Nicht alle Lebensmittel gehören in den Mist. Einige können weitergegeben und -verarbeitet werden. © Bilderbox.com

 

Wohin mit Lebensmitteln vor dem Urlaub?

Lebensmittel sind wertvoll. Ein sorgsamer Umgang mit Obst, Gemüse, Fleisch, Brot und Co versteht sich von selbst. Gerade in der Urlaubszeit stellt sich die Frage: Wohin mit verderblichen Produkten, wenn man länger nicht zu Hause ist? CLUB WIEN weiß Rat.

Nicht nur in der Reisezeit stehen viele vor einem Problem: Kühlschrank und Vorratskammer sind zum Bersten voll. Das sorgt zwar einerseits dafür, dass man vor leeren Tellern und Mägen gefeit ist. Gleichzeit besteht das Risiko, dass man mehr Lebensmittel im Haus hat, als man verbrauchen kann. Das ist schade, denn die Waren haben oft eine lange Reise hinter sich. Transportwege und Produktionsbedingungen haben womöglich die Umwelt belastet. Dennoch werden viele noch genießbare Nahrungsmittel weggeworfen. Das kann leicht vermieden werden.

Dazu kann jede und jeder beitragen. Zum einen kann schon im Vorfeld darauf geachtet werden, wie viel wovon erworben wird. Nur für den eigenen Bedarf einzukaufen, schont Umwelt und Geldbörsel gleichermaßen. Zum anderen können überschüssige, selbstverständlich genießbare Lebensmittel weitergegeben werden. Das bietet sich besonders, aber freilich nicht nur, vor dem Urlaubsantritt an. Das ist traditionell eine Zeit, in der viele Sorge haben, dass ihre Lebensmittel während ihrer Abwesenheit verderben. Eine Möglichkeit sind etwa öffentliche Kühlschränke, sogenannte Fair-Teiler. Wie und wo das am besten geht, hat die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) in einem aktuellen Leitfaden zusammengestellt. Dieser trägt den Namen "Das is(s)t es mir wert. Tipps und Möglichkeiten der Lebensmittelweitergabe in Wien" und ist der ideale Ratgeber zum Thema. Unter der Dachmarke LebensmittelPunkt Wien vereint die Stadt Wien herausragende Lebensmittel-Initiativen in Sachen Nachhaltigkeit.

55 Prozent über Lebensmittelspenden

Lebensmittelspenden von Produzentinnen und Produzenten sowie Handel an soziale Einrichtungen in Wien decken den Bedarf an Nahrungsmitteln zu 55 Prozent. Lediglich 45 Prozent der Waren werden zugekauft. Außerdem sind Produkte aus Fair-Teiler-Kühlschränken und sozialen Einrichtungen oft eine wichtige Stütze für Menschen, die selbst finanziell weniger gut aufgestellt sind.

Warum Lebensmittel überhaupt im Müll landen, hat die unterschiedlichsten Gründe. Abgesehen von der Möglichkeit, Überschüssiges weiterzugeben, gibt es mehrere Mittel und Wege, das zu vermeiden.

Einkaufsplanung:

  • Was und wie viel brauche ich? Vorausschauend planen!
  • Wann brauche ich was? Leicht Verderbliches sollte erst kurz vor der Verwendung gekauft werden, zum Beispiel Faschiertes.

Richtig lagern und verbrauchen:

  • Optimale Vorratshaltung verbessert die Haltbarkeit (Temperatur, Trennung von
  • bestimmten Lebensmitteln, kühl, dunkel).
  • Rechtzeitig verarbeiten oder einfrieren

In Zukunft also: Lebensmittel nicht in den Müll schmeißen, sondern rechtzeitig aufbrauchen und/oder weitergeben!