In Wien erfreut sich der US-Sport wachsender Beliebtheit. ©iStockphoto

Baseball bei den Vienna Wanderers

Europa und Baseball, das war lange Zeit undenkbar. Schön langsam aber wird's was! Auch Wien kommt auf den Geschmack, vor allem dank Clubs wie der Vienna Wanderers. Wir haben den Verein besucht und bei Match und Training über die Wurfarme geschaut.

Klack! Dieses Geräusch liebt beim Baseball jede Spielerin und jeder Spieler. Blöd nur, dass wir es bei unserem Besuch bei den Vienna Wanderers selten zu hören bekamen. Der liebliche Klang, der entsteht, wenn der Schläger den Ball trifft, ist nämlich recht schwer herbeizuführen. Sogar in der Major League Baseball, der größten Liga der Welt, kann man mit drei aus zehn Versuchen sehr zufrieden sein. Wir tendieren bei unserem Besuch eher zu eins aus 20. Vielleicht auch 30.

Starke Arme sind gefragt

Das liegt gar nicht daran, dass Flo, Werfer oder "pitcher" bei den Wanderers, uns vorführen will. Er bemüht sich aus Leibeskräften, uns leichte Bälle zu servieren. Wir treffen halt einfach nicht. Schon früh schreiben wir in unseren Notizblock: Baseball ist schwer. Viele denken, bei diesem Sport steht man 90 Prozent der Zeit nur rum, wirft ein bisschen und fuchtelt mit dem Schläger rum. Die Wahrheit ist aber, dass Baseball ein hochspezialisierter Sport ist, der enorme Konzentration erfordert. Für jede Position auf dem Feld braucht man gewisse Fähigkeiten. Und genau diese werden akribisch trainiert. Darum können die Spielerinnen und Spieler in ihren Spezialgebieten auch nahezu Unmenschliches leisten. Beispiel gefällig? Daniel kann gegnerischen "battern", also Schlagmännern, die Bälle mit 120 Kilometern pro Stunde servieren. Da fällt uns nur eines ein: Na bumm!

Duell auf dem Baseballplatz

Die "batter" wiederum verstehen es, den "pitcher" zu lesen. Antizipation und ein gutes Gespür sind alles. Andreas, "catcher" bei den Wanderers, zeigt uns dann beim Schlagtraining, wie es wirklich geht, und donnert den Ball regelrecht in die Maschen des Käfigs. Was die beiden über Leute denken, die glauben, Baseball sei kein richtiger Sport? "Einfach vorbeikommen und ausprobieren. Dann sehen sie, wie es ihnen dabei geht." Spoiler-Alarm: schlecht. Das klassische Duell Werferin beziehungsweise Werfer gegen Schlagfrau beziehungsweise Schlagmann kann man nur mit viel Erfahrung und jahrelangem Training dominieren. Auch uns packt das Fieber dieses Zweikampfs beim Training sofort.

Perfekt geölte Maschine

Die Spielerinnen und Spieler, die während des Schlages im Feld stehen, haben vor allem einen Job: den Ball schnell erobern und zu einer der "bases" werfen, bevor eine Läuferin oder ein Läufer dort ankommt. Idealerweise fängt man ihn gleich aus der Luft, dann hat man automatisch die Gefahr gebannt. Hierbei zählen Athletik, Schnellkraft, ein gutes Auge und eine Granate von Wurfarm. Stimmt schon, die Spielerinnen und Spieler stehen schon oft rum und spucken aufs Feld. Doch beim Einsatz muss man blitzschnell reagieren und haargenau werfen, ansonsten hat man keine Chance. Bei einem Testspiel des heimischen Nationalteams gegen ein All-Star-Team der Liga staunen wir nicht schlecht. Wie automatisch und fein geölt die Spieler vorgehen, beeindruckt uns. Und die Hand tut uns schon bei der Vorstellung weh, einen dieser hammerharten Würfe zu fangen.

Kostprobe gefällig?

Doch keine Bange: Baseball spielen, ist nicht gefährlich. Neulinge werden nicht überfordert. Dazu gibt es auch chilligere Varianten wie Softball. Auch die Vienna Wanderers laden regelmäßig dazu ein, vorbeizukommen und sich am Ball auszuprobieren. Denn eines zählt beim Baseball mehr als anderes: das Teamgefühl und die Gemeinschaft. Egal ob man mit Freundinnen und Freunden im Park den Ball wirft oder den Teamkameradinnen beziehungsweise Teamkameraden von der Bank aus zujubelt: Baseball und Softball sind perfekte Wege, einen Nachmittag zu verbringen. Kein Wunder, dass der Sport Amerikas liebste Freizeitbeschäftigung ist. Wir denken, auch Europa wird seinem Charme bald erliegen.

Baseball bei den Vienna Wanderers. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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