Bürgermeister Michael Ludwig (li.) und Stadtrat Jürgen Czernohorszky mit zwei Lehrlingen. © PID/Christian Jobst

 

Jobchancen für alle sichern

Egal ob Jugendliche, Menschen mitten im Berufsleben oder ältere ArbeitnehmerInnen: Der Stadt Wien ist wichtig, dass die WienerInnen ein Leben lang gute Chancen am Arbeitsmarkt haben. Dafür sorgen Programme und Maßnahmen für neue Jobchancen.

Für junge Menschen sind die ersten Schritte in den Arbeitsmarkt von besonderer Bedeutung. Über 50-Jährige finden nach einem Jobverlust oft sehr schwer eine neue Stelle. Auch wer keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, hat es damit nicht leicht. Die vielen verschiedenen Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und -nehmer werden bei Maßnahmen für sie berücksichtigt, um sie tatkräftig bei einem erfolgreichen Berufsleben zu unterstützen. Gerade dann, wenn es schwierig wird.

Jobs für ältere Menschen

Mit der Joboffensive 50plus stellt die Stadt Wien seit 2019 gemeinsam mit dem AMS Wien ein eigenes Angebot für über 50-jährige arbeitslose Wienerinnen und Wiener bereit, die schon länger erfolglos Arbeit suchen. Es sind derzeit insgesamt 1.000 geförderte Jobs in der Stadt, ihren Einrichtungen und Unternehmungen, in nicht gewinnorientierten Organisationen, die mit der Stadt zusammenarbeiten, und in privaten Firmen. Bisher haben über die Initiative fast 600 über 50-jährige Arbeitsuchende eine neue Stelle bekommen. "Damit geben wir älteren, arbeitslosen Wienerinnen und Wienern die Wertschätzung, die sie nach einem langen Arbeitsleben verdient haben, und verhindern gleichzeitig Altersarmut", betont Bürgermeister Michael Ludwig.

Jobs plus Ausbildung für Arbeitslose

Auch das Modell "Jobs PLUS Ausbildung" von Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) und AMS Wien greift Arbeitslosen unter die Arme: Sie werden in Zusammenarbeit mit Firmen zu Fachkräften, vor allem im Pflege- und Sozialbereich, ausgebildet. Wenn Menschen aufgrund von Unternehmensinsolvenzen oder größeren Personalabbaumaßnahmen ihren Job verlieren, steht der waff mit den Arbeitsstiftungen bereit, um einen beruflichen Neustart zu ermöglichen. Aufgrund von Corona wurde die Insolvenzstiftung um drei Millionen Euro aufgestockt.

Erfolgreiche Ausbildungsgarantie

Um jungen Wienerinnen und Wienern einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen, gibt es die Wiener Ausbildungsgarantie, für die alle wichtigen Institutionen in Wien zusammenarbeiten. Das Angebot beinhaltet etwa das Jugendcoaching an Wiener Schulen für einen guten Übergang von der Schule in den Beruf und Unterstützung der betrieblichen Lehre. Genauso wie überbetriebliche Lehrstellen für alle, die auf Anhieb keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb finden, und Produktionsschulen.

 

Herausforderung Corona-Krise

Arbeitsmarkt und Wirtschaft standen Anfang des Jahres dank der Wiener Standort- und Wirtschaftspolitik gut da. Mit 864.117 Jobs verzeichnete Wien 2019 einen neuen Beschäftigungsrekord. Die Corona-Krise hat die Stadt aber vor neue Herausforderungen gestellt – auf die sie umgehend mit Wirtschafts- und Arbeitsmarktpaketen reagiert hat.

Corona-Paket für junge Menschen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen junge Menschen besonders hart. Deswegen hat die Stadt ein 17 Millionen Euro schweres Corona-Ausbildungspaket geschnürt, das der waff umsetzt. So werden zehn Millionen Euro in die überbetriebliche Lehrausbildung für mehr Ausbildungsplätze und neue Lerninfrastruktur investiert. Von weiteren sieben Millionen Euro profitieren junge, arbeitslose Wienerinnen und Wiener, sie bekommen Unterstützung beim Nachholen von Lehrabschlüssen und anderen Ausbildungen sowie Qualifizierung für Zukunftsberufe. "Wir bieten Jugendlichen damit eine echte Perspektive", betont Michael Ludwig. "Alle sollen eine qualitätsvolle Ausbildung als Grundlage für einen guten Arbeitsplatz bekommen." Die Stadt selbst verdoppelt ihre Lehrstellen von 150 auf 300.

Weiterbildung für bessere Jobchancen

Eine gute Qualifizierung ist das Um und Auf für gute Jobchancen. Die Wiener Wirtschaft wiederum braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Allein heuer fließen daher über den waff rund 77 Millionen Euro in die Qualifizierung der Wiener Arbeitnehmerinnen und -nehmer. Der waff ist gerade auch jetzt für alle da, die sich Sorgen um ihren Job machen. Er unterstützt mit kostenloser Beratung und mit bis zu 5.000 Euro für berufliche Weiterbildung. Und auch für Frauen und Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger gibt es spezielle Maßnahmen. Mit den vielfältigen Angeboten für berufstätige Menschen stellt die Stadt sicher, dass auch in Zukunft alle Wienerinnen und Wiener die Chance haben, sich beruflich weiterzuentwickeln.