Alltag? Welcher Alltag? Die Therme Wien ist der perfekte Ort um den Stress hinter sich zu lassen. © Therme Wien

 

Entspannt in den Wiener Herbst

Langsam verabschiedet sich der Sommer, es wird abends kühler und der Herbst macht sich breit. Die perfekte Zeit also, um sich etwas Entspannung zu gönnen und die Batterien für den Winter aufzutanken. Also ab in die Therme Wien!

Der Herbst steht für Erholung. Auch wenn im Sommer viele frei haben ist er doch eine stressige Jahreszeit. Urlaubsreisen, Ausflüge, Termine bei Verwandten, Badesaison: Es gibt eigentlich laufend etwas zu tun. Ganz abgesehen davon, dass die Gluthitze heuer durchaus eine Herausforderung war. Da kommen die kühleren und erholsameren Herbsttage gerade recht. Fehlt nur noch die perfekte Location zum Relaxen und da gibt es eine ganz besonders gute Wahl: die Therme Wien.

Ab in die Therme Wien

Eintauchen, entspannen, genießen: Die Therme Wien ist eine der größten Wellnessoasen der Welt. Sie wurde 2010 als "Jahrhundertprojekt für Lebensqualität in der Großstadt" eröffnet. Schon der Eintritt in die großzügig angelegte Wasserlandschaft strahlt eine angenehme Wärme aus, nicht nur wegen der Wassertemperatur. Die Therme Wien bietet 26 Wasserbecken. Um alle Becken zu füllen, werden 5,5 Millionen Liter Wasser aus der traditionsreichen Oberlaaer Thermalquelle benötigt. Mit dieser Wassermenge könnte man rund 24.000 Badewannen füllen.

 

In der angenehmen Atmosphäre der Therme werden die Heilkräfte des Thermalwassers genutzt, um körperliche Beschwerden zu lindern und den Geist zu verwöhnen. Aber Obacht: Nicht jedes Quellwasser ist auch Thermalwasser und nicht jede Wellnessoase ist eine heilbringende Therme. Thermalwasser unterscheidet sich nämlich von herkömmlichem Quellwasser durch seine Inhaltsstoffe. Diese bestehen vorwiegend aus Schwefel, Kohlensäure und Radon. Je nach Herkunft können die Quellen unterschiedlich große Mengen der Inhaltsstoffe beinhalten. In der Therme Wien überwiegt der Schwefelgehalt. Behandlungen mit dem Heilwasser sollten oft wiederholt werden, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Deshalb kann ein Kuraufenthalt in einer Therme bis zu drei Wochen andauern.

Das hier heute Wienerinnen und Wienern Erholung finden basiert eigentlich auf einem Zufall. 1934 stieß man bei der Suche nach Erdgas und Erdöl auf das Thermalwasser. Eine glückliche Fügung. Denn das 53,8 Grad Celsius warme Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Schwefel-Wasser sollte sich als Jackpot entpuppen. 1976 erfolgte der Spatenstich für die Erschließung einer zweiten Thermalquelle. Ihr Wasser kommt aus einer Tiefe von 418,5 Metern. Die Quelle hat eine Ergiebigkeit von 32,3 Litern pro Sekunde. Sie zählt zu den stärksten Schwefelquellen Österreichs. Und auch sie hat einen hohen Schwefelgehalt.

26 Becken und 24 Saunen

Heute ist die Therme aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken und trägt sehr viel zur hohen Wiener Lebensqualität bei. Die zahlreichen Stammgäste schwören jedenfalls auf ihre Therme. Egal ob man den ganzen Tag dort verbringt oder nur ein paar Stunden: Ein Besuch ist Balsam für die Seele. Neben den 26 mit Thermalwasser gefüllten Becken gibt es einen Bereich mit 24 verschiedenen Saunen und Dampfbädern, ein Fitnesscenter, Österreichs erste Thermenbibliothek, einen eigenen Gesundheitsbereich und sogar ein Kino. Im Vergleich zum ehemaligen Kurzentrum Oberlaa haben die Gäste doppelt so viel Wasserfläche und einen drei Mal so großen Saunabereich. Damit ist die Therme Wien die modernste Stadttherme Europas.

Apropos Sauna: Der regelmäßige Gang in die Sauna dient vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten. Zudem kann der Saunabesuch auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden, beispielweise bei chronischen Rückenschmerzen. Bei einem Saunagang wird die Körpertemperatur auf bis zu 39 Grad Celsius erwärmt. Es entsteht ein künstliches Fieber. Dieses hat im Körper dieselben Auswirkungen wie echtes Fieber, wodurch das Abwehrsystem aktiviert wird. Das heißt, der Körper beginnt sich selbst zu reinigen und schwitzt Schadstoffe einfach aus.

Nach dem anschließenden Kaltbad entspannt sich die Muskulatur. Außerdem werden der Stoffwechsel, der Kreislauf, das Immunsystem und die Atmung angeregt. Ein gutes Training für das Herz-Kreislauf-System. Obendrein wird eine wohltuende Wirkung auf das subjektive Wohlbefinden erzeugt. Ein Gang in die Sauna entspannt und macht glücklich. Einen weiteren positiven Effekt hat das Saunieren auf die Haut, denn durch die Hitze verlangsamt sich zum Beispiel die Hautalterung. Zudem kommt es durch die wiederholten Wasseranwendungen zu einer sehr gründlichen Reinigung der Hautoberfläche und der Poren. So sorgt das Saunieren für eine weiche und geschmeidige Haut.

Der Körper übt durch regelmäßige Saunagänge, seine Kerntemperatur zu halten, egal ob draußen Winter oder Hochsommer herrschen. Das bedeutet, wer oft in die Sauna geht, friert im Winter nicht so schnell und schwitzt selbst bei tropischen Temperaturen nur leicht. Ein Saunagang hat also positive Effekte auf die körperliche, aber auch auf die seelische Gesundheit.