Das Hietzinger Bad ist als Kombibad sommer- und wintertauglich. © Bohmann/Christian Pichler

 

Wiener Bäder: Geschwommen wird immer

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Schwimmsaison endet dank der Wiener Bäder aber nie. Mit bestens geschultem Personal, tollen Becken und diversen Angeboten sind die Hallenbäder auch für ungeübte SchwimmerInnen geeignet.

Kaum gehen die Türen auf, weht den Besucherinnen und Besuchern der unnachahmliche Hallenbadduft um die Nase. Das Hietzinger Bad ist eines der beliebten Kombibäder der Wiener Bäder. Hier gibt es sowohl einen Außen- als auch einen Innenpool. Mittlerweile naht der Spätsommer, die Temperaturen sind aber noch hoch und dementsprechend spielt sich das Meiste noch draußen ab. Doch auch jetzt zieht es einige der Gäste ins Hallenbad.

Bäder sind Grätzl-Hotspots

"Ich mag einfach die Atmosphäre hier drinnen", sagt Seniorin Ruth. "Erstens finde ich das Becken hier sehr angenehm und zweitens ist es nicht so heiß wie draußen." Spätestens im September wird sich dann das ganze Geschehen ins Warme verlagern. Für die Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer der Wiener Bäder kein Problem, sie haben immer alles im Blick. Sicherheit und respektvoller Umgang mit den anderen Gästen stehen hier im Vordergrund. Problem ist das im Hietzinger Bad keines. Viele jener Menschen, die kommen, sind Stammgäste und kennen sich mehr oder weniger gut. "Ich treffe immer ein paar bekannte Gesichter", sagt Ruth, die schon seit über 20 Jahren regelmäßig hier schwimmt.

AnfängerInnen herzlich willkommen

Nicht nur Stammgäste fühlen sich hier wohl, auch Anfängerinnen und Anfänger sind im Hallenbad sehr gut aufgehoben. In den Lehrschwimmbecken haben schon viele Wienerinnen und Wiener ihre ersten Brustzüge getan. Die Schwimmkurse der Wiener Bäder werden von bestens geschulten Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern betreut. Einer davon ist Franz. Er zeigt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Hietzinger Bad, wie man sicher und mit viel Freude im Wasser unterwegs ist.

 

Ein Schwimmtraining hat in der Regel vier Teile. Zuerst geht's ans Trockentraining. Dabei werden sowohl die Bein- als auch die Armbewegungen des Brustschwimmens simuliert. Franz zeigt, wie man die Zehen anzieht und in breiten und kräftigen Bögen durch das Wasser gleitet. So kann sich der Körper schon einmal mit den Bewegungen anfreunden und es fällt leichter, sie im Wasser korrekt auszuführen. Im Wasser kommen dann diverse Schwimmhilfen zum Einsatz. Egal ob Brett aus Schaumstoff oder die Schwimmnudel: Deren Zweck ist, Lernende über Wasser zu halten, während sie sich an das kühle Nass gewöhnen und erste Schwimmzüge machen.

Nach und nach werden die Schwimmhilfen weggenommen und es gibt nur noch leichte Unterstützung seitens der Trainerin oder des Trainers. Die vierte und letzte Phase ist dann das alleinige Schwimmen, die Meisterprüfung ist das Schwimmen im Sportbecken. Natürlich geschehen auch hier die ersten Züge unter den wachsamen Augen der Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer. "Wenn unsere Schülerinnen und Schüler selbstbewusst und sicher schwimmen, dann ist unsere Mission erfüllt und alle sind glücklich", sagt Franz.

Umfangreiche Ausstattung in allen Bädern

Neben den Becken locken auch die zusätzlichen Angebote der Wiener Bäder viele Menschen an. Im Hietzinger Bad etwa gibt es eine Finnische Sauna, eine Außendampfkammer und man kann Massagen vereinbaren. In den klassischen Hallenbädern gibt es in der Regel auch noch umfassendere Wellness-Möglichkeiten. Im Hütteldorfer Bad etwa findet man die ganze Palette des Saunierens, von Biosauna über Dampfbad bis Infrarot. Selbiges gilt für das Amalienbad. Im Floridsdorfer Bad kann man einen Sprungturm und ein Fitnesscenter nutzen, das Jörgerbad hat noch ganz klassisch Brause- und Wannenbad. Alle Bäder haben ihren eigenen Charme, das macht sie auch so besonders.

Wer das Schwimmen liebt, kann dem Herbst also gelassen entgegenblicken. In den Wiener Bädern gilt das Motto: Geschwommen wird immer.

Schwimmunterricht in den Wiener Bädern