Dynamisch, schnell und athletisch: Faustball ist ein Sport für Vollblutathletinnen und -athleten. © Picturedesk

Faustball: So funktioniert der Kultsport

Wussten Sie, dass Faustball ein Wiener Sportklassiker ist? In den 60ern gab es noch Dutzende Vereine quer durch die Stadt. Heute ist das leider nicht mehr so. Schade, denn Faustball hat für Sportfans sehr viel zu bieten.

Faustball klingt im ersten Moment martialisch. Doch keine Bange: Dass irgendeine Faust mit deinem Gesicht Kontakt aufnimmt, ist unwahrscheinlich. Zumindest als Teil des Spiels. Die Faust braucht man vielmehr beim Aufschlag und bei Schmetterbällen über das Netz. Moment: Bälle über das Netz? Das klingt doch bekannt. Und ja, Volleyball und Faustball haben viel gemeinsam, unterscheiden sich aber doch sehr. In Österreich hat Faustball eine lange Tradition und wir waren auch schon Weltmeister und Europameister. Heutzutage ist es vor allem in Oberösterreich sehr beliebt.

Naher Verwandter des Volleyball

Das Prinzip ist bei Faustball und Volleyball das gleiche. Beides sind Rückschlagspiele, bei denen der Ball korrekt über das Netz muss. Kommt er nicht mehr zurück oder geht ins Aus, punktet das andere Team. Das Feld ist beim Freiluftfaustball der Erwachsenen aber größer: 25 mal 20 Meter pro Halbfeld. Das heißt bei fünf Spielerinnen oder Spielern pro Team, dass Athletik und Kondition eine größere Rolle spielen. Es gibt auch Hallenfelder, diese sind etwas kleiner.

Das Punktesystem ist jenem beim Volleyball sehr ähnlich. Auch hier versucht man den Ball so zu spielen, dass er mit der Faust geschmettert und so gepunktet werden kann. Drei Spielerinnen oder Spieler eines Teams dürfen pro Zug an den Ball. Der vielleicht größte Unterschied zum Volleyball: Der Ball darf einmal aufspringen. Das ändert das Spiel total. Man muss den Ball und seine Bewegung genau berechnen. Die Bälle gibt es übrigens in den verschiedensten Gewichten, je nach Alter und Geschlecht der Teams.

Der Unterarm macht die Musik

Gespielt wird ebenfalls anders als beim Volleyball. Aufschlag, der nicht von hinten, sondern von einer Drei-Meter-Linie erfolgt, und Angriff funktionieren per Faust. Aufgespielt wird nicht mit dem klassischen Volleyball-Bagger. Stattdessen wird dafür immer ein Arm, und zwar nur der Unterarm und auch hier nur die Unterseite, benutzt. Handgelenk, Handfläche und Oberarm sind Fehler. Dem Ball eine ideale Flugbahn und den optimalen Drall zu geben, ist die Kunst. Woran man beim Faustball die Neuen erkennt? An den blauen Flecken auf den Unterarmen. Im Ernst: Das tut höllisch weh.

Warum Faustball aus der Mode kam, ist eigentlich schwer zu begreifen. Volleyball, Beachvolleyball oder auch Basketball wurden unter Jugendlichen populärer und Faustball verblieb den "Älteren". Doch Faustball ist ebenso dynamisch wie die genannten Trendsportarten. Denn Faustball ist richtig schwer, sehr athletisch und macht Spaß. Doch eine Renaissance ist nicht ausgeschlossen, mancherorts, etwa in Deutschland, wird der Zulauf auch wieder stärker.

TV Kagran, ein Wiener Topklub

Ein Besuch beim TV Kagran, einem Wiener Traditionsklub, zeigt, der Sport wird nach wie vor leidenschaftlich ausgeübt. Hier gibt es auch noch eine intensive Jugendarbeit, etwa in Kooperation mit Kagraner Schulen. Auch der eigene Platz im 22. Bezirk hilft, die Fahne des Faustballs hochzuhalten. Nicole Holzmann, 2012 Weltmeisterin mit dem Jugendnationalteam in Kolumbien, erzählt: "Mit einer guten Mannschaft auf dem Platz zu stehen ist einfach ein geiles Gefühl. Es ist lustig, anstrengend und fordernd. Und außerdem macht es nicht jede."Sie sind auch daran interessiert diesen Klassiker zu entdecken? Immerhin sind die Chancen einmal Weltmeisterin oder Weltmeister zu werden hier sicher am größten. Dann schau beim TV Kagran vorbei, das ist für alle die richtige Adresse.

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