Im Dusika-Stadion befindet sich die einzige Bahnrad-Sportanlage Österreichs. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Ein Besuch in Wiens größtem Hallenstadion

Das Dusika-Stadion ist eine Institution der Wiener Sportlandschaft. Vor allem Leichtathletik und Radrennsport haben hier eine Hochburg gefunden. Ein Lokalaugenschein zeigt, dass gerade im Winter immer etwas los ist.

Hier regiert der Bahnradsport. Diesen Eindruck hat man beim Betreten des Ferry-Dusika-Hallenstadions. Schon die Eingangshalle ist vom Geräusch der Räder, die auf der Holzbahn ihre Runden ziehen, erfüllt. Mit unerschütterlicher Regelmäßigkeit zieht ein "Wusch" über das Gelände. Hier befindet sich die einzige Bahnrad-Sportanlage Österreichs. Das Stadion wurde 1977 mit einer Rad-Juniorenweltmeisterschaft eröffnet. Doch hier wird nicht nur geradelt. Das Stadion ist Heimat vieler Sportarten. Vor allem die Leichtathletik ist mit der Sportanlage untrennbar verbunden und auch der Turnsport hat hier seit 2010 einen Trainingsort.

Video: Bahnrad

Wenn man in das Innerste des Stadions schreitet, wird das Bild von der Radrennbahn dominiert. Sie hat die charakteristischen schiefen Kurven, auf denen es einen Höhenunterschied von zwei bis drei Metern gibt. Die Bahn umschließt die klassische Tartanbahn, die 200 Meter lang ist. In deren Zentrum befinden sich eine 60-Meter-Sprintbahn, eine Sandgrube für den Weitsprung und Vorrichtungen für Hoch- und Stabhochspringerinnen und -springer.

Täglicher Trainingsort für Wiener AthletInnen

Leichtathletin Marie-Helene Polt wärmt sich vor jedem Training erstmal gründlich auf. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Im Winter ist das Stadion ein zweites Zuhause für Leichtathletinnen und Leichtathleten. Oder vielleicht sogar ein erstes Zuhause, wie Leichtathletin Marie-Helene Polt von der Union West Wien Leichtathletik augenzwinkernd anmerkt. Sie trainiert hier vier Mal die Woche, an diesem Tag Weitsprung. So ein Training dauert mehrere Stunden, vom gründlichen Aufwärmen bis zum Abschluss. Wie die meisten, die hier trainieren, treibt sie der Wunsch an, immer besser zu werden.

Staatsmeisterin im Stabhochsprung

Brigitta Hesch springt gern in luftige Höhen. © Bohmann/Andrew Rinkhy

So auch Brigitta Hesch von der DSG Wien. Die Stabhochspringerin ist amtierende Österreichische Staatsmeisterin und gibt für den Sport alles. Sechs Mal die Woche kommt sie ins Dusika-Stadion, um mit ihrem Trainer Alberto Manzano-Teape an ihrem Sprung zu arbeiten. Was ihr am Stabhochspringen gefällt? "Der Erfolg", stellt sie klar. Und der gibt ihr Recht. Ihr Rekord liegt bei 4,10 Metern. Zuzusehen, wie sie sich mit geballter Muskelkraft in die Höhe schraubt, ist beeindruckend. Das Besondere am Stabhochspringen ist, dass es keinen Muskel im Körper verschont und dazu noch Balance und Schnellkraft gefordert werden. Pro Einheit macht Brigitta Hesch rund zehn Sprünge.

Österreichs schnellste Frau

Karin Mayr-Krifka trainiert die Nachwuchs-Athletinnen des Vereins SVS Leichtathletik und gibt ihre Erfahrungen weiter. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Das Dusika-Stadion hat eine lange Leichtathletik-Tradition. Das absolute Highlight dieser Historie war die Leichtathletik-Halleneuropameisterschaft 2002. Die Veranstaltung zeigte, wie viel Potenzial der Sport in Wien hat. Das Stadion mit seinen rund 7.000 Sitzplätzen bot damals eine einmalige Kulisse. Karin Mayr-Krifka erinnert sich besonders gerne daran. Vor Heimpublikum holte sie damals die Silbermedaille und sorgte für eine Sternstunde der Wiener Athletik. Sie war die schnellste Frau Österreichs und hält noch heute eine Vielzahl an Rekorden, darunter den über 100 Meter im Freien mit 11,15 Sekunden.

Heute trainiert sie im Dusika-Stadion mit dem Nachwuchs des Vereins SVS Leichtathletik und gibt ihre Erfahrung an die nächste Generation weiter. Gemeinsam mit Lisa und Karin feilt Mayr-Krifka an Technik, Explosivität und der nötigen Geschwindigkeit. Im Winter sind auch sie hier Stammgäste und kennen das Stadion mittlerweile aus dem Effeff. Den Platz teilt man sich mit den Turnerinnen und Turnern, deren Matten bei unserem Besuch aber für eine Veranstaltung abgebaut sind.

Jedes Jahr zahlreiche Events

Auf der Laufbahn heißt es: Auf die Plätze, fertig. los! © Bohmann/Andrew Rinkhy

Das Dusika-Stadion ist aber nicht nur Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern vorbehalten. Trainieren kann hier eigentlich jede und jeder. Einzige Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft in einem der Vereine. Mit der entsprechenden Karte ist der Zutritt immer gewährt. So kommt es auch, dass auf der Laufbahn Nachwuchsathletinnen und -athleten neben Pensionistinnen und Pensionisten ihre Runden drehen.

Das Angebot der Stadt Wien ist für die Vereine sehr wichtig. Schließlich gibt es für sie kein vergleichbares Angebot. Für die heimische Leichtathletik, den Bahnrennsport und die Turnerinnen und Turner ist das Dusika-Stadion die Chance zu trainieren und Wettkämpfe abzuhalten. Angesichts der Leistungen, die hier geboten werden, werden sicher auch die meisten Sitzplätze bei den sportlich wertvollen Wettkämpfen gefüllt sein. Bei den zahlreichen Events im Stadion sind selbstverständlich alle willkommen.

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