Für den Besuch einer Wellnessanlage sollte man sich genügend Zeit nehmen. © Therme Wien

Wärmende Entspannung

Im Alltag nimmt man sich viel zu selten Zeit, einfach mal loszulassen und nichts zu tun. Sauna, Dampfbad und Co bieten dafür die ideale Möglichkeit. Ruhe und Reinigung für Körper und Seele. Ein Saunaexperte erklärt die gesundheitlichen Wohlfühleffekte.

Es ist der Wechsel von warm auf kalt, der eine reinigende und wohltuende Wirkung auf den Organismus hat. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, wie man seinen Körper zuerst aufheizen und dann abkühlen kann. Wir haben mit Günter Weisgram vom Österreichischen Sauna Forum gesprochen, welche Wärmebehandlung wie auf uns wirkt.

"Jede Wellnessanlage ist ein Spiel zwischen Temperatur und Feuchte", erklärt Günter Weisgram. Dabei sollte die auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Anwendung gewählt werden. Jede Anlage hat unterschiedliche Effekte auf den Körper. Man unterscheidet zwischen:

Sauna

Die Temperatur beträgt hier zwischen 80 und 105 Grad Celsius. Die Luftfeuchte liegt bei sechs bis 15 Prozent. Besonderheit dieser Wärmebehandlung ist der Aufguss. "Diese Wellnessform ist durch den Warm-kalt-Reiz ideal für ein Herz-Kreislauf-Training. Bei regelmäßigen Gängen in die Sauna wird das Immunsystem gestärkt. Man ist so weniger anfällig für Erkältungen", so der Experte. Ein weiterer positiver Effekt ist die muskuläre Entspannung. Beispielsweise nach dem Sport.

Bio-Sauna

Die Temperatur beträgt hier zwischen 50 und 60 Grad Celsius. Die Luftfeuchte liegt bei 35 bis 55 Prozent. "Richtiger Name wäre eigentlich 'Warmluftkammer mit geregelter Luftfeuchtigkeit'", sagt Günter Weisgram. Andere übliche Bezeichnungen für die Bio-Sauna sind Kräuter- oder Softsauna sowie Saunarium. Bei der Bio-Sauna ist die Temperatur niedriger, die Luftfeuchte jedoch höher als in der klassischen Sauna. So kann die Anwendungszeit bis zu 45 Minuten verlängert werden. In dieser Sauna erfolgt kein Aufguss. "Das gleichmäßige Schwitzen wird von vielen als angenehm empfunden", so der Sauna-Experte. In der Bio-Sauna sind die gesundheitlichen Effekte durch die abgeschwächte Form der Hitzebehandlung nicht so intensiv wie in der normalen Sauna.

Im Dampfbad liegt die Luftfeuchte bei nahezu 100 Prozent. © Cathrine Stukhard/Therme Wien

Dampfbad

Die Temperatur beträgt hier zwischen 40 und 47 Grad Celsius. Die Luftfeuchte liegt bei nahezu 100 Prozent. Das Dampfbad ist gut für die Durchfeuchtung von Haut und Atemwegen. "Es findet jedoch keine Schweißabsonderung statt. Auf der Hautoberfläche bildet sich reines Kondensat. Das Dampfbad wird oft mit ätherischen Ölen versehen und auch als Genussbad bezeichnet", weiß der Experte.

Artverwandt mit dem Dampfbad sind das Caldarium und Hamambad. Bei beiden Formen liegen Temperatur und Luftfeuchte etwa im gleichen Bereich. Das Caldarium ist eine Kombination aus Dampf mit Strahlungswärme. Bänke und Wände sind beheizt. Im Hamambad findet ein Durchlauf von mehreren Anwendungen statt. Beginnend in einem Vorwärmeraum über einen Besuch des Caldariums bis zu einer Seifenlaugen-Massage.

Infrarotkabine

Die Temperatur beträgt hier zwischen 30 und 45 Grad Celsius. Die Luft ist trocken. Bei der Infrarotkabine kann die Erwärmung des Körpers mit unterschiedlichen Methoden erfolgen:

  • Dunkelfeld-, Magnesiumoxyd-, Keramikstrahler
  • Wandflächenheizung

Bei der Infrarotkabine genügt eine Anwendung von 20 bis 30 Minuten mit anschließender lauwarmer Dusche. "Diese Wärmebehandlung wirkt sich vor allem bei muskulären Verspannungen positiv aus", fügt Günter Weisgram hinzu.

Tepidarium und Laconium

Die Temperatur beträgt zwischen 30 und 45 Grad Celsius im Tepidarium und zwischen 45 und 60 Grad Celsius im Laconium. Die Luft ist trocken. Nach einer Anwendungsdauer von maximal 60 Minuten sollte danach wie bei der Infrarotkabine lauwarm geduscht werden.

"Generell ist eine Kombination der Bäder natürlich möglich. Allerdings wäre es gut, mit der kühlsten Variante zu beginnen und danach die Wärme zu steigern. Den Abschluss sollten Sauna oder Dampfbad bilden. Grundsätzlich ist jede Wärmebehandlung für den menschlichen Körper positiv", meint Günter Weisgram.

Wichtig ist: "Bei den Anwendungen nicht auf die Uhr schauen, sondern auf den Impuls des Körpers achten. Wenn man das Gefühl hat, es ist genug, sollte man maximal noch zwei Minuten in der Kabine bleiben und sie danach verlassen. So überfordert man sich und seinen Körper nicht und kann die Entspannung voll auskosten", schließt der Experte.

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