Babyzicklein im Zoo Hirschstetten © Bohmann / David Widmann
Die Landschildkröten auf Entdeckungstour. © Bohmann / David Widmann
Die Landschildkröte ist eine im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimatete Landschildkrötenart. Die kleine Schildkröte im Zoo Hirschstetten erblickte erst vor wenigen Woche das Licht der Welt. © Bohmann / Max Wegenstein
Griechische Landschildkröten im Überwinterungsgehege. © Bohmann / David Widmann
Griechische Landschildkröte. © Bohmann / Max Wegenstein
Das Ouessantschaf, auch Bretonisches Zwergschaf, ist die kleinste Schafrasse der Welt. © Bohmann / David Widmann
Ouessantschaf im Zoo Hirschstetten. © Bohmann / David Widmann
Das Sulmtaler Huhn wird auch als Edelhuhn bezeichnet. © Bohmann / David Widmann
Die Walachenschafe sind sehr gemütliche aber auch scheue Tiere. © Bohmann / Max Wegenstein
Auch kleine Kaninchen haben ihr Zuhause im Zoo Hirschstetten gefunden. © Bohmann / Max Wegenstein
Pfauenziegen sind schwarz-weiß gefleckt. © Bohmann / David Widmann
Die kleinen Ziegen sind noch sehr scheu und trauen sich noch nicht an so ganz an Menschen heran. © Bohmann / Max Wegenstein
Für Zooleiter Ronald Lintner ist sein Beruf seine Leidenschaft. © Bohmann / David Widmann
Zwei Störche wurden verletzt gefunden und fanden im Zoo Hirschstetten ein neues Zuhause. © Bohmann / David Widmann
Ouessantschafe sind sehr neugireig und lassen sich in der Begegnungszone im Zoo Hirschstetten auch gerne von den BesucherInnen füttern. Aber bitte nur mit dem zu Verfügung gestelltem Heu! © Bohmann / David Widmann
Die Blumengärten Hirschstetten sind ein Ort der Erholung und der Bildung. © Bohmann / Max Wegenstein

"Hallo, ihr Tierbabys": Eine Tour durch den Zoo Hirschstetten

Von Zicklein über Küken bis zu Babyschildkröten: Im Frühling ist im Zoo Hirschstetten jede Menge los. Zooleiter Ronald Lintner kümmert sich um die über 50 verschiedenen Tierarten des Zoologischen Gartens. Er erklärt, was das Areal so einmalig macht.

Auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern geben unterschiedliche Themengärten, der Zoo Hirschstetten, ein historischer Bauernhof sowie das Palmenhaus einen Einblick in die vielfältige Blumen- und Pflanzenwelt unserer Erde. Die Anziehung von Pflanzen und Natur ist für die Wiener Stadtgärten (MA 42) schon von jeher sehr wichtig, deshalb gibt es in den Blumengärten neben den vielen verschiedenen Pflanzenarten auch jede Menge Tiere. CLUB WIEN besuchte den Zoo und konnte neben süßen Tierbabys auch viele außergewöhnliche Tiere bestaunen.

Der Zoo Hirschstetten startet in den Frühling

Am Eingang des Zoos Hirschstetten wartet bereits Zooleiter Ronald Lintner. Seit über sieben Jahren führt er den Zoo. "Das Besondere hier ist, dass wir sehr viele unterschiedliche Bereiche betreuen. Ich kümmere mich um den Tierbestand, wissenschaftliche Arbeiten, Natur- und Artenschutzprojekte, das Personal, die Futtermeisterei, Groß- und Neubauprojekte, Tiertransportplanungen, Austausch mit anderen Zoos, Aufbau von Kooperationen und zusätzlich mache ich noch Führungen und Workshops." Wenn im Frühling der Nachwuchs kommt, freuen sich nicht nur die Besucherinnen und Besucher, auch für Herrn Lintner sind die Neulinge jedes Jahr etwas ganze Besonderes.

Die Erkundungstour startet im Palmenhaus.

Im tropischen Palmenhaus im Zoo Hirschstetten hat ein Jemenchamäleon sein Zuhause gefunden. Mit einer Maximallänge von über 60 Zentimetern zählt er zu den größer werdenden Vertretern der Familie der Chamaeleonidae. © Bohmann / David Widmann

Palmenhaus: Ein Dschungel mitten in Wien

Egal ob Sommer, Winter, Regen oder Schnee: Im Palmenhaus Hirschstetten herrschen fortwährend tropische Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent. Auf über 700 Quadratmetern wird im Gewächshaus die Flora, in kleinem Umfang auch die Fauna, aus drei Klimazonen präsentiert. So gibt es neben südländischen Palmen und tropischen Pflanzen auch viele Pflanzen des Mittelmeerraumes. Der kleine Dschungel inmitten Wiens beherbergt aber auch jede Menge außergewöhnliche Tiere: von Nilflughunden, nördlichen Spitzenhörnchen, Felsenmeerschweinchen bis hin zu tropischen Vögeln wie den Ganges-Brillenvogel oder die Schamadrossel. Auch Reptilien lieben das tropische Klima. So leben im tropischen Gewächshaus ein Jemenchamäleon, Dornschwanzagamen, Perleidechsen, Timor-Waranen und Kornnattern.

Vom Palmenhaus geht die Tour weiter in Richtung der Themengärten der Blumengärten Hirschstetten. Jeder Themengarten verspricht ein anderes interessantes Gebiet der Gartenkultur und des Naturschutzes: vom Mexikanischen über den Indischen und Englischen Garten bis hin zum Urzeit-Garten und dem Donaustädter Weinhügel. Neben den vielfältigen Gärten bezaubern das Bienenhaus, der Schildkrötengarten und der Turm der Artenvielfalt mit einer faszinierenden Tierwelt. Im Zoo Hirschstetten wird ein besonderes Augenmerk auf die Arterhaltung und den Schutz gefährdeter Tierarten gelegt. Hier kann man auf einer Gesamtfläche von sechs Hektar mehr als 50 verschiedenen Tierarten begegnen. Nächster Halt: das Reich der Schildkröten.

Die Europäische Sumpfschildkröte ist eine kleine bis mittelgroße, fleischfressende und überwiegend im Wasser lebende Schildkröte. Sie ist die einzige Schildkrötenart, die auch in Österreich natürlich vorkommt. © Bohmann / David Widmann

Schildkröten aus weiten Teilen der Welt

Der Schildkrötengarten hat eine Größe von 983 Quadratmetern und beheimatet verschiedene Wasser- und Landschildkröten wie die Europäische Sumpfschildkröte. Die Anlage ist 2013 umgebaut worden. Im Zuge dessen wurde der Tierbestand um einen Großteil reduziert. Grund dafür ist, dass man den Schildkröten eine möglichst naturnahe Umgebung ermöglichen will. Der Schildkrötengarten ist in sieben Bereiche gegliedert, welche jeweils durch niedrige Steinmauern voneinander abgegrenzt sind. Jeder Bereich beherbergt Tiere einer anderen Region unserer Erde. Auch hier lässt der Nachwuchs noch etwas auf sich warten.

Seit 2012 erobern die zwei Wildkatzen, das Pärchen Diva und Diego und seit 2016 Diegolino die Herzen der BesucherInnen des Zoos Hirschstetten. © Bohmann / David Widmann

Die Tour geht weiter Richtung Wildkatzengehege. Hier leben ein Weibchen und ein Männchen zusammen. Sie leben zurückgezogen und versteckt vor allem in naturnahen Laub- und Mischwäldern. Meist schlafen sie tagsüber und jagen nachts. Deshalb bekommt sie kaum jemand zu Gesicht. Durch übermäßige Bejagung und Verlust des Lebensraumes waren sie in Österreich bis auf Restbestände fast ausgestorben. Heute stehen Wildkatzen jedoch unter strengem Schutz. Und auch wenn die Europäischen Wildkatzen unseren Hauskatzen äußerlich sehr ähneln, ist Streicheln und Kuscheln hier absolut nicht erwünscht.

Der Habichtskauz lebt bevorzugt im lichten Altholzbestand von reich strukturierten Laub- und Mischwäldern. Er ist die größte Waldeule Mitteleuropas. © Bohmann / Max Wegenstein

Erfolgreiche Auswilderung

Ein paar Gehege weiter gibt es Grund zum Feiern. Denn bei den Habichtskäuzen gab es Nachwuchs. Die Blumengärten Hirschstetten unterstützen bereits seit 2007 das Habichtskauzprojekt " Wiederansiedlung in Österreich". Die Vögel, die in den europäischen Wäldern beheimatet sind, waren bis vor Kurzem fast gänzlich aus ihrer Heimat verschwunden. In Zusammenarbeit mit mehreren Kooperationspartnerinnen und -partnern beteiligen sich die Blumengärten Hirschstetten an einem aufwendigen Nachzuchtprogramm, im Zuge dessen sie sich um eine Wiederansiedlung der Habichtskäuze bemühen.

Wenn die Jungtiere groß genug sind, um die Brutstation zu verlassen, kommen sie in die Freilassungsvolieren im Biosphärenpark Wienerwald beziehungsweise im Wildnisgebiet Dürrenstein. Nach einer Vorbereitungszeit verlassen die Jungtiere ihr Gehege, um in den nahe liegenden Wäldern einen neuen Lebensraum und natürliche Brutplätze zu finden. Doch bevor die Vögel ihr einstiges Zuhause verlassen, werden sie noch mit einem Sender ausgestattet. So haben ihre Zieheltern sie auch nach der Auswilderung immer noch im Blickfeld. "Das Projekt ist für uns sehr wichtig. Jedes Jahr kommen bei uns Jungtiere zur Welt, die ausgewildert werden oder für neue Zuchtstationen infrage kommen. Es ist ein sehr schönes Artenschutzprojekt und ich bin froh, dabei sein zu dürfen. Einerseits helfen wir den Habichtskäuzen und andererseits leisten wir auch unseren Bildungsauftrag gegenüber den Besucherinnen und Besuchern, indem wir über das Projekt berichten", erklärt Ronald.

Zwei kleine Pfauenziegen erblickten kurz vor Ostern das Licht der Welt. Die Pfauenziege, auch Grau-schwarze Gebirgsziege, ist eine an das Leben im Gebirge angepasste Hausziegenrasse. © Bohmann / David Widmann

Pfauenzicklein

Ein besonderes Highlight befindet sich bei der nächsten Station. Kurz vor Ostern sind im Zoo Hirschstetten zwei Zicklein auf die Welt gekommen. Die Jungtiere gehören zu den Pfauziegen, einer Gebirgsziegenrasse. Besonderes Kennzeichen sind ihre langen Beine und ihr geflecktes Fell. Die beiden jungen Ziegen bleiben bis auf Weiteres im Zoo Hirschstetten und versüßen den Besucherinnen und Besuchern, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Tag.

Die Walachenschafe sind sehr temperamentvoll, scheu und wachsam. Sie sind extrem robust, genügsam und widerstandsfähig gegen Parasiten. © Bohmann / David Widmann

Gleich hinter dem Gehege der Pfauziegen wohnt das Walachenschaf. Diese Schafe können im Gesicht gefleckt, schwarz-weiß oder einfarbig sein, das Fell am Körper bleibt hingegen immer weiss. Man findet sie mit Hörner oder auch ohne. Sie gehören zu den robusten Schafrassen. "Das sind sehr genügsame Tiere und sie halten immer eine gewisse Distanz ein", erzählt Ronald. "Wir schauen bei unseren Tierrassen immer darauf, dass wir gefährdete Tierrassen im Zoo haben, aber auch Tiere, die man mit anderen zoologischen Einrichtungen tauschen oder paaren kann, wie das Walachenschaf."

Das Sulmtaler Huhn stammt von steirischen Landhühnern ab und wurde vor allem rund um das Sulmtal gezüchtet. Es ist ein wetterfestes und genügsames Zwiehuhn. © Bohmann / David Widmann

Hahn, Huhn & Co

Sulmtaler Küken können die Besucherinnen und Besucher im Kükenaufzuchtstation im historischen Bauernhof betrachten. Bis Juni werden hier immer wieder Eier ausgebrütet. Diese werden anschließend in verschiedene Tierparks oder Zoos gebracht. Im nahe gelegenen Hühnerstall finden Hahn und Henne zueinander. Das Sulmtaler Huhn ist ein robustes und widerstandsfähiges Huhn. Es lebt in Freilandhaltung und bevorzugt sein Futter selbst zu suchen.

Auch wenn der Frühling bereits in voller Blüte steht, befinden sich viele Tiere des Zoos Hirschstetten noch im Winterschlaf. Doch sobald die warmen Sonnenstrahlen mehr und mehr locken, erwachen auch die längsten Schläfer gemächlich aus ihrem Winterschlaf. Die Tour endet im Überwinterungsgehege der Landschildkröten.

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