Eva Schmelz engagiert sich für die mobilen Beete. Die Mieterin in der Wohnanlage Sandleiten genießt das gemeinschaftliche Garteln sehr. © Bohmann/Ulrich Sperl

Gemeinsam garteln im Gemeindebau

Die mobilen Beete von wohnpartner Wien verwandeln Innenhöfe in Gärten. Dabei geht es nicht nur um Obst und Gemüse, sondern um das Miteinander in der Wohnanlage. Für die Initiative war wohnpartner Wien heuer für den Wiener Umweltpreis nominiert.

Die Wohnhausanlage Sandleiten ist der größte Gemeindebau des Roten Wien. Der verzweigte Gemeindebau ist mit seinen idyllischen Innenhöfen und der abwechslungsreichen Architektur auch einer der schönsten. "Wir haben in der Wohnhausanlage drei mobile Beete im Bauteil zwei aufgestellt und, nachdem die Bewohnerinnen und Bewohner das so gut angenommen haben, noch zwei dazugestellt", sagt Birgit Elsner von wohnpartner Wien. Nach dem Erfolg dieser Beete erweiterte wohnpartner das Angebot.

Mit Begeisterung dabei

Seit 9. April gibt es noch einen zweiten Bereich, einen Gemeinschaftsgarten mit mobilen Beeten auf dem Areal eines ehemaligen Kindergartens. Gemeinsam mit Ula Schneider und dem Verein Soho in Ottakring, der als Trägerverein fungiert, bekam man dafür die Bewilligung.

Christine Klimt, wohnpartner Wien, Ula Schneider, Soho in Ottakring und Birgit Elsner, wohnpartner Wien, konnten die mobilen Beete realisieren. © Bohmann/Ulrich Sperl

Die mobilen Beete sind 120 Zentimeter lange und 80 Zentimeter breite Kisten. Die mit Erde gefüllten Hochbeete stehen auf Europaletten. Im neuen Garten stehen insgesamt 16 mobile Beete, elf davon von wohnpartner. 16 Mieterinnen und Mieter kümmern sich um die Beete und bauen mit großem Einsatz Beeren, Kräuter und Gemüse an. "Die Gruppe hat sich sogar gemeinsam einen Wasserspeicher angeschafft. Man sieht also, dass die Menschen mit Begeisterung bei der Sache sind", sagt Birgit.

Die mobilen Beete haben sich in den Gemeindebauten als Erfolg erwiesen und wurden für den Wiener Umweltpreis nominiert.

Das Miteinander zählt

Das ist auch das Hauptziel des Projekts. "Es geht uns nicht darum, Gemüse in großem Stil anzubauen. Die Beete sind ein Mittel, um die Bewohnerinnen und Bewohner dazu zu bringen miteinander aktiv zu sein, sich besser kennenzulernen und eine Gemeinschaft zu werden", sagt Birgits Kollegin Christine Klimt. Mit Erfolg. Mieterinnen und Mieter wie Werner und Eva Schmelz übernehmen Verantwortung für die Beete, organisieren sich untereinander und machen das Projekt und damit die Innenhöfe lebendig.

"Wir bauen in den Hochbeeten Gemüse an und die Leute sind ganz wild darauf, ihre Pflanzen anzubauen", erzählt Frau Schmelz, die sich intensiv um den älteren Garten im Bauteil zwei kümmert. Unter anderem hat sie mit der Gruppe veranlasst, dass die Kinder aus dem Bau die Beete bemalen. Gemeinschaft wird großgeschrieben. Die Leute bauen Zwiebeln, Kohlrabi, Petersilie, Mangold und anderes an. Frau Schmelz freut sich auch schon darauf, ein paar Radieschen anzupflanzen. "Ich finde die Beete einfach super. Wenn wir drei Beete mehr hätten, wären die mit Sicherheit auch voll." Einen Wunsch hat sie noch: "Es könnte ruhig ein bisserl öfter regnen in der Nacht."

Das Gemüse gedeiht prächtig. Hier sieht man unter anderem Kohlrabi. © Bohmann/Ulrich Sperl

Radieschen vs. Pfefferoni

Das Garteln ist auch ein gemeinsamer Lernprozess. "Letztes Jahr haben wir Radieschen angebaut und eine andere Mieterin hat daneben Pfefferoni angebaut und dann war alles dahin. Manche Gemüse vertragen sich einfach nicht, wie bei manchen Menschen", sagt Frau Schmelz. "Im Gegensatz zu den Mieterinnen und Mietern können wir bei den Gemüsen leider auch keine Konfliktvermittlung machen", sagt Birgit.

Der zweite Garten ist erst seit wenigen Wochen eröffnet, wirkt aber schon bestens organisiert. Die Mieterinnen und Mieter haben sich neue Paletten organisiert und die meisten Beete zeigen schon grüne Triebe. In einem Beet wachsen einige Radieschen, daneben sieht man eine beachtliche Menge Rosmarin.

Himbeeren im eigenen Garten? Das finden Katarina und Kristina toll. © Bohmann/Ulrich Sperl

Das Beet der Familie Marinkovic ist auffallend weit fortgeschritten. Die Himbeeren nehmen schon Gestalt an und die Paprika, die direkt daneben wachsen, sind deutlich als solche erkennbar. Wie viele von den Himbeeren es aber bis auf den Teller schaffen, ist fraglich. Dafür sorgen die Töchter der Familie, die Zwillinge Kristina und Katarina. Die beiden sind schon fleißig im Einsatz und verkosten alles, was da wächst, mit Hingabe. Dass die eine oder andere Himbeere noch etwas grün ist, tut dem Genuss keinen Abbruch. Danach durchforsten die beiden die Beete nach Schnecken und Würmern und erfüllen den Garten mit Lachen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von wohnpartner können dem Treiben zufrieden zusehen, denn die Beete haben ihre Mission schon jetzt erfüllt: Die Nachbarschaft kommt zusammen.

Vorteilspartner CLUB WIEN

"Seelenschwestern" geben Tipps für ein glückliches Leben

Sie suchen Glück, Zufriedenheit und Erfolg in der Lebensmitte? Bei den "Soul Sisters" Irene Fellner und Ingrid Dorfmeister finden Frauen ab 40 Beratung, Unterstützung und vor allem Spaß am Miteinander.

Erfahren Sie mehr 44882

Heeresgeschichtliches Museum

Österreichs Heeres- & Marinegeschichte unter einem Dach: 2 Euro Ermäßigung auf die reguläre Eintrittskarte mit der CLUB WIEN-Vorteilskarte.

Erfahren Sie mehr 45012

Fit mit Elvira

Bei Fit mit Elvira gibt es Gruppentraining in angenehmer Atmosphäre mit Übungen, die jeder mitmachen kann. Spaß ist garantiert! CLUB WIEN Mitglieder erhalten 10% Rabatt.

Erfahren Sie mehr 45078

Viktor Frankl Museum Wien

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 2 Euro Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.

Alle Vorteilspartner