Mit ein paar einfachen Regeln schlafen Sie jede Nacht wie auf Wolke 7 und gehen voller Energie durch den Tag. © Getty Images

 

Schlafen ist lebensnotwendig!

Guter Schlaf ist eine elementare Voraussetzung für die Regeneration des Körpers und schlichtweg lebensnotwendig. Dennoch nehmen Schlafstörungen immer weiter zu. Um diesen entgegenzuwirken, sollte die Schlafgewohnheit auf den Prüfstand gestellt werden.

Während wir schlafen, erholen sich unser Körper und unser Gehirn vom Tag. Erlebtes wird verarbeitet, Gelerntes wird abgespeichert und neue Energie wird für den kommenden Tag gesammelt. Ein gesunder Schlaf trägt maßgeblich zu unserem Wohlbefinden bei. Er bildet die Basis für eine optimale Leistung am Tag und eine gute Lebensqualität insgesamt. Im Allgemeinen benötigen die meisten Erwachsenen sieben bis neun Stunden Schlaf. Einige Menschen sind bereits nach einer sechsstündigen Nacht fit und ausgeruht. Andere müssen hingegen mindestens zehn Stunden schlafen.

Ein gesunder Schlaf ist ein wahres Wundermittel für Körper und Geist und hilft uns, den täglichen Anforderungen gewachsen zu sein. Doch in einer von Leistung dominierten Gesellschaft lauern Hektik und Leistungsdruck an jeder Ecke und lassen uns manchmal keine Zeit zum Entspannen. Deshalb sollten wir uns ausreichend Schlaf gönnen, um Energie zu tanken und unser Gleichgewicht zu erhalten. Doch was tun, wenn der ersehnte Schlaf einfach nicht kommen will? Schlafstörungen werden etwa durch Stress oder ungünstige Schlafbedingungen verursacht. Häufig können diese schnell und einfach, wie der Kauf einer neuen Matratze, behoben werden, doch oft liegt das Schlafproblem tiefer. Permanenter Schlafmangel kann krank machen und schwerwiegende Folgen haben. Was kann man für einen gesunden Schlaf tun? CLUB WIEN hat mit Oberarzt Gerhard Trummer, Stammarzt der 2. Medizinischen Abteilung mit Pneumologie, über einen gesunden Schlaf gesprochen.

 

Regeln für einen gesunden Schlaf

Bestimmte Verhaltensweisen und Gewohnheiten können sich mehr oder weniger günstig auf unser Schlafvermögen auswirken. Schlafumgebung, Schlafatmosphäre, wie Lärm oder Temperatur, Lebensstil, bestimmte Gewohnheiten, Stress, aber auch unsere gesundheitliche Verfassung und Medikamenteneinnahme beeinflussen die Qualität des Schlafs. Laut Gerhard Trummer kann man seinen Schlaf mit ein paar einfachen Regeln positiv beeinflussen. Welche Regeln das sind und wie Sie zu einem guten Schlaf kommen, verraten wir Ihnen hier:

  • Nach dem Mittagessen keine koffeinhaltigen Getränke wie Schwarztee, Kaffee oder Coca-Cola mehr trinken.
  • Vermeiden Sie weitgehend den Konsum von Alkohol und verwenden Sie diesen keinesfalls als Schlafmittel.
  • Verzichten Sie auf Appetitzügler, diese können auch Koffein enthalten sowie anregende Inhaltsstoffe.
  • Essen Sie am Abend nur leichte Kost, da der Magen sonst zur späten Stunde mit schwerer Arbeit beschäftigt ist und das Einschlafen so schwerer fällt.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Sport powert den Körper aus und sorgt für einen gesunden, tiefen Schlaf.
  • Verringern Sie vor dem Zubettgehen geistige und körperliche Anstrengungen. Der Körper soll zur Ruhe kommen. Wenn noch bis in die späten Stunden gearbeitet wird, kann der Geist nur schwer abschalten.
  • Vermeiden Sie bei Schlafstörungen künstliches Licht von Fernseher, Laptop, Smartphone und Co am Abend.
  • Schaffen Sie in Ihrem Schlafzimmer eine angenehme Atmosphäre: Laute Geräusche und Lärm können den Schlaf beträchtlich stören. Im Idealfall ist der Schlafraum ein ruhiger. Fernseher oder Computer sollte aus dem Schlafzimmer entfernt werden.
  • Schlafen Sie nicht tagsüber: Im Idealfall findet Schlaf in der Nacht statt. Langer Schlaf untertags kann den Nachtschlaf beeinträchtigen. Doch auch dabei gilt: Bei manchen wirkt sich der Mittagsschlaf positiv auf die Leistung aus, bei anderen bringt er ihn um den Nachtschlaf.
  • Erledigen Sie unbedingt wichtige Dinge, bevor Sie schlafen gehen. Sonst plagt Sie das die ganze Nacht und der erwünschte Schlaf bleibt aus.

Führen Sie ein persönliches Einschlafritual ein:

  • Lüften Sie vor dem Zubettgehen einmal kräftig durch. Der höhere Sauerstoffgehalt in der Luft sowie die reduzierte Raumtemperatur helfen Ihnen beim Ein- und Durchschlafen.
  • Yoga und Stretching sind gut für Körper, Geist, Seele und Ihren Schlaf. Denn je nach Übung kann Yoga anregend oder auch einschläfernd wirken.
  • Lesen Sie ein gutes Buch vor dem Zubettgehen.
  • Regelmäßige Schlafenszeiten: Wie man ins Bett geht, hängt von der Gestaltung des Abends ab. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist eher förderlich, fixe Zubettgeh- und Aufstehzeiten sowie Schlafrituale helfen, den persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu unterstützen.
  • Tee, Milch & Kräuter: Eine Tasse warmer Tee oder warme Milch (mit Honig) kann zum Schlaf beitragen. Auch bestimmte Kräuter wie Lavendel, Baldrian oder Melisse können für Entspannung sorgen und schlafförderlich sein.
  • Einschlaftipp vom Experten Trummer: "Wenn Sie nach zehn Minuten im Bett noch immer wach sind, stehen Sie auf und gehen Sie in ein anderes Zimmer. Gehen Sie erst wieder ins Bett, wenn Sie sich müde fühlen. Wenn Sie dann noch immer nicht einschlafen können, wiederholen Sie die Schritte." Gehen Sie währenddessen einer leichten Tätigkeit nach, setzen Sie sich dabei aber möglichst keinem hellen Licht aus. Vermeiden Sie auch mitternächtliche Snacks, und schauen Sie am besten nicht auf die Uhr. Das löst nur einen innerlichen Stress aus und das Einschlafen rückt in weite Ferne.

Mit ein paar einfachen Tipps und einer eigenen Schlafroutine kann man Schlafprobleme schnell in den Griff bekommen. CLUB WIEN wünscht eine gute Nacht!