Eine Oase mitten in der Stadt. Das ist Gürtelfrische WEST. © Bohmann/Vrska

 

Der coole Pool am Gürtel

Unter dem Titel Gürtelfrische WEST bringen die Bezirke Neubau und Rudolfsheim-Fünfhaus Sommerfrische mitten in die Stadt. Schon bei der Eröffnung zeigte sich: Poolstimmung im urbanen Ambiente lassen sich viele nicht entgehen.

Fata Morgana? Nein, der Gürtelfrische-WEST-Pool ist keine Hitzeillusion. Mitten an einem der meistfrequentierten Verkehrsknoten Wiens steht seit 8. August ein Schwimmbecken für alle. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt werden können. Bei drückender Hitze und strahlendem Sonnenschein findet der Pool schon am Eröffnungstag großen Anklang.

Gürtelfrische WEST läuft bis 30. August. Bei freiem Eintritt ist das Areal täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Gürtelfrische WEST ist ein Projekt der Bezirke 7 und 15 in Kooperation mit KÖR - Kunst im öffentlichen Raum Wien und mit Unterstützung der Mobilitätsagentur Wien.

 

Kinder + Pool = Liebe auf den ersten Blick

Urlaubsgefühle kommen bei allen auf. Es gibt Liegestühle, coole Drinks, die Menschen tragen Sonnenbrillen, Hawaiishirts und kurze Hosen. Vor allem die Kinder sind begeistert. Auf einmal gibt’s direkt vor der Haustür den perfekten Wasserspielplatz. Die Schüchternheit ist gleich verflogen, mit Schwimmringen und Luftmatten wird der Pool gestürmt und schon wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr hallt das Kinderlachen über die Oase mitten in der Verkehrswüste. Damit im Pool jede und jeder auf ihre und seine Kosten kommt, gibt es spezielle Schwimmzeiten für verschiedene Gruppen wie zum Beispiel Kinder und Seniorinnen und Senioren.

Die Erwachsenen, egal ob Mama, Opa oder Studentin, gehen es da schon cooler an. Die Plätze auf der herrlich grünen Liegewiese sind besonders begehrt. Handtücher werden ausgebreitet, Bücher aufgeschlagen: Der Sinn steht ganz klar nach Entspannung. Ziel der Veranstalterinnen und Veranstalter ist auch, hier einen Raum zu schaffen, in dem sich Leute treffen und austauschen können. So soll man mit Bekannten den Sommer genießen und vielleicht neue Freundinnen und Freunde finden. Das erinnert Sie an die Wiener Freibäder? Nicht ganz zufällig. Die Gürtelfrische WEST soll nämlich auch die umliegenden Stadtbäder entlasten, gerade im Corona-Sommer ein wichtiger Nebeneffekt. Alles passiert natürlich mit dem nötigen Mindestabstand, auf den selbstverständlich geachtet wird.

Kunstprojekte im Bus

Ein Blickfang ist ohne Zweifel der umgemodelte Wiener-Linien-Bus, der mitten in der Poollandschaft steht. Das Bus-Labor im „Ich brauche Platz!“-Bus gibt Raum für kreative Entdeckungsreisen. Das Team lädt alle ein, sich selbst mit Ideen zu beteiligen. Die werden dann von der Bus-Mannschaft koordiniert und gemeinsam mit den Menschen durchgeführt. Der Bus kann übrigens auch für eine Nacht zum Hotel werden. Wer sich rechtzeitig anmeldet, kann gratis im Bus übernachten, die jeweiligen Erfahrungen werden in der Sammlung „Bus-Nachtgeschichten“ dokumentiert. Das Ganze ist ein Projekt von Karin Harather (TU Wien), das gemeinsam mit KÖR Wien umgesetzt wird.

Für Animation und Entertainment wird eine Holzbühne sorgen, die Ausganspunkt für das Programm ist. Kinder-Ferienspiel, Yoga, Tanzkurse, Filmvorführungen, Kulturaktionen und Workshops, DJ-Line-ups und Lesungen sind nur ein paar der Aktivitäten, auf die man sich diesen Monat freuen kann. Das komplette Programm finden Sie unter diesem Link. Wer mit dem Rad vorbeischaut, wird sich vielleicht auch für den Radcheck interessieren. Dort kann man den Drahtesel gratis überprüfen lassen. Der Radcheck wird ermöglicht durch die Mobilitätsagentur Wien.

Zeit zum Relaxen

Ein bisserl Erholung haben wir uns aber alle verdient. In diesem Sinne bleibt für uns nur noch eines: Wir holen uns beim Kiosk einen sommerlichen Drink mit Schirmchen und allem Drum und Dran und setzen uns in den kleinen Biergarten. Der Kiosk versorgt mit Getränken, Fruchteis, Snacks, Kaffee und Kuchen sowie Lunchpaketen. Essen kann man übrigens auch mitbringen und vor Ort jausnen. Wir lehnen uns zurück und lauschen dem Kinderlachen, während uns der Duft von Sonnencreme um die Nase weht. Wenn das kein Urlaub mitten in der Stadt ist, wissen wir auch nicht weiter.