Am Valentinstag liegt weltweit Liebe in der Luft. © iStockphoto

 

Liebe liegt in der Luft

Am Valentinstag schlagen die Herzen vieler im gleichen Takt. Zu diesem Anlass schenken viele Blumen und Bonbonnieren. CLUB WIEN ist der Frage nachgegangen, worin der Brauch überhaupt seine Ursprünge hat.

Gefühle lassen sich nicht rot im Kalender markieren. Dennoch scheint es weltweit so, als ob am 14. Februar die Luft überall vor Liebesspannung nur so vibrieren würde. Der Schalter wird umgelegt und auf einmal haben viele das Bedürfnis, ins nächste Blumen- oder Zuckerlgeschäft zu rennen und für die Liebste beziehungsweise den Liebsten etwas zu erstehen. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich?

Liebenswürdig bis in den Tod

Nicht nur Romeo und Julia haben mit ihrer unvergleichlichen Liebesgeschichte ein Epos für die Ewigkeit geschaffen. Auch ein Mann namens Valentin hat, wenn auch nicht bewusst, mit seinem Tod für etwas Unvergängliches gesorgt.

Im frühen Mittelalter soll der Legende nach Valentin, Bischof von Terni, kranke und verkrüppelte Menschen von ihren Leiden geheilt haben. Aber nicht nur das. Dem gütigen Mann wird nachgesagt, Blumen an Verliebte verschenkt und das Paar nach Wunsch auch getraut zu haben. Dies geschah allerdings gegen den Willen des Staates. Es wurde kurzer Prozess gemacht und Valentin fand sich bei seiner Hinrichtung wieder. Diese soll am 14. Februar stattgefunden haben. Daraus wurde im Lauf der Jahrhunderte ihm zu Ehren der Valentinstag. Ein spezieller Tag, an dem man seinen Lieben eine besondere Freude macht.

Auf der ganzen Welt sind Mitte Februar die Straßen mit roten Herzerln gepflastert. Obwohl Blumen überall gerne verschenkt werden, so gibt es in Bezug auf den Valentinstag noch einige andere liebliche Gepflogenheiten.

Das "L" steht für Love. Das gilt für 90 Prozent der Liebesgrüße die auf bunten Karten verschickt werden. Eingeführt sollen diesen Brauch die Engländer haben. Mit Gedichten und Versstrophen warb "Mann" damals per Briefbotschaft um seine Liebste. Über den Umweg nach Amerika fand dieser Brauch seinen Weg wieder nach Europa.

Um 1950 weiteten sich die Valentinstags-Gepflogenheiten auf sogenannte Herzerl-Bälle und andere Tanzveranstaltungen aus. Und auch die Blumenhändlerinnen und
-händler witterten ihre Chance und erklärten den Valentinstag zum Tag der Liebe, an dem Blumen unverzichtbar seien.

Klassiker und Spezialitäten der Liebesbeweise

In den USA und auch bei uns begeht man den Valentinstag meist traditionell mit Blumen, Geschenken und Liebesbekundungen. Ganz anders geht es da beispielsweise in Japan zu. Am 14. Februar können die Zuckerwerte da nämlich ganz steil nach oben schnellen. Hier ist es Brauch, dass die Frauen die Männer mit Schokolade beschenken. Dabei muss es sich beim Beschenkten nicht um den Freund oder Ehemann handeln. Auch der Chef wird gerne mal mit etwas Süßem in Verzückung gebracht. Allerdings muss es hochprozentig sein. Damit ist aber nicht Alkohol, sondern der Kakaoanteil der Schokolade gemeint. Es darf nur dunkle sein. Je hochwertiger die Schokolade, desto größer die Beliebtheit des Mannes.

Das männliche Geschlecht revanchiert sich dann einen Monat später. Die Damen bekommen ebenfalls Süßes. Als Pendant aber ganz unschuldig in Weiß. Deshalb wird der 14. März in Japan auch als "White Day" bezeichnet.

In Italien ist man am Valentinstag sprichwörtlich verschlossen. Als Zeichen der Liebe hängen Paare an Brückengeländer ein Schloss und werfen den Schlüssel mit einem Herzenswunsch auf den Lippen dann in den Fluss.