokalisierungstechnologien.

Wien-Expertin Wave

Smartphone auf Tisch und Screenshot der App Wave
Clever: Die App bezieht ihr Wissen aus offenen Datenquellen der Stadt Wien. © subzero.eu software

Die App funktioniert allerdings nur, weil sie innerhalb von Sekunden mit zahlreichen maschinenlesbaren Datenquellen kommuniziert, die die Stadt frei verfügbar und nutzbar machte. Im Falle der App Wave handelt es sich etwa um Datensätze von Wiener Linien, Citybike, Baumkataster und MA 22 - Umweltschutz. Ohne diese "offenen Daten", sogenannte Open Data, wäre Wave alles andere als schlau. Der Entwickler von Wave, Patrick Wolowicz, erhielt für seine innovative und komfortable Anwendung mehrere Auszeichnungen. Etwa beim Content Award 2016 und im Rahmen des EU-Projektes Seamless Cities, bei denen nachhaltige Mobilitätslösungen für den urbanen Raum gesucht wurden. Wolowicz hat eineinhalb Jahre daran gearbeitet und es hat sich gelohnt: Seine App wurde seit dem Start rund 10.000 Mal heruntergeladen.

Wissensschatz Open Data

Brigitte Lutz ist in der Stadt Wien für die Öffnung der Datenquellen verantwortlich: "Daten sind die Schätze des 21. Jahrhunderts. In Open Data schlummern Innovationspotenziale für Gesellschaft, Forschung und Wirtschaft, insbesondere für Start-ups." Die Stadt Wien öffnet seit Mai 2011 kontinuierlich ihre Daten und publiziert sie im Open Government Data (OGD)-Katalog. Damit war die Stadt Pionierin, da sie das erste OGD-Portal im deutschprachigen Raum einrichtete. Der Bewusstseinswandel hin zu Offenheit und Transparenz führt dazu, dass ständig weitere Datenschätze gehoben werden. Derzeit (Stand August 2016) sind 306 offene Datenquellen verfügbar. Lutz: "Wir etablieren in der Stadt und der Stadtverwaltung eine offene Datenkultur, um neue Formen der Transparenz, der Zusammenarbeit und der Innovation zu ermöglichen."

Innovationen ermöglichen auch die Bürgerinnen und Bürger selbst. Sie sind im Rahmen der Digitalen Agenda Wien eingeladen, Ideen beizusteuern, mit welchen digitalen Anwendungen das Leben in der Stadt noch smarter werden könnte. Denn die Kombination und Nutzung vorhandener Daten, neuer Technologien und zielgerichtetem Querdenken ermöglicht Außergewöhnliches. Michael Hagler, zuständig für die Digitale Agenda Wien: "Open Government Data sind ein wichtiger Teil unserer Digitalstrategie. Das Mehr an Information und Transparenz ist die Basis für die erfolgreiche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger."

Brigitte Lutz und Michael Hagler koordinieren alle Aktivitäten rund um offene Daten im Open Government Kompetenzzentrum Wien, von der Öffnung der Energiedaten der MA 20 - Energieplanung bis zu den Datensätzen der MA 51 - Sportamt, aus denen bereits zwölf Anwendungen hervorgingen.

Anwendungen, die das Leben smarter machen

Die sprechende "Stadtführerin", App Wave, ist nur eine von vielen Anwendungen, die durch die Öffnung der Verwaltung gegenüber Bevölkerung und Wirtschaft kreiert wurde. Kreative entwickeln aus den vorhandenen Datensätzen Anwendungen, die für viele Menschen nützlich sind. Eine gelungene Übersicht, welche Daten wo drinstecken, bietet die Visualisierung "Datenwaben" des Entwicklers Thomas Tursics. Insgesamt wurden bisher bereits mehr als 190 Apps und Visualisierungen entwickelt. Und man kann gespannt sein, welche weiteren nützlichen Tools das Licht der Welt erblicken und das Leben in Wien noch angenehmer machen werden.

Vorteilspartner CLUB WIEN

Gutmarkiert

Mit der CLUB WIEN-Vorteilskarte erhalten Sie 20 Prozent Rabatt auf alle Produkte.

Erfahren Sie mehr 31016

Time Travel Vienna

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 20 Prozent Ermäßigung bei Time Travel Vienna!

Erfahren Sie mehr 31036

Gloria Theater

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 10 Prozent Ermäßigung im Gloria Theater!

Erfahren Sie mehr 31195

EF Sprachreisen

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 5 Prozent Rabatt auf EF Sprachreisen (für Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche, Erwachsene)

Alle Vorteilspartner