Fußball ist der beliebteste Sport bei Kindern, sagt Harald Lang vom Sportamt. Er arbeitet ehrenamtlich auch als Fußballtrainer für Kinder. © Sven Schirmer

Bewegung muss Freude machen

Sport und Bewegung von Kindesbeinen an fördern die Gesundheit. Doch welche Sportart eignet sich für mein Kind und wo finde ich einen passenden Kurs? Sportwissenschafter Otmar Weiß und Harald Lang vom Sportamt geben Tipps.

Vereinssport motiviert Kinder

Eine Empfehlung, mit welcher Sportart man starten soll, kann nicht gegeben werden. Das ist individuell verschieden. Sobald Kinder laufen können, können sie auch Skifahren lernen, mit vier bis fünf Jahren können sie Boden- und Geräteturnen, ab sechs Jahren sind Ballsportarten möglich. Oft sagen die Kinder selbst, was sie machen möchten. Weiß empfiehlt Eltern, ihre Kinder in einem Verein anzumelden. "Vereinssport kostet nicht viel und eine Gruppe ist die größte Motivation für Kinder. Besonders im Alter von zehn bis zwölf Jahren orientieren sich Kinder mehr an Gleichaltrigen als an ihren Eltern."

"Jeder Mensch hat einen Bewegungstrieb", erklärt Otmar Weiß, stellvertretender Leiter des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Wien, "das gilt insbesondere für Kinder." Bewegung ist nicht nur wichtig für die optimale Entwicklung des Nerven-, Immun- und Herz-Kreislauf-Systems, sondern auch für den Aufbau von Muskeln und Knochen. Sie fördert die Wahrnehmung, die kognitiven Fähigkeiten, Koordination und Psyche sowie die soziale Entwicklung des Kindes. "In Kindergarten und Schule wird zwar Sport gemacht, aber das ist nicht genug. Auch privat sollte man Bewegung fördern", sagt Weiß, "deshalb ist wichtig, dass die Eltern Angebote machen." Kinder sollten verschiedene Sportarten ausprobieren können, meint der Sportexperte, um herauszufinden, was ihnen Spaß macht. "Denn Spaß am Sport ist das Wichtigste. Wenn Freude vorhanden ist, machen sie rasch Leistungsfortschritte. Keinen Sinn hat hingegen, das Kind zu einer Sportart zu zwingen, weil sie etwa die Eltern ausüben."

Fußball ist die Nummer eins

In Wien ist Fußball der beliebteste Sport bei Kindern, erklärt Harald Lang von der MA 51, Sportamt Wien. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Sport ist sehr günstig. Eine Wiese, ein Ball und ein paar Schuhe reichen und schon geht's los. Die Regeln sind einfach, sodass Kinder ab vier Jahren spielen können. Die Kinder haben rasch Erfolgserlebnisse, denn das Tor wird schnell einmal getroffen. Lang: "Fußball ist ein Mannschaftssport, deshalb fallen etwaige Schwächen einzelner Kinder nicht so auf. Im Gegensatz zu etwa Tennis oder Badminton, wo das Kind jeden Ball treffen muss." Auch immer mehr Mädchen entdecken ihre Liebe zum runden Leder. Lang: "Der Mädchenanteil liegt bei rund zehn bis 15 Prozent. Zuerst spielen die Kinder gemeinsam. Sobald sie älter werden, sind getrennte Mannschaften aufgrund der körperlichen Voraussetzungen sinnvoll." In den vergangenen Jahren ist die Zahl jener Vereine, die Mädchenmannschaften trainieren, gestiegen. Zusätzlich fördert die Stadt Wien den Mädchensport.

Wie finde ich einen Verein?

In Wien gibt es Hunderte Vereine, die Sportarten für Kinder anbieten. Wer einen Verein in Wohnortnähe sucht, geht am besten auf die Stadtplansuche, gibt seinen Wohnort an und klickt dann den Reiter Sportstätte an. Dann klickt man die angezeigten Piktogramme an und erhält Informationen über den dort stationierten Verein. Lang: "Ich empfehle anzurufen oder eine E-Mail zu schicken. Speziell beim Fußball haben die Vereine oft auch Trainingsmöglichkeiten für jüngere Kinder."Auf den Plätzen zwei und drei der Beliebtheitsskala liegen nach Fußball Sportarten wie Volleyball, Tischtennis, Tennis und Badminton sowie Turnen. Besonders Badminton ist bei Eltern und älteren Kindern beliebt, weil es günstig und einfach ist. Beim Turnen können schon Drei- bis Vierjährige mitmachen. Von den Eltern-Kind-Kursen geht es weiter zu den Turnkursen. Auch hier können passende Angebote über die Sportstättenkurse beziehungsweise über die Dachverbände Sportunion, WAT oder ASKÖ gefunden werden.

Tanzkarriere starten

Vor allem bei Mädchen im Volksschulalter bricht oft das Interesse am Tanzsport auf. Auch hier gibt es in Wien verschiedenste Möglichkeiten. Etwa bieten die Volkshochschulen Wien und die Wiener Musik- und Singschulen verschiedenste Tanzstile von Hip-Hop über Ballett bis hin zu Tänzerischer Akrobatik und Modernem Tanz an. Wer sich bereits in jungen Jahren auf eine etwaige Tanzkarriere vorbereiten möchte, ist im Vorbereitungslehrgang Tanz der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien gut aufgehoben. Hier können sich tanzbegeisterte Mädchen und Buben zwischen zehn und 15 Jahren maximal fünf Jahre lang auf die Zulassungsprüfung für ein Tanzstudium vorbereiten. Das Sportangebot in Wien ist wirklich riesig, betont auch Harald Lang und weist auf das großartige Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereine hin. "Ohne ihren Einsatz wäre so ein Angebot gar nicht möglich."

Leistungssport für Kinder?

Die Frage, ob Leistungssport für Kinder zuträglich oder schädlich ist, lässt sich laut Otmar Weiß nicht beantworten, da dies von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Er meint: "Ein Zuviel an Sport gibt es bei Kindern nicht. Das gilt auch für Leistungssport, solange es den Kindern Spaß macht und sie den Sport von sich aus machen wollen und nicht von übermotivierten Eltern dazu getrieben werden."

Noch mehr Tipps für den Schulstart

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