Seit zehn Jahren lebt Réka Kovács in Wien. Der Marathon in ihrer Wahlheimat zählt zu ihren absoluten Lieblingsrennen. © Bohmann/Ulrich Sperl

Wien Marathon: Rennen der Freundschaft

Réka Kovács ist eine erfahrene und erfolgreiche Marathonläuferin. Vor dem Marathon am 23. April 2017 unterstützt sie ungarische LäuferInnen. Der Grund: Sie ist Teil des Programms Vienna City Marathon Friendship Runner.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Im September 1999 trainierte die damals passionierte Eisschnellläuferin Réka Kovács für ihren Sport. Doch an diesem Tag startete genau dort, am Budapester Heldenplatz, der Ungarnmarathon. Angesteckt von der Stimmung, beschloss Kovács, selbst Marathons zu laufen. Noch im selben Jahr bestritt sie den Halbmarathon, ein Jahr später lief sie ihren ersten richtigen Marathon. 41 weitere folgten. Zusätzlich lief sie im ungarischen Nationalteam Ultramarathons. Das sind Läufe mit einer Distanz von 100 Kilometern.

Aus LäuferInnen werden FreundInnen

Heute blickt Réka Kovács auf eine beeindruckende Laufkarriere zurück. Ihre beste Marathonzeit waren drei Stunden und eine Minute in Budapest, in Wien brauchte sie vor zwei Jahren nur eine Minute länger. Doch nicht nur in ihren Laufschuhen zeigt sie Engagement. Die Ungarin ist Teil des Friendship-Runner-Programms des Wien Marathons. Die freundschaftlichen Läuferinnen und Läufer sind rund 40 Athletinnen und Athleten, die sich für ihre Kolleginnen und Kollegen engagieren. "Im Prinzip läuft es so, dass jeder für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem jeweiligen Heimatland zur Verfügung steht. Ich bin also Ansprechpartnerin für die Ungarinnen und Ungarn", sagt Kovács.

Fragen über Fragen

Wer eine Frage hat, kann sie mittels Kontaktformular auf der Marathon-Homepage stellen. Meistens weiß Kovács die Antwort. Falls nicht, spielt sie die Vermittlerin und sucht nach der richtigen Antwort. Helfen konnte sie bis jetzt allen. "Manche fragen nach Bestätigungsmails oder wollen wissen, was passiert, wenn sie sich verletzen", sagt sie. Auch Fragen nach dem Start und wo man parken kann, tauchen regelmäßig auf. Wo ist die Dusche, was macht man mit Wertsachen und wo kann man essen? Die Fragen gehen nicht aus. Ein Klassiker ist die Frage, ob man auch am Sonntag seine Startnummer holen kann. "Nein, das geht nicht", klärt Kovács auf. Am Tag vor dem Rennen gibt es auch immer eine Friendship-Runner-Party, auf der man die Ungarin selbst treffen kann.

Die Topathletin hat bereits 41 Marathonrennen bestritten. 2017 möchte sie in Wien in weniger als drei Stunden ins Ziel kommen. © Bohmann/Ulrich Sperl

"Das Friendship-Runner-Programm ist sehr wichtig. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können weder Deutsch noch Englisch und tun sich sehr schwer." Sich bei dem Programm zu engagieren, war für Kovács selbstverständlich. "Ich habe über einen Freund davon erfahren und wusste sofort: Das will ich. Ich habe gleich bei der Organisation angerufen und Werbung für mich gemacht. Wie man sieht, mit Erfolg!"

Eine Ungarin erobert Wien

Das Programm ist ein Grund dafür, dass sie den Marathon in Wien liebt. Der andere ist, dass sie Wahlwienerin ist. "Ich lebe seit zehn Jahren in Wien, und es ist für mich eine zweite Heimat geworden", sagt sie. Ihre täglichen Trainings spult sie mit Vorliebe in Gegenden wie dem Lainzer Tiergarten ab. So schön wie ihre Trainingsroute findet sie auch den Marathon an sich. "Das ist fast wie Sightseeing. Das und das Friendship-Runner-Programm sind einzigartig. Ich war in vielen Ländern, aber das gab es nirgends."

Nach dem Marathon erhält sie oft Mails von den Menschen, die sie beraten hat. "Die schreiben dann, wie wohl sie sich gefühlt haben. Das freut mich total! Ich liebe das Laufen, aber ich wollte auch noch etwas mehr machen. Hier kann ich das, und ich genieße jede Sekunde." 

Beim Marathon 2017 will sie natürlich auch selbst erfolgreich sein. Die Drei-Stunden-Grenze soll fallen. Die letzten Tage stehen unter dem Zeichen der intensiven Vorbereitung. Hat sie ein paar Tipps parat? "Während des Trainings esse ich kaum Kohlenhydrate. Erst drei Tage vor dem Rennen fange ich dann an vollzutanken. Es gibt bei den meisten Marathons aus diesem Grund Pasta-Partys. Falls nicht, mach ich meine eigene Party", lacht Kovács. 

Am Tag vor dem Rennen gibt es nur noch eine Banane, Topfen und viel Wasser. Dann ist alles bereit für 42,5 intensive Kilometer. Dank dem Engagement von Kovács und ihren Kolleginnen und Kollegen ist der Wien Marathon sicher eines der freundschaftlichsten Rennen der Welt.

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