Durchs Reden und das gemeinsame Tun kommen die Leute zusammen: Das neue Projekt "Soziale Innovation Wien" fördert das Miteinander im Grätzl und hilft, Vorurteile abzubauen. © MA21/Christian Fürthner

 

Geförderte Ideen fürs Grätzl

Die Beziehungen von NachbarInnen untereinander zu stärken und Vorurteile abzubauen: Dafür hat die Stadt Wien einen neuen Fördertopf vorgestellt. Mit dem Projekt "Soziale Innovation Wien" soll das gesellschaftliche Miteinander im Grätzl gestärkt werden.

Zündende, innovative Ideen fördern, zu Neuartigem ermutigen, einander verstehen und miteinander anstatt nebeneinander zu leben: Darum geht es im neuen Förderprojekt "Soziale Innovation Wien". Im sozialen Zusammenleben, also im Grätzl, soll Neues erprobt werden, um als Vorbild für andere Teile der Gesellschaft zu wirken. Zum Start wurde heuer der Themenschwerpunkt "Nachbarschaft" gesetzt. Dafür hat die Stadt Wien eigens eine Förderschiene im Fonds Soziales Wien eingerichtet, abgewickelt wird das Ganze über den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen.

Bis zu 20.000 Euro Förderung

Im Fördertopf selbst befinden sich 500.000 Euro. Dabei soll nicht nur wenigen ausgewählten Spitzenprojekten Geld zur Verfügung gestellt werden. Vielmehr soll allen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit Vorschlägen und Ideen einzubringen. Ein Projekt kann mit maximal 20.000 Euro unterstützt werden. Vor allem kleinere Vorhaben sollen in den Genuss der Förderungen kommen. Sie können sich über Beiträge in einer Größenordnung von 2.000 bis 5.000 Euro freuen. Etwas Neues und Innovatives in der Nachbarschaft ausprobieren zu wollen soll schließlich nicht an den Ressourcen scheitern. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt sind.

Erklärtes Ziel der ersten Auflage der "Sozialen Innovation Wien" ist neben dem Stärken des sozialem Miteinanders auch der Abbau von Vorurteilen unter Nachbarinnen und Nachbarn. "Durchs Reden, aber vor allem auch im gemeinsamen Tun, kommen die Leute zusammen", erklärt Sandra Frauenberger, Geschäftsführerin des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen. "Mit dem Förderprojekt 'Soziale Innovation Wien' unterstützt die Stadt schon heute Ideen für soziale Herausforderungen von morgen."

Neue Freundschaften und Netzwerke

Dadurch, dass die Projekte im Grätzl gemeinsam angegangen werden, können Barrieren abgebaut werden. Außerdem können so leichter Freundschaften und Netzwerke geknüpft werden. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass förderungswürdige Vorschläge in Teams von mindestens zwei Personen eingebracht werden müssen. Das allein ist bereits ein erster Schritt für ein gutes Miteinander. Dafür eignet sich die eigene Nachbarschaft natürlich besonders gut.

Wer nun Interesse hat, sich für eine besseres Miteinander im Grätzl einzusetzen, kann innovative, soziale Ideen und Projekte zum Themenbereich "Nachbarschaft" zwischen 19. August und 15. Oktober 2019 hier einreichen. Hier werden auch die genauen Kriterien, unter denen die siebenköpfige Jury die förderungswürdigen Projekte auswählen wird, werden im Laufe des Sommers präsentiert. Im Herbst schließlich werden die ersten Projekte vorgestellt.