15.MAI 2019 
Fortschritt
© Bohmann Verlag

Lebensader unserer Stadt

Die Wiener Stadtwerke haben als Infrastrukturdienstleister einen klaren Auftrag: allen WienerInnen einen gleichberechtigten Zugang zu Energie und Mobilität zu fairen Preisen zu gewährleisten.

Strom auf Knopfdruck, die Straßenbahn vor der Haustür, regelmäßige und zuverlässige Müllentsorgung: In Wien funktionieren öffentliche Dienstleistungen wie am Schnürchen. Das erleichtert nicht nur den Alltag der Wienerinnen und Wiener, sondern macht die Stadt auch zum Vorbild für andere Metropolen. Das bestätigen internationale Studien und Rankings. So wurde Wien heuer zum zehnten Mal in Folge als lebenswerteste Stadt weltweit gekürt.

Rund um die Uhr im Einsatz

Einen wichtigen Anteil an diesem Erfolg haben die Wiener Stadtwerke. Trägt eine reibungslose Infrastruktur doch viel zur hohen Lebensqualität bei. Tagtäglich sind 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz, um die Lebensadern der Stadt intakt zu halten. Der Konzern gehört mittlerweile zu den 25 größten Unternehmen in Österreich und vereint die Bereiche Energie, Mobilität, Garagierung sowie Bestattung und Friedhöfe unter einem Dach. Gemeinsam wird ein jährlicher Umsatz von 3,5 Milliarden Euro gemacht.

Keine Privatisierung

Im Vordergrund steht nicht die Gewinnmaximierung, sondern das Gemeinwohl. "Unser Anspruch ist die bestmögliche Leistung zu fairen Preisen", sagt Ulli Sima, die für die Stadtwerke zuständige Stadträtin. "Es ist daher wichtig, dass Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand bleibt. Einer Privatisierung erteilen wir eine Absage."

Besser Stadt als privat

Internationale Studien und Vergleiche unterstützen diese Haltung. Viele Städte, die in den 1990er-Jahren ihre kommunalen Dienstleistungen - etwa Gemeindewohnungen, Energieversorgung, Müllabfuhr oder Wasser - an private Firmen übergeben haben, haben damit schlechte Erfahrungen gemacht. Vielfach werden diese Leistungen wieder in die Verwaltung der Städte zurückgeholt. Mehr als 700 Rekommunalisierungen zählt etwa die Untersuchung "Rekommunalisierung in Europa - Fakten, Motive, Beispiele".

Ausbau der Struktur

Damit die Stadt auch in den kommenden Jahren lebenswert bleibt, investieren die Stadtwerke allein bis zum Jahr 2022 vier Milliarden Euro. Finanziert wird damit der Ausbau der städtischen Infrastruktur: von der Erweiterung des U-Bahn-Netzes bis hin zur Instandhaltung der Energienetze. Das sichert auch Jobs. In Wien gehen schon jetzt fünf Prozent des Arbeitsmarktes auf die Stadtwerke zurück.

Intelligent in die Zukunft

Auch die zunehmende Digitalisierung birgt große Herausforderungen. Um zukunftsfit zu bleiben, werden derzeit Lösungen für eine nachhaltige und intelligente Energieversorgung und Mobilität erforscht.

Fit für die Zukunft

Die Wiener Stadtwerke gehören zu den 25 größten Konzernen Österreichs und leisten einen wichtigen Beitrag zur guten Lebensqualität in Wien. Dafür sind hohe Investitionen notwendig. Der Bogen reicht von der Erweiterung des U-Bahn-Netzes bis zur Erschließung der Energienetze neuer Stadtteile. Fit für das 21. Jahrhundert zu sein, bedeutet für die Wiener Stadtwerke aber auch, die Vorreiterrolle für eine Smart City einzunehmen. Dazu gehört, die optimale Verknüpfung verschiedener Mobilitätsformen per App genauso wie die Etablierung intelligenter Stromzähler in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partner aus den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation. Gesucht werden Antworten für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Stadt, die die hohe Lebensqualität auch weiterhin sicherstellt.