Kürbis gehört im Winter zum Speiseplan und lässt sich vielfältig zubereiten. © iStockphoto

Mit Kürbis, Karotten und Kohl gesund durch den Winter

Regional und saisonal: Mit heimischem Wintergemüse lässt sich auch in der kalten Jahreszeit auf gesunde Ernährung achten. Schließlich gilt es, Bakterien und Viren mit einem intakten Immunsystem ein Schnippchen zu schlagen.

Im Winter ist der Körper besonders empfindlich. Er muss nicht nur der Kälte trotzen, auch Grippeviren, Bakterien und andere Unannehmlichkeiten setzen ihm zu. Eine Möglichkeit, sich zu wappnen, ist, auf die richtige Ernährung zu achten und so das Immunsystem zu stärken. Mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse gelingt das besonders gut. "Im Sommer bei uns erhältliche Gemüsesorten wie Paradeiser, Paprika, Zucchini oder Gurken sind erfrischend und wasserreich. Das ist bei hohen Temperaturen selbstverständlich nützlich, im Winter aber eher hinderlich", erklärt Michaela Knieli, Expertin von "die umweltberatung". Sie ergänzt: "Kürbis und Wurzelgemüse sind dafür stärkereich und nährend sowie in Form von Suppen oder Eintöpfen wärmend im Winter."

Kürbisse sind wertvolle Vitamin-A-Spender, kalorienarm und dennoch sehr nahrhaft. © iStockphoto

Außerdem sind Kürbisse dank ihrer Carotinoide wertvolle Vitamin-A-Spender, kalorienarm und bis in den Frühling daheim gut lagerbar. Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Sellerie oder Rote Rüben wiederum sind allesamt reich an Stärke und Ballaststoffen sowie verdauungsfördernd.

Exklusiv für Mitglieder

Gewinnspiel
Bild zum Gewinnspiel

23. November 2017 - 01. März 2018

Wir verlosen: 2 x je ein Buch "Winter - Die Jahreszeiten Kochschule"

Hinweis: Sie müssen eingeloggt sein, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können!

Zum Login

Kohlsprossen senken Krebsrisiko

Nicht verzichten sollte man in der kalten Jahreszeit auf Kohlgemüse. Dieses ist nicht nur Vitamin-C-Lieferant. Regelmäßig genossen, können etwa Kohlsprossen aufgrund ihrer Senföle das Krebsrisiko senken. Interessantes Detail am Rande: Mit seinen vielen Köpfchen, eben den Sprossen, galt Rosenkohl noch im 16. Jahrhundert als ungenießbar. Erst um 1700 widmeten sich belgische Züchter diesem Gemüse und brachten es über die Jahre in die heutige Form.

Aufgrund ihrer Senföle können Kohlsprossen das Krebsrisiko senken. © iStockphoto

Wer fürchtet, unter Mangelerscheinungen leiden zu müssen, wenn ausschließlich regionale und saisonale Produkte konsumiert werden, irrt Knieli zufolge allerdings. "Mit einem Apfel deckt man zum Beispiel schon 40 Prozent des täglichen Vitamin-C-Bedarfs. Wichtig ist, dass täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst gegessen werden. Der Ernährungsbericht zeigt jedoch, dass wir immer noch deutlich zu wenig Obst und vor allem zu wenig Gemüse essen."

Topinambur nicht nur für DiabetikerInnen ideal

Wenn es um Wintergemüse geht, dürfen auch Erdäpfel und Topinamburen nicht auf dem Speiseplan fehlen. Richtig zubereitet, also mit wenig bis gar keinem Fett, sind Kartoffeln ideal für die schlanke Linie. Immerhin bestehen sie zu 80 Prozent aus Wasser. Darüber hinaus sind sie voller Eiweiß und Kalium, was wiederum gut für Herz und Blutdruck ist.

Topinambur ist eine Alternative zu Erdäpfeln und auch für DiabetikerInnen ideal. © iStockphoto

Als Alternative zur tollen Knolle eignet sich Topinambur. Lange Zeit wurde das Gemüse auch als "kanadischer Erdapfel" bezeichnet. Und nicht nur das: Topinambur wurde in Europa lange vor dem Erdapfel angebaut. Ihr leicht nussiger Geschmack ähnelt Artischocken und Maroni. Verzehrbar ist auch die Schale, sie kann bei empfindlichen Menschen allerdings zu Verdauungsproblemen führen. Aufgrund ihres hohen Inulingehalts ist die Topinambur auch für Diabetikerinnen und Diabetiker empfehlenswert. Dabei begünstigt Inulin nicht nur den Blutzuckerspiegel, es kann zudem im Darm für eine Vermehrung von Bifidobakterien und so für eine gestärkte Immunabwehr sorgen.

Weniger Treibhausgase dank regionaler Produkte

Als Salate stehen regional Chinakohl, Vogerlsalat oder auch in unseren Breiten gedeihende sogenannte Asiasalate im Winter zur Verfügung. Dazu zählen Sorten wie Mizuna, Green in Snow oder Red Giant. Auch Eingelegtes wie Sauerkraut oder das aus Korea stammende Kimchi, also vergorener Chinakohl, eignen sich zum Aufstocken des Vitamin- und Mineralstoffhaushalts.

Mit dem Verzehr von Kartoffeln tut man nicht nur die Gesundheit, sondern auch der Umwelt etwas Gutes. © iStockphoto

Nicht nur für den Körper sind Obst- und Gemüsesorten, die der Jahreszeit entsprechen und aus der Gegend stammen, ein Segen. Auch die Umwelt weiß den Konsum solcher Produkte zu danken. Expertin Knieli erklärt: "Die Verwendung von Obst und Gemüse außerhalb der Saison führt zu unnötigem Transportaufkommen. Auch die Produktion im Inland außerhalb der Saison ist keine ökologische Alternative, denn die energieintensive Produktion im beheizten Glashaus hat erhöhte CO2-Werte zur Folge." Konsumentinnen und Konsumenten können aber auch bei anderen Produkten zur Schonung der Umwelt beitragen. Wenn sie regionalen Käse kaufen, sparen sie zwei Prozent, beim Kauf regional erzeugten Brotes sogar 16 Prozent an Treibhausgasen ein.

Avocado als Klimaschädling

Auf gewisse Produkte sollte ohnehin verzichtet werden – auch wenn es schwer fällt. Der Import von Avocados, Bananen und anderen mehr oder weniger exotischen Obst- und Gemüsesorten wirkt sich in mehrerlei Hinsicht schädlich aus: "Wir nehmen damit schlechte Arbeitsbedingungen, hohen Pestizideinsatz, Regenwaldabholzung, Flugtransporte und damit eine extrem klimaschädliche Wirkung in Kauf", weiß Michaela Knieli. Auch die Gesundheit kann darunter leiden, weil die Früchte oft unreif geerntet und die Schalen mit Pestiziden behandelt werden.

Der Import von Avocados wirkt sich gleich in mehrfacher Hinsicht negativ aus. © iStockphoto

Dem kann man mit dem Kauf von Produkten aus nachhaltiger Landwirtschaft entgegenwirken. Besonders gesund und schmackhaft sind im Winter übrigens heiße Suppen. Egal, ob aus Kürbis, Erdäpfeln oder Roten Rüben: Hauptsache aus der Region und der Jahreszeit entsprechend. Dann sind Körper und Umwelt zufrieden.

Vorteilspartner CLUB WIEN

Mac Diver Tauchschule

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 10 Prozent Ermäßigung bei der Tauchschule Mac Diver in der Therme Wien.

Erfahren Sie mehr 29622

Wiener Metropol

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten Ermäßigungen bei diversen Produktionen im Wiener Metropol!

Erfahren Sie mehr 29654

Komödie am Kai

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten in der Komödie am Kai 10 Prozent Ermäßigung auf den Kartenpreis!

Erfahren Sie mehr 31191

Chocofalla – der Workshop für Genießer

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung von 9 Euro!

Alle Vorteilspartner