Um sein Immunsystem zu stärken und fit durch die kältere Jahreszeit zu kommen, ist Bewegung immer gut. Der Spätsommer eignet sich da hervorragend für eine Runde Joggen in der Natur. © iStockphoto

 

Hatschi! Nein, danke!

Hier ein Keuchen, dort ein Husten und die Nase läuft und läuft. Der Sommer ist gerade erst vorbei, schon werden viele von Schnupfen und Co geplagt. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich jedoch die Infektanfälligkeit reduzieren und das Immunsystem stärken.

Die Zahlen steigen wieder rapide - denn die Übergangszeit bringt nicht nur farbenfrohe Blätter, Kastanien, Wein und Obst, sondern leider häufig auch Schnupfen, Halsweh oder Husten. Denn gerade, wenn es tagsüber noch angenehme Temperaturen hat, es nachts jedoch schon bitterkalt ist, ist die nächste Erkältung nicht mehr weit. Der Grund dafür ist, dass bei niedrigen Temperaturen die körpereigenen Zellen schlechter arbeiten, weshalb das Immunsystem nicht optimal funktioniert und Erreger leichter in den Organismus eindringen können. In Zeiten von Corona sollte man sein Immunsystem jedoch besonders gut stärken und auf seine Gesundheit und die von seinen Mitmenschen achten. Denn die aktuellen Zahlen der Erkrankten zeigen vor allem eines, das Virus ist noch unter uns. Einige vorbeugende Maßnahmen können jedoch helfen, um fit und vital durch die kältere Jahreszeit zu kommen. CLUB WIEN hat sich schlaugemacht und bei der Wiener Gesundheitsförderung nachgefragt, worauf man im Herbst besonders achten soll. Tipps und Tricks verraten wir Ihnen hier:

1. Ernährung fürs Immunsystem

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hat nicht nur Einfluss auf unser gesamtes Wohlbefinden, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit unseres Körpers. Zudem hilft sie unserem Immunsystem, sich gegen Krankheitserreger erfolgreich zu wehren. Deshalb ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung unserer Abwehrkräfte, regelmäßig Obst und Gemüse zu essen - am besten fünf Mal am Tag in Bio-Qualität aus der Region.

Umso besser, dass der Herbst ein wahrlich üppiges Angebot an reifem Obst und Gemüse hat. Welches Obst oder Gemüse gerade Saison hat, können Sie im Saisonkalender von DIE UMWELTBERATUNG nachlesen. www.umweltberatung.at/saisonkalender-obst-und-gemuese

Derzeit bietet die Natur darüber hinaus auch ein ganz besonderes Superfood an: Die Dirndln sind gerade reif und können direkt vom Baum genascht werden. Auch Sanddorn oder Hagebutten haben gerade Saison und können bei einem Spaziergang gesammelt und gleich gegessen werden. Die Früchte sind reich an Vitamin C, entzündungshemmend und stärken unser Immunsystem ­- wahre Superfrüchte!  

 

2. Her mit den Vitaminen und Mineralstoffen

Gerade im Herbst sollten Sie darauf achten, sich vitamin- und mineralstoffreich zu ernähren. Denn wenn die Tage kürzer werden und nasskaltes Schmuddelwetter herrscht, hat unser Körper viel zu tun. Ist unser Immunsystem dann schon geschwächt oder unzureichend mit Nährstoffen versorgt, haben es die Erreger ziemlich leicht. Deshalb heißt es jetzt im Spätsommer, den Körper vor dem Kälteeinbruch ordentlich zu stärken.

Die Versorgung mit Zink spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle, denn als Bestandteil zahlreicher Enzyme ist das Spurenelement auf verschiedenen Ebenen an der Immunabwehr beteiligt. Aber nicht nur Zink, auch Vitamin C hilft dem Körper, sich vor Erregern zu schützen und fit zu bleiben.

3. Hände waschen nicht vergessen!

Eine der wohl einfachsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Schnupfen und Co ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Denn Viren werden häufig beim Händeschütteln oder beim Kontakt mit Türgriffen, Einkaufswagen oder Geldscheinen übertragen. Daher gilt: Vermeiden Sie, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen und waschen Sie sich mehrmals täglich mit warmem Wasser und Seife die Hände. So gibt man Erregern erst gar keine Chance.

Versuchen Sie auch, Menschenmengen zu vermeiden. Viren werden per Tröpfcheninfektion durch Husten oder Niesen verteilt. Dagegen kann man sich kaum schützen, vermeiden Sie aber nach Möglichkeit engeren Körperkontakt wie Händeschütteln oder Umarmungen und große Menschenansammlungen.

4. Bewegen, bewegen, bewegen

Der Spätsommer ist ideal für sportliche Outdoor-Aktivitäten. Endlich kann man auch nachmittags ohne Hitzeschlag rausgehen. Super, um wieder etwas fitter zu werden und dabei das schöne Wetter zu genießen. Zudem ist es abends auch noch länger hell. Perfekte Voraussetzungen, um sich in der Natur zu bewegen. Wie wäre es mit einer Runde am Rad entlang der Donau, Joggen am Donaukanal oder ganz klassisch mit einem Spaziergang durch die Innenstadt. Das ist nicht nur schön, sondern bringt unseren Kreislauf in Schwung und hält unsere Schleimhäute feucht. Es reicht schon völlig, wenn man sich zwei bis drei Mal die Woche für 30 Minuten bewegt. Sobald es aber etwas frischer wird, achten Sie auf geeignete Kleidung. Sonst wird aus dem Vergnügen schnell eine Verkühlung. Bei Anzeichen einer Erkältung sollten Sie keinen anstrengenden Sport mehr betreiben.

5. Prost!

Herbstzeit ist bekanntlich Weinzeit. Um Ihr Immunsystem zu stärken, greifen Sie aber lieber zu Wasser oder Tee. Denn um die Bronchien feucht zu halten und um Bakterien und Viren aus dem Mund-Rachen-Bereich wegzuspülen, sollte man viel trinken. Zwischen eineinhalb und zwei Liter sollten es täglich sein. Greifen Sie am besten zu Mineralwasser und Tee. Einen ähnlichen Effekt haben übrigens auch heiße Suppen und scharfes Essen, auch sie bringen die Nase mit positivem Effekt zum Laufen.

6. Dornröschenschlaf statt Dauerstress

Ein ausgewogener und gesunder Schlaf trägt maßgeblich zu unserer Gesundheit bei. Denn während wir schlafen, werden im Körper große Mengen an immunaktiven Stoffen ausgeschüttet, die unser Abwehrsystem stärken. Wer aber dauerhaft zu wenig schläft, ist körperlich geschwächt und anfälliger für Infektionen.

Daher gilt, Stress möglichst zu vermeiden. Legen Sie zwischendurch mal eine Pause ein. Meditieren Sie, gehen Sie eine Runde spazieren oder legen Sie sich, wenn möglich, für einen Powernap kurz hin. Auch ein warmes Bad kann wohltuend sein. Es lindert nicht nur Stress, sondern beugt auch Erkältungen vor. Denn nur ein ausgeruhter Körper kann neue Antikörper produzieren.