Gartensaison
Familie Goebl freut sich schon seit Wochen auf den Start in die Gartensasion. © Bohmann/Stefan Fürtbauer
Gartensaison
Von "die umweltberatung" hat Mama Christina Tipps bekommen, wie sie gegen Unkraut vorgehen kann: Unkraut mit Kochwasser unschädlich machen, trocknen lassen und Pflanzenreste entfernen. Letzteres macht das dreijährige Söhnchen gerne. © Bohmann/Stefan Fürtbauer
Selbst Angebautes wird auch gerne selbst gegessen. Gleich ob es sich um Kräuter wie Rosmarin … © Bohmann/Stefan Fürtbauer
… Karotten, Zucchini oder Zwiebeln handelt. Das Primel-Pflänzchen bleibt natürlich verschont. Es ist nämlich nicht für den Verzehr geeignet und ungenießbar. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Wien, eine Stadt zum Garteln!

Endlich ist der Frühling da. In der Nacht sinken die Temperaturen nicht mehr unter den Gefrierpunkt. Die Sonnenstrahlen haben ihre wärmende Kraft in Ansätzen zurückgewonnen.

Zeit mit der eigenen Balkonbepflanzung loszulegen. Tipps und Infos, wie das am besten geht, geben die Profis von DIE UMWELTBERATUNG. Auch Grafik- und Interior-Designerin Christina Goebl holt sich dort regelmäßig Beratung.

Familie auf der Terrasse
Das Eintopfen hübscher Blumen ist für alle eine Freude und stärkt die Familienbande. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Liebe zur Natur

Schon seit Wochen freut sich Christina auf die ersten Tage, an denen sie sich mit ihren Kindern der Pflanzarbeit widmen kann. Die hochwertige und torffreie Erde "Guter Grund" der Magistratsabteilung 48 - Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark hat sie sich bereits im Vorfeld auf einem der Mistplätze der Stadt besorgt.

Vor einigen Jahren ist sie in eine Wohnung mit großer Terrasse gezogen, seitdem versucht sie diese jeden Frühling hübsch zu gestalten. "Eigentlich bin ich im Grünen aufgewachsen. Meine Eltern hatten einen großen Garten am Mondsee. Meine Mutter und Oma haben ständig gegartelt und über Pflanzen gesprochen", erzählt Christina. "Aber mich hat das damals nie interessiert. Und auch später während des Studiums nicht. Doch Familie ändert vieles. Meinem Mann und mir war klar, dass wir unseren Kindern die Möglichkeit geben möchten, sich mit Natur zu beschäftigen."

Gießkanne
Nach dem Eintopfen ist das Gießen wichtig. Sollte man einen Befall vom Dickmaulrüssler-Ungeziefer befürchten, kann man im Frühjahr Nematoden (Fadenwürmer) mit dem Gießwasser verteilen. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps

Die ersten beiden Terrassen-Saisonen waren anstrengend. Von zaghaftem Erfolg und einigem Misserfolg durchwachsen. Zarte Pflänzchen wurden zu früh auf die Terrasse gestellt und sind erfroren. Unkraut nahm Einzug und setzte sich erbarmungslos in jede Ritze und jeden Spalt. Rosen bekamen unter anderem durch Nässestau mit dem Pilz Mehltau zu tun. Zudem siedelte sich letztes Jahr der Dickmaulrüssler an. Das ist ein Ungeziefer, dessen Larven die Pflanze von der Wurzel her zerstören. "Ich habe dann viel im Internet recherchiert und im Bekanntenkreis nach hilfreichen Tipps gefragt. Eine Freundin hat mir schließlich von der Beratungsorganisation DIE UMWELTBERATUNG erzählt. Dort habe ich wertvolle Infos bekommen. Sowohl auf www.umweltberatung.at selbst als auch über die telefonische Beratungshotline." So kommen gegen die Dickmaulrüssler im Hause Goebl nun Nematoden zum Einsatz. Das sind Fadenwürmer, die man im Gartencenter bestellen kann und im Frühjahr mit dem Gießwasser über alle Töpfe verteilt.

Vorziehen
Frostempfindliches Gemüse sollte auf dem Fensterbankerl vorgezogen und erst ab Mitte Mai fix ins Freie gesetzt werden. Tipp für davor: An warmen Tagen die Töpfchen mit den Jungpflanzen stundenweise im Freien in die Sonne stellen. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Von Ranunkeln und Stiefmütterchen

Sophie Jäger-Katzmann ist eine der Pflanzenexpertinnen und -experten von DIE UMWELTBERATUNG. Sie weiß, dass man das beginnende Gartenjahr daran erkennt, dass die Erde nicht mehr am Gummistiefel kleben bleibt. Oder dass der beste Zeitpunkt zum Zurückschneiden von Rosen dann ist, wenn die ersten Schneeglöckchen blühen. Die Profis empfehlen Gartenanfängerinnen und -anfängern gerne unkomplizierte Pflanzen. Die attraktiven Sommervorboten Ranunkel zum Beispiel. Sie schmücken bis in den Mai hinein in leuchtender Farbenvielfalt Gärten und Co. Katzmann: "Das krautige Hahnenfußgewächs ist ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger. Es braucht wenig Pflege, keine besondere Erde, liebt direkte Sonneneinstrahlung, kann aber auch im leichten Schatten gut bestehen."

Frisches Grün auf dem Balkon sorgt in der Stadt für einen guten Start in den Frühling. Gemeinsam mit DIE UMWELTBERATUNG haben wir einige Pflanzen gesetzt. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Eine andere Blume, die Christina auf Rat von DIE UMWELTBERATUNG gerne einpflanzt, sind Stiefmütterchen. Sie sind gleichermaßen kälteunempfindlich, robust und anspruchslos, dafür aber in vielen verschiedenen Varianten zu bekommen. Fein ist auch, dass sie quasi durchgehend blühen, bis in den hohen Sommer hinein. Einzig die verwelkten Pflanzenteile müssen entfernt werden, damit stetig neue Blätter und Blüten ausgebildet werden können. "Nicht alle Stiefmütterchen sind gleich winterhart. Doch die 'richtigen' Sorten überstehen eine frostige Periode abgedeckt unter Reisig, Laub oder Flies in der Regel ganz gut", sagt Katzmann-Jäger. Weitere Tipps der Expertin: Pflanzen, die sich leicht auf Balkon und Terrasse ziehen lassen, sind Kräuter. Pfefferminze, Basilikum, Rosmarin und Thymian duften wunderbar, verbessern viele Speisen und bringen zudem auch Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung. Wer die Blüten stehen lässt bis sich Samen bilden, kann ganz unkompliziert eigenes Saatgut ernten.

Kochwasser gegen Unkraut
"die umwelterabtung" rät: Kochwasser gegen Unkraut einsetzen. Auf aggressive Essenzen wie Essig oder Salz verzichten. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Kein Essig oder Salz

Christina und ihre Kinder stellen die Töpfe mit den jungen frischen Pflanzen derzeit, auf Empfehlung von DIE UMWELTBERATUNG, nur untertags in die warme Sonne und bringen sie abends wieder in die Wohnung. Mit dem Unkraut zwischen den Ritzen kommt Christina mittlerweile auch ganz gut zurecht. Sie weiß: Aggressive Essenzen wie Salz oder Essig eignen sich nicht als Vernichtungsmittel. Boden, Pflanzen und Insekten würden durch sie nur belastet. Daher setzt sie auf kochendes Wasser. Es wird einfach über die unliebsame Pflanze gegossen. Nach dem Austrocknen werden schließlich die Pflanzenreste entfernt. "Das Abbrühen sorgt dafür, dass der empfindliche Organismus des störenden Grüns vernichtet wird", sagt die kreative Zweifachmutter.

Lavendel
Lavendel lockt Schmetterlinge an und riecht gut. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Lavendel, ein willkommener Bewohner

Die Kinder sind fleißige Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Terrasse, wenn auch nicht von jeder Beschäftigung gleichermaßen fasziniert. Gerne verstreuen sie zu Saisonbeginn die Pflanzenmischungen in den Töpfen. Christina: "Ich achte da auf Bioqualität und Blumen, die Bienen und Schmetterlinge anziehen." Aus einem ähnlichen Grund ist auch der Lavendel ein willkommener Bewohner und wird liebevoll gehütet. "Er lockt Schmetterlinge an und riecht gut", sagt Christina. Die Lieblingspflanzen der Kinder sind mit Abstand die kleinen Erdbeeren. Da hat Christina extra eine Sorte gewählt, die immer wieder neue Früchte entwickelt.

MA 48-Erde "Guter Grund"
"Guter Grund", die Torffreie Erde der Magistratsabteilung 48 aus der Wiener Biotonne, ist auf allen Mistplätzen in 18- und 40-Liter-Säcken zum Preis von drei beziehungsweise fünf Euro erhältlich. Zudem wird der kleine Sack auch im Margaretener 48er-Tandler verkauft. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Seit 30 Jahren hilfreich

DIE UMWELTBERATUNG steht seit 1988 für ökologischen Lebensstil im Alltag und ist eine Einrichtung der Wiener Volkshochschulen. Das Expertinnen- und Expertenteam der Beratungsorganisation beschäftigt sich mit verschiedensten Themen wie Umweltschutz, persönliches Wohlempfinden und Lebensqualität und berät unter anderem zu Abfallvermeidung und Ressourcenschonung, Bauen, Wohnen, Chemie, Reinigung, Energie oder Ernährung. Dabei wird DIE UMWELTBERATUNG seitens der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 unterstützt.

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Neben Bienen sind Schmetterlinge die wichtigsten Bestäuber für Blühplfanzen, Obst und Gemüse. Leider finden sie kaum noch Lebensräume. Deshalb ist es wichtig, komplett auf chemische Mittel im Garten zu verzichten. Nur so kann garantiert werden, dass Schmetterlinge, Bienen und Co. weiterhin durch unsere Gärten tanzen.

Deshalb setzt Bellaflora auf schmetterlingsfreundliche Pflanzen, naturnahe Pflanzenschutzmittel, ökologischen Dünger sowie auf torffreie Bio-Erde. Helfen Sie unsere Tier- und Pflanzenvielfalt zu erhalten und verwandeln Sie Ihren Garten in eine bunte Schmetterlingsoase. Gewinnen Sie mit CLUB WIEN eine Geschenkkarte für Bellaflora und machen Sie aus Ihrem Garten ein blühendes Paradies für Bienen, Schmetterlinge und Co.

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Gewinnspiel
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  • Teilnahme zu diesem Gewinnspiel ist bereits geschlossen

Video: Best of Blumengärten Hirschstetten

Die Blumengärten Hirschstetten zeigen eine bunte Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Unterschiedliche Themengärten laden zum Entdecken und Flanieren ein. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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