Naturkosmetik selber machen, ist einfacher, als man denkt. © Monika Kupka/"die umweltberatung"

In Milch und Honig baden

Naturkosmetik lässt sich einfach selbst herstellen. Expertin Sandra Papes von "die umweltberatung" erklärt, was dafür spricht und worauf man achten soll.

Naturkosmetik hat viele Vorteile: Sie pflegt die Haut, ist frei von künstlichen Inhaltsstoffen, gut verträglich, rasch hergestellt und kostet zudem wenig. Sandra Papes, Fachexpertin bei den Themen Reinigung und Kosmetik bei "die umweltberatung", meint: "Nahrungsmittel wie Milch, Honig, Früchte und Kräuter wurden immer schon als Kosmetikprodukte verwendet. Durch die Verfügbarkeit von Fertigprodukten im Handel ist das Wissen darum ins Hintertreffen geraten. Menschen ernähren sich nicht nur gesünder und ökologischer, sie achten auch bei Kosmetika immer mehr darauf, biologische Produkte zu verwenden. Auch Abfall kann durch die Verwendung von selbst hergestellten Produkten vermieden werden."

Video: Naturkosmetik selbstgemacht

Naturkosmetik kann mehr! Die Zutaten dafür findet man auch im Wiener Wald. Gemeinsam mit der umweltberatung haben wir eine Haarspülung aus Brennnesseln gemacht. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Zertifizierte Natur- und Biokosmetik bevorzugen

Kosmetik wird genauso wie Lebensmittel vom Körper aufgenommen. Deshalb ist es wichtig, dass diese frei von Giftstoffen ist. Industriell erzeugte Produkte können bedenkliche und hormonell wirksame Inhaltsstoffe enthalten. Beispielsweise wird in manchen Deos immer noch Aluminium verwendet, obwohl vermutet wird, dass es krebserregend ist. Polyethylenglycole (abgekürzt PEG) werden eingesetzt, damit die Haut Kosmetika besser aufnehmen kann. Sie können Hautirritationen verursachen. Konservierungsstoffe wie zum Beispiel Parabene hingegen stehen unter Verdacht, in den Hormonhaushalt einzugreifen.

In selbst gemachter Kosmetik, auch in zertifizierter Natur- und Biokosmetik, werden diese Stoffe nicht verwendet. Papes: "Der Begriff Naturkosmetik ist in der EU nicht einheitlich definiert. Es gibt sehr viele verschiedene Gütesiegel, die unterschiedliche Kriterien anwenden. Gemeinsam haben sie, dass synthetische Farb- und Geruchsstoffe, Silikone und Paraffine nicht erlaubt sind." Naturkosmetik heißt nicht automatisch Biokosmetik. Letztere geht noch einen Schritt weiter, die Inhaltsstoffe müssen auch aus biologischem beziehungsweise ökologischem Anbau stammen. In Österreich gängige Siegel für Natur- und Biokosmetik sind zum Beispiel BDIH, NaTrue oder Austria Bio Garantie.

Naturkosmetik selbst herstellen

Mit Rosskastanien und Wegerich lassen sich schonende Pflegeprodukte ganz einfach herstellen. © Freya Verlag GmbH

Im Handel gibt es mittlerweile eine wachsende Auswahl an zertifizierten Natur- und Biokosmetikprodukten. Wer aber ganz sicher sein möchte, welche Inhaltsstoffe sein Pflegemittel enthält, sollte sie selbst zubereiten. Die Produkte sind mindestens genauso gut wie gekaufte, aber sehr viel günstiger. Zudem ist die Herstellung recht einfach. Papes: "Milch, Honig, Butter und Kräuter sind hervorragende Hautpflegemittel. Am besten besorgen Sie sich die nötigen Inhaltsstoffe im nächsten Bioladen, auf dem Markt oder bei einem Spaziergang in der Natur."

Milch versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, Buttermilch und Joghurt sind milde Reinigungsmittel. Kokosfett oder Butterschmalz (Ghee) schützen vor Trockenheit und spenden etwas Sonnenschutz. Honig macht die Haut weich und das Haar füllig und glänzend.

In der Küche braucht es keine zusätzlichen Anschaffungen, um Kosmetik selbst herzustellen. Papes betont: "Sauberes Arbeiten ist ganz wichtig. Man sollte sich die Hände waschen, die Arbeitsgeräte und die Gefäße zum Aufbewahren zehn Minuten im kochenden Wasser auskochen beziehungsweise mit Alkohol desinfizieren." Da die selbst gemachte Kosmetik keine Konservierungsmittel enthält, ist sie nicht lange haltbar. Die Produkte sollten immer im Kühlschrank aufbewahrt und rasch aufgebraucht werden.

Apps sind wichtige Informationsquellen

Wer auf sein gewohntes Kosmetikprodukt nicht verzichten, aber trotzdem wissen möchte, welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind, findet Informationen im Internet. Papes empfiehlt: "Es gibt verschiedene Apps, mit deren Hilfe man die Inhaltsstoffe von Kosmetika und ihre Wirkung nachlesen kann. Beispielsweise können mit dem haut.de-INCI-Service Informationen zu mehr als 20.000 Inhaltsstoffen kostenfrei abgerufen werden. Die App steht auf www.haut.de zum kostenfreien Download zur Verfügung." Auf der Website von "die umweltberatung" finden Sie ein Infoblatt mit zahlreichen einfachen Kosmetikrezepten als Gratis-Download.

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