Mit der Anlage in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße in Simmering entstand ein Vorzeigeprojekt des geförderten Wohnbaus in Wien mit 65 Wohnungen. © B18 Architekten ZT GmbH

 

Leistbar gut wohnen und leben

Ein Vorzeigeprojekt mit 65 geförderten Wohnungen entsteht im Herzen von Simmering. Beste Wohnqualität, Infrastruktur und Öffi-Anbindung sprechen für sich. Nicht umsonst leben mehr als 60 Prozent der WienerInnen im geförderten Wohnbau.

Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen, ein großer Innenhof mit Spielplätzen und Spielwiese. Sogenannte "französische Fenster", die von der Decke bis zum Boden reichen und für viel Licht sorgen. Dank intelligent geplanter Grundrisse ist es in den Wohnungen auf Stirn- sowie Hofseite gleichermaßen angenehm hell und lässt sich gut durchlüften. Ausreichend Frischluft ist sowieso garantiert, verfügt doch jede Wohnung über einen Balkon, eine Loggia, eine Terrasse oder einen eigenen Garten. Die Rede ist von einem neuen Komplex in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße in Simmering, deren erste Mieterinnen und Mieter gerade die Schlüssel übernehmen konnten. Was sie von anderen Anlagen abhebt: Sie ist städtisch gefördert.

"Das Ganze ist durch eine intelligente Verteilung der SMART-Wohnungen, Gemeinschaftsflächen und dank eines großzügigen Angebots an Freiräumen gut umgesetzt worden", zeigt sich Alexander Welzig, Leiter des Anbotsmanagement des Wohnservice Wien begeistert über die von der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Heimbau umgesetzte Wohnhausanlage. "Eine Besonderheit des Projekts ist außerdem das Tageszentrum für seh- und hörbehinderte Menschen." Soziale Nachhaltigkeit, viel Licht und viel Freiraum finden sich auch in anderen Neubauten. So sind die französischen Fenster auch in der OASE22 in der Donaustadt, dem Viola-Park in Favoriten und auf den Siemensäcker-Gründen in Floridsdorf vorgesehen.

Vier Säulen für mehr Lebensqualität

Allen geförderten Neubauten gemein sind die vier Säulen, an denen sich die Bauträger schon bei der Ausschreibung orientieren müssen. Dazu gehört Ökonomie, also die Leistbarkeit des verfügbaren Wohnraums für die Wienerinnen und Wiener. Die bereits erwähnte Soziale Nachhaltigkeit ist eine weitere Säule. Sie umfasst Alltagstauglichkeit, das Wohnen in Gemeinschaft und einiges mehr. Das Thema Architektur darf natürlich auch nicht vergessen werden. Darunter fallen die Gestaltung des Bauvorhabens sowie die Berücksichtigung von Stadt-, Gebäude- und Wohnungsstruktur. Die letzte der vier Säulen ist die Ökologie, also klima- und ressourcenschonendes Bauen, gesundes und umweltbewusstes Wohnen, Nutzungsangebote in Grün- und Freiraum. "Darüber hinaus werden im geförderten Wohnbau unbefristete Mieten abgeschlossen, wodurch ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet wird", erklärt Welzig.

Mehr als 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben im geförderten Wohnbau. Rund 24.000 Wohnungen sind aktuell in Bau oder Planung. Insgesamt werden sie mit rund 900 Millionen Euro gefördert. Dass sich eine Stadt wie Wien in gefördertem Wohnbau engagiert, trägt zur Lebensqualität der Metropole bei. So kann leistbarer und lebenswerter Wohnraum für die Menschen in dieser Stadt garantiert werden, sagt Alexander Welzig: "Niedriges Mietniveau, gute soziale Durchmischung, hohe Wohnzufriedenheit und Rechtssicherheit durch unbefristete Mietverträge sind die Grundpfeiler dieser Philosophie."

Neue Projekte

Die Zukunft sieht für den geförderten Wohnbau einige neue Projekte vor. Gemeindebauwohnungen werden etwa wieder gebaut. "Gemeindebau NEU, wie der kürzlich bezogene Barbara-Prammer-Hof, sind gute Beispiele für den funktionierenden sozialen und bedarfsorientierten kommunalen Wohnbau in Wien. Darüber hinaus werden das Donaufeld sowie die Gründe des Nordwestbahnhofs erweitert", sagt Welzig.

Mit Neuerungen darf im geförderten Wohnbau auf jeden Fall immer gerechnet werden. Bestes Beispiel ist die ebenfalls heuer fertiggestellte Biotope City auf den ehemaligen Coca-Cola-Gründen beim Wienerberg im 10. Bezirk. Zwei Drittel der 900 Wohnungen sind gefördert. Dabei wird hier die Stadt als Natur begriffen. "Besonders innovativ an der Biotope City ist die autofreie Anlage mit platzübergreifenden Grünzonen, die Baumbepflanzungen und kleine Teiche enthalten", so Welzig. "Die flächendeckende Fassadenbegrünung stellt ebenso eine Innovation dar wie die teilweise installierten Photovoltaikanlagen."

Wer nun die Annehmlichkeiten einer geförderten Wohnung in Anspruch nehmen will, kann sich dafür einen Account auf der Webseite der Wohnberatung Wien zulegen und sofort auf die Suche machen. Wie lange es dann dauert, bis die gewünschte Traumwohnung gefunden ist, hängt freilich davon ab, wie intensiv und wie aktiv die Interessierten die Wohnungssuche betreiben.