Die südöstliche Ansicht der sogenannten "Klimt-Villa". In ihrem Kern verbirgt sich Gustav Klimts letztes Atelier. © Bohmann/Bubu Dujmic
Das Gipsmodell einer Klimt-Büste, geschaffen vom Künstler Andjé Pietrzyk. © Bohmann/Bubu Dujmic
Eine kleine Sammlung von Zeichnungen von Gustav Klimt auf dem Bett im Arbeitszimmer. © Bohmann/Bubu Dujmic
Gustav Klimts rekonstruiertes Arbeitszimmer mit seinem letzten Gemälde "Die Braut", das aufgrund seines Todes am 6. Februar 1918 unvollendet blieb. © Bohmann/Bubu Dujmic
Passend zum Themenjahr 2018 wird in der Klimt-Villa die Sonderausstellung "Klimt Lost" gezeigt. © Bohmann/Bubu Dujmic
Eine Vitrine mit Objekten aus der Sonderausstellung "Klimt Lost". © Bohmann/Bubu Dujmic
Gustav Klimts rekonstruiertes Empfangszimmer mit Interieur der Wiener Werkstätten. © Bohmann/Bubu Dujmic
Modeschülerinnen der Modeschule Mödling mit Klimt-Kreationen anlässlich des 100. Todestags von Gustav Klimt vor der Klimt-Villa. © Bohmann/Bubu Dujmic
Die Nordfassade der Klimt-Villa. © Klimt-Villa, 2018
Eine Reproduktion von Gustav Klimts Palette mit Ölfarben. © Klimt-Villa, 2018

Klimts letztes Atelier

Im 13. Wiener Gemeindebezirk steht ein Gebäude, das in seinem Kern das letzte Atelier Gustav Klimts beherbergt: die Klimt-Villa. Hier schuf der Maler sein bedeutendes Spätwerk. Interessierte können bei einem Besuch tief in die Welt Klimts eintauchen.

Das Haus in der Feldmühlgasse 11 in Wien-Hietzing in seiner heutigen Form hat Gustav Klimt nie gesehen. Dort, wo seit 85 Jahren eine zweistöckige neobarocke Villa steht, schuf der Maler zwar seine letzten Bilder, darunter einige seiner bedeutendsten, aber: "Klimt hat hier nicht in einer großbürgerlichen Villa gewohnt und gearbeitet, sondern von Ende 1911 bis zu seinem Tod im Jahr 1918 in einem ebenerdigen Gartenhaus", erklärt Baris Alakus, Betreiber der Klimt-Villa.

Baris Alakus zeigt BesucherInnen das Arbeitszimmer von Gustav Klimt mit Interieur der Wiener Werkstätten. © Bohmann/Bubu Dujmic

1922, also vier Jahre nach dem Ableben des Künstlers, begann der Villenbau rund um Klimts letzte Wirkungsstätte in besagtem Gartenhaus. 1923 nahm die Villa ihre heutige Gestalt an. Im Laufe der Jahre etablierte sich im Bezirk und unter Kunstinteressierten die umgangssprachliche Bezeichnung "Klimt-Villa". In den 1990ern diente der klingende Name schließlich dazu, den Erhalt des damals heruntergekommenen Gebäudes zu sichern.

Vier rekonstruierte Räume

Seit 2009 steht die Klimt-Villa unter Denkmalschutz. Drei Jahre später wurde saniert, renoviert und vor allem in den Urzustand der Zeit Klimts versetzt. "Dank historischer Aufnahmen von Moritz Nähr konnten zwei Räume im Atelier von Gustav Klimt, das Empfangszimmer und das Arbeitszimmer, wieder rekonstruiert werden", erzählt Alakus. Gezeigt werden eine permanente Ausstellung und regelmäßige Sonderausstellungen, Vernissagen und Sammelausstellungen im Salon der Villa. Die aktuelle Sonderschau "Klimt Lost" zum Themenjahr 2018 etwa geht der Frage nach dem Umgang mit dem Verlust nach, der weit über einzelne Kunstwerke hinausgeht. "Und sie stellt einige Protagonisten von damals wie von heute sowie die verlorenen Klimts aus einem neuen Blickwinkel einem breiten Publikum vor", so Alakus.

Das Modellzimmer in Klimts Atelier. In diesem Raum haben sich zu Klimts Zeiten zahlreiche weibliche Modelle aufgehalten. Heute wird der Raum mit der Sonderausstellung "Klimt Lost" bespielt. © Bohmann/Bubu Dujmic

100 Jahre nach seinem Ableben sind Bedeutung und Strahlkraft von Klimt als einem der Hauptvertreter der Wiener Moderne ungebrochen. Er war unter anderem Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler Wien, besser bekannt als Künstlerhaus, sowie ein bedeutender Vertreter der Wiener Secession. "Trotz seiner großen Bedeutung innerhalb der Kunst hatte Klimt keine Schüler. Er beeinflusste jedoch das Schaffen künftiger Maler, wie beispielsweise jenes von Oskar Kokoschka und Egon Schiele", weiß Baris Alakus.

52 Ölgemälde in sieben Jahren

Im Atelier in der Feldmühlgasse entstanden in Klimts letzten sieben Lebensjahren insgesamt 52 Ölgemälde. Darunter Werke wie "Adam und Eva", "Leda", "Obstgarten mit Rosen", "Die Braut" (unvollendet), "Dame mit Fächer" und unzählige Zeichnungen. Reproduktionen vieler dieser Werke sind in der Klimt-Villa zu sehen genauso wie seine Palette nebst Ölfarben und seine Staffelei. Geöffnet ist das Haus von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Jeden Samstag und Sonntag gibt es um 14 Uhr öffentliche Führungen.

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