Martin Jank (rechts) vom Wiener Gewässermanagement trifft Patrick Burger, Cocobello-Eigentümer und Pächter auf der CopaBeach, samt Familie. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Wiens coole Strandpromenade

Die CopaBeach bei der Reichsbrücke erstrahlt nach der Renovierung in neuem Glanz. Zwischen Lokalen und gemütlichen Sandstränden hat der Wiener Sommer ein neues Highlight. Wir haben Martin Jank vom Wiener Gewässermanagement zu einem Streifzug getroffen.

Sich im Liegestuhl räkeln, die Beine im Sand und einen alkoholfreien Mojito in der Hand. Strandgefühl zehn Minuten vom Karlsplatz entfernt. Die CopaBeach bei der Reichsbrücke im 22. Bezirk ist nach der umfassenden Umgestaltung das neue Freizeitidyll Wiens. Martin Jank vom Wiener Gewässermanagement ist bei einem Spaziergang durch das Areal sichtlich stolz auf das Angebot, das die Stadt Wien hier geschaffen hat.

Chillen ohne Kaufzwang

Zwischen Palmen und Liegestühlen erklärt er die Hauptunterschiede zu früheren Zeiten. "Es gibt zwei ganz große Unterschiede. Die Obhut der Stadt Wien und die konsumfreien Zonen", sagt Jank. Die Stadt Wien trägt dafür Sorge, dass die Copa sauber ist und bleibt. Die konsumfreien Zonen geben den Bürgerinnen und Bürgern die Chance, hier wirklich nach Lust und Laune zu entspannen. "Wollte man früher am Wasser sitzen, unterlag man einem Konsumzwang. Sprich, man musste etwas zu essen oder zu trinken kaufen. Das kann man heute immer noch, aber wollen Sie nur schwimmen oder im Liegestuhl faulenzen, können Sie das jetzt ganz einfach so, ohne Kaufzwang."

Einfach mal die Seele baumeln lassen. Auch das ist auf der CopaBeach kein Problem. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Dazu hat die Stadt kleine Sandstrände geschaffen und gratis Liegestühle zur Verfügung gestellt. Das Angebot kommt an. In den Liegestühlen liegen Seniorinnen und Senioren, Jugendliche sitzen auf dem kleinen Steg neben der bekannten gelben Brücke. Auf der Promenade rollt ein Skater im Hawaiihemd auf seinem Board relaxt den Weg entlang. Spezielle Zielgruppe gibt es hier ganz bewusst keine. Alle Wienerinnen und Wiener sind hier willkommen.

Auf einen Sprung ins Cocobello

Die Gastronomie wurde auch neu konzipiert. Neben zwei Restaurants gibt es vor allem einige kleine Cocktailbars und Lokale. Diese sogenannten Food Trucks sind nicht permanent vergeben, sondern werden regelmäßig wechseln. Beim Gschupftn Ferdl regiert Heurigencharme. Die Gäste unterhalten sich angeregt über den Sand und ob er eher an Italien oder Spanien erinnert.

Barkeeper unter sich: Severino, Patrick und Leon mixen Coconut Kiss und Co. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Martin Jank hat einen Termin mit Patrick Burger, dem Betreiber des Cocobello. Das Cocobello liegt zentral, direkt vor einem kleinen Sandstrand und einem Steg. Patrick Burger ist der Skateboarder, der uns schon vorher aufgefallen ist. Das Cocobello ist eigentlich ein renommiertes Cocktail-Catering-Unternehmen. Die CopaBeach ist für Burger aber kein Neuland. "Ich liebe dieses Areal und ich bin hier aufgewachsen und viele Stunden Skateboard gefahren", erinnert sich Burger. "Wir sind sogar mit dem Skateboard heim nach Floridsdorf. Halbe Stunde rollen und du bist zu Hause."

Das neue Trendgrätzel

Danach war Burger viele Jahre nicht bei der Copa. Vor ein paar Jahren ist er mit seiner Frau durchspaziert. "Ich muss ehrlich zugeben, das hat mir nicht gefallen. Ich wollte nicht einmal etwas trinken." Das neue Konzept hat ihn aber doch überzeugt und die Transformation der Copa begeistert den Cocktail-Profi. "Unglaublich, was sich schon alles getan hat. Es sieht toll aus. Ich bin sehr froh, dass ich hergekommen bin." Für ihn hat die CopaBeach ganz klar das Zeug, das neue Wiener Trend-Freizeitareal zu werden.

Martin Jank kontrolliert den Sandstrand und meldet der Abteilung das alles bestens ist. © Bohmann/Andrew Rinkhy

"Man hat frische und gute Luft, die vom Marchfeld hereinweht, das Wasser ist sauber, gratis Liegestühle gibt's und bei uns preiswerte Cocktails mit besten Zutaten. Und die Anbindung mit der U1 ist der Wahnsinn. Ich war letztens bei einem Termin am Karlsplatz und binnen zehn Minuten hier." Stars im Cocobello sind die Cocktails. Burger legt viel Wert darauf, nur die besten Getränke zu servieren. Das ist bei ihm Berufsethos und Ehrensache. Auch seine beiden Barkeeper, Severino und Leon, üben den Beruf mit der notwendigen Ambition aus. Gibt es diese Saison irgendwelche Trenddrinks?

Die Drinks der Saison

"Also bei uns geht der Coconut Kiss hervorragend, das ist im Wesentlichen eine alkoholfreie Piña Colada mit Grenadine drüber. Dadurch wird der Cocktail oben rot, daher der Name Kiss. Der nicht alkoholische Mojito ist ein Dauerbrenner und der Raspberry Rocks mit Ingwerbier wird sehr gut nachgefragt", sagt Severino. "Unser hausgemachter Eistee ist auch ein heißer Tipp und unser Copa Radler mit alkoholfreiem Bier liegt auch im Trend", ergänzt Leon.

Nach dem Besuch im Cocobello kontrolliert Martin Jank einen der Sandstrände. Die Liegestühle sind nach wie vor in bestem Zustand und alles ist sauber. Für ihn und viele andere ist die CopaBeach ein Stück weit das eigene "Baby". Man kommt halt doch öfter mal vorbei und schaut, dass alles gut läuft. Ganz normal, nach der vielen Arbeit, die von ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen sowie etlichen anderen Abteilungen der Stadt investiert wurde.

Die Promenade lädt zum Flanieren ein. Links sieht man das hochwassersichere Doppelrestaurant mit dem Mar y Sol und dem Rembetiko. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Ab zum Strand

Die Arbeit ist auch noch längst nicht zu Ende. "In den nächsten Jahren werden wir die Oberfläche umgestalten. Das heißt, eine neue Wegführung kommt, Böschungen und Hochwasserschutz werden Themen sein. Wir wollen auch neuen Platz schaffen und mehr Lokale herbringen." Auch Sport ist ein wichtiger Bereich. Beachvolleyball ist eingeplant, diverse Gymnastik- und andere Freizeitsportangebote sollen kommen. Yogastunden werden bereits angeboten. Das Gewässermanagement hat im Sommer alle Hände voll zu tun. "Wir beschäftigen uns mit wasserbaulichen Projekten für die Stadt. Dazu zählen unter anderem Altlastensanierung und Hochwasserschutz. Neben der CopaBeach und der Sunken City kümmern wir uns im Sommer auch um die Wasserpflanzen in der Alten Donau."

Auf der Copa nimmt alles weiterhin seinen entspannten Lauf. Die Leute sind gut drauf, lesen Bücher, löffeln Eis und cremen die Näschen ein. Irgendwo spielt jemand Reggae. Ein ganz normaler Tag am Strand mitten in Wien.

Nicht nur im Cocobello, auch in den anderen Foodtrucks, hier etwa im Figar, ist die Stimmung hervorragend. © Bohmann/Andrew Rinkhy

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