Rechtzeitig zum Frühling wollen Herr A. und seine Mutter ein neues Fahrrad für A.s Freundin erwerben. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Mit neuem Schwung aufs Fahrrad

Dank stets steigender Temperaturen kann man sich wieder aufs Fahrrad schwingen. Davor sollte der fahrbare Untersatz allerdings gründlich überprüft werden. CLUB WIEN und Vorteilspartner Bike+More geben wertvolle Tipps.

Vor 200 Jahren waren die ersten Vorläufer des modernen Fahrrads in den Straßen Wiens unterwegs. Seitdem sind die per Muskelkraft betriebenen Zweiräder aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Während Hartgesottene ganzjährig auf ihren Rädern unterwegs sind und auch Minusgraden trotzen, werden viele Drahtesel nun im Frühling aus dem Winterschlaf geholt. Sich einfach auf den Sattel schwingen und drauflosfahren, sollte man allerdings nicht. Denn davor sollte der fahrbare Untersatz einer gründlichen Überprüfung unterzogen werden.

Über 30 Jahre Erfahrung

Dazu haben wir das Team von Bike+More befragt. Bike+More ist CLUB WIEN-Vorteilspartner und seit über 30 Jahren Spezialist für alles rund ums Fahrrad. CLUB WIEN-Mitglieder bekommen hier fünf Prozent Ermäßigung auf ihren Einkauf. Hier konnten wir nun in Erfahrung bringen, was alles beachtet werden muss, bevor man sich mit seinem Rad wieder in den Straßenverkehr wagt.

Ein roter Reflektor an der Rückseite des Fahrrads ist Pflicht. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Reflektoren, Bremsen, Klingel

Und so wird das Rad also frühlingsfit: "Die erforderlichen Reflektoren müssen an der richtigen Stelle angebracht sein: vorne der weiße, hinten der rote. Dazu kommen welche an den Pedalen sowie die Speichenreflektoren, auch bekannt als Katzenaugen", erklärt Peter Deimböck, Geschäftsführer von Bike+More. "Die Bremsanlage muss funktionieren und das Rad muss über eine Klingel verfügen. Außerdem sollte man alle Schrauben checken, damit wirklich alles fest sitzt. Auch den Reifendruck gilt es zu überprüfen." Das kann man leicht mit einem Luftdruckmesser machen. Kotflügel sind übrigens nicht verpflichtend. Dafür herrscht Helmpflicht bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. 

Selber machen oder doch in die Werkstatt bringen?

Was ebenfalls selbst eingestellt werden kann, ist die Sattelhöhe. Dabei setzt man sich aufs Rad und tritt das Pedal bis zum tiefsten Punkt durch. Bei ausgestrecktem Bein sollte der Fuß dann einen leichten Winkel von zehn Grad aufweisen. Vieles an Wartung und kleinen Reparaturen können Radfahrerinnen und -fahrer mit dem richtigen Werkzeug selbst zu Hause erledigen. Die Grundausstattung ist überschaubar und passt in jede noch so kleine Fahrradtasche: ein 15er-Schraubenschlüssel, ein beliebiger Kreuzschlüssel so wie je ein 4er-, 5er- und 6er-Inbusschlüssel.

An Schaltung und Bremsanlage sollten nur Profis Hand anlegen. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Dennoch lässt sich nicht alles selbst machen. Dann empfiehlt sich der Besuch einer Radwerkstatt. "Wenn die Bremsbelege abgenützt, Kurbel oder Tretlager locker sind, sollte man Fachleute aufsuchen. Oft hat man auch nicht das erforderliche Werkzeug zu Hause. Das ist im Fahrradbereich natürlich ein wenig spezieller", erläutert Deimböck. Auch an der Schaltanage sollte man nicht selbst herumpfuschen. Diese Arbeit überlässt man lieber Profis.

Augen auf beim Fahrradkauf

Doch auch das treuste Fahrrad kann den Weg alles Irdischen gehen, irreparable Schäden aufweisen und nicht mehr zu retten sein. In diesem Fall hilft nur noch ein Neukauf. Was gilt es da zu beachten? Fachmann Deimböck: "Die erste Frage, die sich stellt: Wo wird das Fahrrad hauptsächlich genutzt? Wenn eine Person nur in der Stadt unterwegs ist, würde ich ihr kein Mountainbike verkaufen. Wenn ich in der Stadt fahren will, sollte ich darauf achten, dass Lichtanlage, Kotschützer und Gepäckträger vorhanden sind. Denn bei vielen Rädern, die nicht damit ausgestattet sind, ist es gar nicht möglich, sie im Nachhinein damit auszurüsten."

Bike+More-Geschäftsführer Peter Deimböck (l.) führt Herrn A. ein Fahrrad vor. Herr A. will es für seine Freundin erstehen. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Fahrradlichter und Schaltungen

Fahrräder ohne Beleuchtung können leicht mit batteriebetriebenen Lichtern nachgerüstet werden. Stark gefragt sind dabei Leuchten mit USB-Anschluss, die an jedem Computer aufgeladen werden können. Bei der Schaltung wiederum kommt es darauf an, wie intensiv das Fahrrad genutzt wird, sagt Deimböck: "Wenn man nur ein Mal in zwei Wochen einen Ausflug macht und das Rad nicht täglich benutzt, sind nicht unbedingt die höchstwertigen Schaltkomponenten notwendig. Wenn ich aber täglich unterwegs bin und nachhaltig kaufen will, achte ich natürlich darauf, dass ich eine bessere Schaltgruppe oben habe, die der höheren Beanspruchung standhält."

Eine Kerze fürs Rücklicht

Die österreichische Straßenverkehrsordnung, an die sich alle Radlerinnen und Radler zu halten haben, ist seit 1961 in Kraft. Entsprechend altmodisch wirkt so manche Anordnung. Die Leuchtkraft eines Rückscheinwerfers etwa muss der einer Kerze entsprechen, die eines vorne angebrachten Lichtes der von hundert Kerzen. Ob bei Dämmerung mit Licht oder tagsüber ohne: Beim Fahren sollte man Achtsamkeit und Fahrspaß gleichermaßen berücksichtigen. In diesem Sinne: Rauf auf den Sattel und rein in den Frühling.

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