Auch im Haus Leopoldau starteten die COVID-19-Impfungen bereits Ende Dezember. © PID/David Bohmann

 

Jetzt wird geimpft

Die COVID-19-Impfungen sind voll angelaufen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird bereits geimpft. Registrierungen für alle Interessierten über 80 Jahre sind ab 18. Jänner möglich.

Am 27. Dezember startete die größte Impfaktion der Geschichte Wiens. Eine 84-jährige Wienerin hat an der MedUni Wien von Ursula Wiedermann-Schmidt die erste COVID-19-Impfung Österreichs erhalten. Seither wurden bereits einige tausend weitere WienerInnen in Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft. Mit der ausreichenden Verteilung des Impfstoffs ist die Impfaktion jetzt voll angelaufen.

Hochrisikogruppen starten

Vorrangiges Ziel: Die Virenlast in Hochrisikogruppen soll möglichst rasch verringert werden. Zu den Gruppen, die in der ersten Phase der Impfstrategie ihre Immunisierung gegen COVID-19 erhalten sollen, gehören auch ÄrztInnen im niedergelassenen Bereich, deren OrdinationsmitarbeiterInnen, Beschäftigte in der mobilen Pflege, BerufssanitäterInnen in den Rettungsdiensten und auch Hebammen. Die MitarbeiterInnen der Wiener Krankenanstalten werden bereits seit Ende Dezember in internen Impfstraßen geimpft. Rund 12.000 MitarbeiterInnen sind dieser Tage mit den ersten Teilimpfungen durchgeimpft.

Alten- und Pflegeeinrichtungen

Auch in den 122 Wiener Alten- und Pflegewohnhäusern wird kontinuierlich geimpft. Der größte Teil der Häuser wurde bereits kontaktiert. Die impfwilligen BewohnerInnen und MitarbeiterInnen erhalten die Impfung durch mobile Impfteams. Diese arbeiten eng mit niedergelassenen HausärztInnen zusammen.

Impfstraßen ab Februar

Ab Februar werden auch Frauen und Männer über 80 Jahre, die nicht in einer Betreuungseinrichtung leben, geimpft. Dafür werden schrittweise sieben Impfstraßen der Stadt Wien – analog zur Grippeimpfung im Herbst – eingerichtet. "Mit der Grippeimpfung hat die Stadt bereits bewiesen, wie möglichst viele Impfwillige erreicht werden können", erläutert Bürgermeister Michael Ludwig. "Durch das niederschwellige Angebot in den Impfstraßen konnte die Impfquote von acht auf fast 25 Prozent erhöht werden." Eine Vormerkung für diese Impfstraßen ist per 18. Jänner möglich. Die konkrete Anmeldung ist ab 1. Februar freigeschaltet.

 

Pflegebedürftige daheim

Der aktuell verfügbare Impfstoff von BioNtech/Pfizer muss bei minus 70 Grad gekühlt werden. Ein Transport ist daher nicht möglich. Ab Mitte Februar könnte der leichter zu lagernde und zu transportierende Impfstoff von Moderna in größeren Mengen vorhanden sein. "Ab dann können damit auch Wiener Pflegebedürftige in Heimpflege gegen das Coronavirus geimpft werden", kündigt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker an. Weitere Lieferungen des Impfstoffs von Moderna in Höhe von 200.000 Impfdosen wurden für das erste Quartal 2021 österreichweit angekündigt.

Ein Fünftel des Impfstoffes wird in Wien verimpft

Wien stehen rund 22 Prozent des österreichischen Impfstoff-Kontingents zur Verfügung. Das entspricht nach derzeitigem Planungsstand rund 18.400 Dosen pro Woche. Das bedeutet, dass bis Ende März pro Woche rund 9.200 Menschen in Wien gegen COVID-19 geimpft werden können. Mit den vom Bund bisher angekündigten Impfstofflieferungen von BioNtech/Pfizer können bis Anfang April elf Prozent der Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren geimpft werden. Werden wie erwartet weitere Impfstoffe zugelassen und geliefert, kann die Planung angepasst und erweitert werden.

ALLE INFOS ZUR IMPFUNG

Welche Impfstoffe werden verwendet
Derzeit gibt es den Impfstoff von Pfizer/BionNTech. Der Impfstoff von Moderna soll im Februar kommen.

Besteht Impfpflicht?

Die COVID-19-Impfung ist für alle Personen freiwillig.

Wo wird die Impfung eingetragen?
Die Dokumentation erfolgt über den E-Impfpass, der im Rahmen der Grippeimpfung Saison 2020/21 in Wien als Pilotbundesland bereits eingeführt wurde.

Wie lange hält die Wirkung der Impfung?
Bei den meisten Geimpften sind 90 Tage nach der Impfung noch ausreichend Antikörper nachweisbar.

Ist die Impfung sicher?
Bisher wurden keine schweren, geschweige denn lebensbedrohlichen unerwünschten Nebenwirkungen beobachtet.

Gibt es Nebenwirkungen?
Schwere Nebenwirkungen sind nicht aufgetreten. Typische Impfreaktionen waren schmerzhafte Rötungen an der Einstichstelle, Krankheitsgefühl wie bei einer Verkühlung, Muskel- oder Gelenkschmerzen und Kopfweh. Die Impfreaktionen kommen bei der zweiten Impfung häufiger vor und klingen nach wenigen Tagen ab.

Anmeldung zur Impfung:

Die Vormerkung für die Corona-Impfung ist ab 18. Jänner, 10 Uhr, möglich. Registrieren kann man sich online und telefonisch. InteressentInnen werden elektronisch oder telefonisch verständigt, sobald sie ihren persönlichen Impftermin auswählen können.