Schutz und Sicherheit gehen vor. Auch wenn das Ballspielen verlockender ist. Angeleinter Hund mit Mantel zum Schutz vor der Kälte. © Bohmann

Auf den Hund gekommen

Mehr als 60.000 Hunde leben in unserer Stadt. Damit das Zusammenleben von Mensch und Vierbeiner reibungslos funktioniert, gibt es ein paar wichtige Regeln.

In der Millionenstadt Wien soll es den Einwohnerinnen beziehungsweise Einwohnern und den Tieren gut gehen. Deshalb müssen Rechte, aber auch Pflichten für Tierhalterinnen und Tierhalter genau definiert werden.

Lieber zweimal überlegen

Ob Sie Ihren Hund abrichten oder einfach nur Gassi gehen wollen: Wien ist eine Stadt, in der Hunde willkommen sind. Die Anschaffung eines Hundes sollte aber gut überlegt werden. Diese Entscheidung hat Auswirkungen auf die nächsten zehn bis 15 Jahre. Nur wer überzeugt ist, genügend Zeit und Energie für einen Hund aufbringen zu können und sich der Kosten einer Hundehaltung zum Beispiel für Futter, Tierärztin oder Tierarzt bewusst ist, sollte ein vierbeiniges Familienmitglied aufnehmen.

Jeder Hundehalterin und jedem Hundehalter, auch von Kleinhunden, ist der Besuch einer guten Hundeschule unbedingt zu empfehlen. Hier lernt man, seinem Hund den nötigen Grundgehorsam beizubringen, Möglichkeiten der artgerechten Beschäftigung und das Erkennen von körpersprachlichen Signalen. Dies macht den Hund zu einem entspannten Gefährten, der nicht nur seiner Besitzerin oder seinem Besitzer, sondern auch anderen Menschen Freude macht.

Tipps der MA 60

Aus Sicht der MA 60, Veterinärdienste und Tierschutz ist auch die Ablegung des Hundeführscheins eine gute Möglichkeit, sein Wissen über Hundehaltung, Hundeausbildung, Verhalten des Hundes und gesetzliche Verpflichtungen zu erweitern und zu festigen. Als zusätzlicher Anreiz sind alle Hundehalterinnen und Hundehalter, die die Prüfung zum Hundeführschein erfolgreich abgelegt haben, für das darauffolgende Jahr von der Hundeabgabe befreit.

Zur Gewährleistung eines stressfreien Zusammenlebens von zwei- und vierbeinigen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern sollten Hunde früh an das Tragen eines gut passenden Maulkorbs gewöhnt werden. Ein Hund, der eine positive Maulkorbgewöhnung erfahren hat, wird später keine Probleme mit dem Tragen eines Maulkorbs haben. Er kann seinen Freilauf in vollen Zügen genießen, ohne dass andere Menschen oder Hunde gefährdet werden.

Das Chippen der Hunde ist gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt durch den Tierarzt. Wir sehen uns das vor Ort an und lassen uns von der MA 60 über die weiteren Schritte zur korrekten Anmeldung des Hundes aufklären.© Stadt Wien/Bohmann Verlag

Ein perfektes Gespann

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass Tiere, nicht nur Hunde, so zu halten oder zu verwahren sind, dass Menschen nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt werden.

Alle in Österreich gehaltenen Hunde müssen mittels Mikrochip gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung ist von einer Tierärztin oder einem Tierarzt durchzuführen. Sie muss spätestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe erfolgen. Hunde müssen binnen eines Monats nach Kennzeichnung oder Übernahme registriert werden.

Vor allem beim Gassi gehen sollte der Hunde den Befehlen folgen und sicher angeleint sein. © Bohmann

Maulkorb und Leine

An öffentlichen Orten in Wien sind Hunde generell an der Leine zu führen oder mit einem Maulkorb zu versehen. Das Führen an der Leine muss eine jederzeitige Beherrschung des Tieres gewährleisten, was bei den beliebten ausziehbaren Laufleinen oft nicht der Fall ist. Laufleinen sind vor allem im innerstädtischen Bereich nicht geeignet. Wenn der Hund mit einem Maulkorb versehen ist, entfällt grundsätzlich die Leinenpflicht. Selbstverständlich muss sich der Hund auch hier im Einflussbereich der Hundehalterin oder des Hundehalters befinden.

Zu der allgemeinen Leinen- oder Maulkorbpflicht sind allerdings einige Ausnahmen zu beachten:

  • Die Möglichkeit, den Hund anstatt an der Leine mit Maulkorb zu führen, besteht nicht in öffentlich zugänglichen Parkanlagen und auf gekennzeichneten Lagerwiesen. Hier müssen Hunde immer an der Leine geführt werden.
  • Umgekehrt müssen Hunde an öffentlichen Orten, an denen üblicherweise größere Menschenansammlungen stattfinden, zum Beispiel Gasthäuser, Veranstaltungen, immer mit Maulkorb geführt werden.
  • Bis zur positiven Absolvierung des Hundeführscheins müssen sogenannte Listenhunde an öffentlichen Orten stets mit einem Maulkorb versehen sein.
  • Eine Maulkorbpflicht an allen öffentlichen Orten gilt außerdem für bissige Hunde. Das sind jene Hunde, die bereits einmal einen Menschen oder Artgenossen gebissen haben.

Halterinnen und Halter bestimmter Hunderassen sind außerdem zur Absolvierung eines Hundeführerschein verpflichtet.

Kontrollieren Sie gerade im Winter regelmäßig die Pfoten ihres Hundes auf Verletzungen oder kleine Steinchen. © Bohmann

Wintertipp zur Pfotenpflege

Wenn es sich vermeiden lässt, wählen Sie für den Spaziergang Strecken, die nicht stark gesalzen oder gestreut sind. Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die empfindlichen Pfoten und entfernen Sie verklebte Schnee- und Eisklumpen. Auch eine Pfotenschutzcreme vor dem Gassigehen kann helfen!

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