Alle Becken der Thermenlandschaft haben zwischen 27 und 36 Grad. © Therme Wien

Die Entdeckung eines Schatzes

Die Therme Wien bietet eine Wellness-Erlebnislandschaft mit riesiger Pool- und Saunalandschaft sowie einem eigenen Gesundheitszentrum. Ihre berühmte Quelle wurde 1934 zufällig gefunden.

Eintauchen, entspannen, genießen: Die Therme Wien ist eine der größten Wellnessoasen der Welt. Sie wurde 2010 als "Jahrhundertprojekt für Lebensqualität in der Großstadt" eröffnet. Schon der Eintritt in die großzügig angelegte Wasserlandschaft strahlt eine angenehme Wärme aus, nicht nur wegen der Wassertemperatur. Die Therme Wien bietet 26 Wasserbecken. Um alle Becken zu füllen, werden 5,5 Millionen Liter Wasser aus der traditionsreichen Oberlaaer Thermalquelle benötigt. Mit dieser Wassermenge könnte man rund 24.000 Badewannen füllen.

Hinauf auf den Sprungturm und hinein ins Vergnügen. © Therme Wien

Außerdem gibt es einen Bereich mit 24 verschiedenen Saunen und Dampfbädern, ein Fitnesscenter, Österreichs erste Thermenbibliothek, einen eigenen Gesundheitsbereich und sogar ein Kino. Im Vergleich zum ehemaligen Kurzentrum Oberlaa haben die Gäste doppelt so viel Wasserfläche und einen drei Mal so großen Saunabereich. Die modernste Stadttherme Europas lässt Träume wahr werden!

Von den Römern bis heute

Schon die Römer schätzten die wohlige Wärme des Thermalwassers. Vor rund 2.000 Jahren importierten sie ihr Badewesen auch in die Legionsstadt Vindobona. Seither gibt es in und um Wien Heilbäder und öffentliche Badestuben. Archäologische Funde im Römermuseum am Hohen Markt bestätigen das. Die Römer nutzten auch die Heilkraft schwefelhaltiger Quellen. Damals im Bereich des heutigen Bezirks Meidling. Die Römer waren Meister des Wasserbaus, ihre Thermen oft prachtvolle Anlagen. Im Spätmittelalter gab es rund 100 Badestuben und Schwitzbäder innerhalb der Stadtmauer. Noch heute erinnern daran die Straßennamen Stubenbastei und Stubenring. Die ältesten Wiener Warmwasserbäder befanden sich in der Kurrentgasse und bei der Dominikanerbastei im ersten Bezirk.

Gelände Kurzentrum Oberlaa
1981 erfolgte die Anerkennung beziehungsweise Erhebung des Kurzentrums Wien-Oberlaa zur "Kurzone" durch Beschluss der Wiener Landesregierung. © Therme Wien

Wiens Thermalwasser wurde erstmals vom Arzt Johann von Crantz zur Zeit Maria Theresias analysiert. Mit seinem Werk "Gesundbrunnen der österreichischen Monarchie" wurde er der Begründer der österreichischen Balneologie, also der Lehre von der therapeutischen Anwendung natürlicher Heilquellen. Der Professor an der Wiener medizinischen Fakultät empfahl das Thermalwasser zum Beispiel für rheumatische Zustände und Hautkrankheiten. Er untersuchte 1777 auch die Laaer Quelle. Sie bot ein "saifenartiges Wasser mit einem phlogistischen, stinkenden Geist, reichen Eisenstof und eine Menge Bitter- und muriatisches Salz".

Blaues Gold statt Erdöl

Nicht weit davon entfernt wurde durch Zufall 1934 eine der heilkräftigsten Schwefelthermen Mitteleuropas entdeckt. Die "European Gas and Electric Company" suchte am Südhang des Laaer Bergs eigentlich nach Erdöl und Erdgas. Sie fand dabei in 346 Metern Tiefe auch eine heiße Schwefelquelle. Enttäuscht über den geringen Ertrag an schwarzem Gold wurde das Bohrloch schnell wieder geschlossen.

Menschen entspannen im warmen Wasser Therme Wien
Im Thermalwasser zu ruhen, hat eine ganz eigene Qualität. © Cathrine Stukhard

Doch das Wissen blieb erhalten. Und 1965 wurde im Auftrag der Stadt Wien nach dieser Quelle gebohrt. Das sollte sich bezahlt machen. Das 53,8 Grad Celsius warme Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Schwefel-Wasser sollte sich als Jackpot entpuppen. Der regelmäßige Kurbetrieb begann 1969 mit einer kleinen provisorischen Quellenstation. Erst 1974 nahm das Kurzentrum Oberlaa den Betrieb auf. Damals gab es den Begriff Wellness noch nicht. Zu dieser Zeit war ein Thermalbadbesuch mit einem Urlaub etwa in Bad Gastein oder Bad Hofgastein verbunden. 1976 erfolgte der Spatenstich für die Erschließung einer zweiten Thermalquelle. Ihr Wasser kommt aus einer Tiefe von 418,5 Metern. Die Quelle hat eine Ergiebigkeit von 32,3 Litern pro Sekunde. Sie zählt zu den stärksten Schwefelquellen Österreichs. Und auch sie hat einen hohen Schwefelgehalt.

Als Motor für die Entwicklung des Kurzentrums Oberlaa diente die "Wiener Internationale Gartenschau 1974". Auf einem ehemaligen Ziegelei-Areal, das in den 1920er-Jahren als Kulisse für Monumentalfilme wie "Sodom und Gomorrha" gedient hatte, sowie einigen Weingärten entstand das perfekte Ambiente. Nach Abschluss der größten Gartenschau der Welt wurde das Areal von der Stadt in eine öffentliche Erholungsanlage umgewandelt. Damit war der Kurpark geboren. Er ist auch das Herzstück der Therme Wien.

Moderner, größer, besser

Bereits zwei Mal erhielt die Therme Wien den Oscar der internationalen Wellnessbranche: den European Health & Spa Award. Der Grundriss der Therme Wien ist einem Bachverlauf nachempfunden. Ihn schmücken Wasserfälle, Leuchtgräser und Wasserfontänen. Hinzu kommen ein Wasserspielpark für die Kleinsten, Sprungtürme sowie die modernste Erlebnisrutsche Österreichs. Schließlich ist die Zielgruppe der Therme Wien: alle von null bis 100 Jahre. Die Therme bietet rund 2.500 Besuchern Platz. Sie ist damit wohl die größte in einer europäischen Stadt. Im vierstöckigen Gebäude nebenan werden Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats ambulant behandelt. Es verfügt über 200 Therapieplätze. Die Wohlfühloase kann ab 2017 mit der U-Bahn-Linie U1 erreicht werden. Von der Innenstadt in rund 20 Minuten.

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