Radwege, wie dieser beim Westbahnhof, spielen eine große Rolle in der Straßenplanung. © MA28/Christian Fürthner

Lebensadern der Stadt

Hier pulsiert das Geschehen. Wir nutzen sie täglich, um von A nach B zu kommen. Sie geben die Richtung vor, auf ihnen kommen wir ans Ziel: die Straßen und Wege Wiens. Die MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau koordiniert die geplanten Straßenprojekte.

Wien wächst. Und mit der Stadt natürlich auch ihr Straßennetz. Geht man nach dem Fachkonzept Mobilität, wird man sich in Wien 2025 hauptsächlich per Rad, zu Fuß und mit Öffis bewegen. Unsere Straßen und Wege leisten also einen wichtigen Beitrag, damit wir aktiv in die Zukunft gehen und radeln können.

Wien ist eine historisch gewachsene und keine von Anfang an spezifisch entworfene Stadt wie etwa Dubai. Dennoch ist auch hier gute Planung alles. Besonders was den Straßenbau betrifft. "Für die Planung und Gestaltung einer Hauptverkehrsverbindung muss man andere Überlegungen als etwa für die Konzeption eines Geh- oder Radweges anstellen. Die Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und die zukünftige Verkehrsentwicklung in diesem Gebiet müssen ebenso bedacht werden", meint Bernhard Engleder, Dienststellenleiter bei der MA 28. Die Planung einer Straße ist eine komplexe Aufgabe. In Wien sind daran mehrere Abteilungen beteiligt.

Die wesentlichen Kriterien, auf die man bei der Straßenplanung Rücksicht nehmen muss, sind:

  • Ausreichend Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie für öffentliche Verkehrsmittel
  • Verkehrssicherheit als oberste Priorität
  • Berücksichtigung der Anforderungen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Straßenraum
  • Attraktivierung des öffentlichen Raumes durch funktionelle und ansprechende Gestaltung
  • Beachten von Gender-Mainstreaming-Aspekten
  • Einbeziehen von Umweltfaktoren wie beispielsweise Lärm, Abfall oder Staub
  • Organisation des ruhenden Verkehrs, Parkraumplanung
"Für die Planung und Gestaltung einer Hauptverkehrsverbindung muss man andere Überlegungen als etwa für die Konzeption eines Geh- oder Radweges anstellen", meint MA 28-Dienstellenleiter Bernhard Engleder. © PID/Christian Fürthner

An allen Straßenbauvorhaben sind die jeweils betroffenen Bezirke sowie zahlreiche Dienststellen wie zum Beispiel die Abteilungen Verkehrsorganisation und technische Angelegenheiten (MA 46), WIEN LEUCHTET (MA 33), Stadtgestaltung und Architektur (MA 19) oder Wien Kanal sowie externe Unternehmen beteiligt. "Von der Bedarfsermittlung über die Linienfindung, dem eigentlichen Bauentwurf bis hin zur Planfestlegung. Die Koordination aller beteiligten Dienststellen und externer Unternehmen übernimmt die MA 28", erläutert Bernhard Engleder. Er ist Dienststellenleiter bei der MA 28 und hat Wiens Straßennetz immer fest im Blick.

Visualisierung der unterschiedlichen Nutzungsräume auf dem Gebiet des Hauptbahnhofs Wien. © Aldinger & Wolf

Neue Straßen sind notwendig

Neue Verkehrsverbindungen in Wien beschränken sich im Wesentlichen auf Stadterweiterungs- beziehungsweise Stadtentwicklungsgebiete. Große Projekte sind der Hauptbahnhof und die Seestadt Aspern. "Ein bedeutender Teil der MA 28-Aktivitäten bezieht sich auf Neu- und Umgestaltungen bestehender öffentlicher Flächen wie zum Beispiel die Ottakringer Straße oder die Mariahilfer Straße. Die Detailplanungen der Straßen erfordern die Einbeziehung übergeordneter Planungen anderer Abteilungen der Stadt Wien", so Engleder. Ein wichtiges Instrument der Straßendetailplanung ist das Fachkonzept Mobilität.

Aktuell befinden sich in Wien folgende Straßenbauprojekte in Umsetzung und Planung: Seestadt und Stadtstraße Aspern im 22. Bezirk, Nordbahnhof im 2. Bezirk und In der Wiesen Ost im 23. Bezirk.

So wird der neue Stephansplatz künftig aussehen. © kirsch ZT

Ursprung und Moderne

Dadurch, dass Wien eine historisch gewachsene Stadt ist, kommt es aber häufiger nicht zu einem kompletten Neubau, sondern zu einer Neuverteilung des öffentlichen Straßenraumes. "So wird derzeit bei vielen Projekten die Qualität für den Fuß- und Radverkehr erheblich verbessert und damit die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar erhöht", verdeutlicht Engleder. Das ursprüngliche Wiener Stadtbild mit seinen Pflasterstraßen und den klassischen Altbauten bleibt erhalten, wird aber zeitgemäß instand gehalten und ergänzt.

Der mobile wien.at-Stadtplan bietet vielfältige Informationen. © PID/Votava

Die Fachdienststellen der Stadt Wien sind in ständigem Austausch untereinander. Straßenbauvorhaben, aber auch kleine Veränderungen der Verkehrsorganisation, wie zum Beispiel Einbahnregelungen, werden zeitnah von der MA 41 -Stadtvermessung Wien und der MA 14 - Automationsunterstützte Datenverarbeitung im wien.at-Stadtplan eingepflegt, der auf die Mehrzweckkarte der Stadt Wien zurückgreift. "Alle Kartenunternehmen können auf diese Mehrzweckkarte der Stadt Wien zugreifen und verfügen so immer über aktuelle Pläne", erklärt Engleder.

Sie befinden sich auf der schnellsten Route!

Das Navigationsgerät weiß, wo’s lang geht. Doch wie findet sich das Navi automatisch auf neuen Straßen zurecht?

Bernhard Engleder erklärt: Die Graphenintegrations-Plattform GIP bildet als offizieller Verkehrsgraph das gesamte Verkehrsnetz Österreichs mit allen zugehörigen Informationen digital ab. Sie ist wesentlich detaillierter, umfassender und auch aktueller als herkömmliche kommerzielle Graphen. Einerseits dient die GIP der öffentlichen Verwaltung und den Behörden als Grundlage für ihre tägliche Arbeit, andererseits ist sie aber auch eine ausgezeichnete Grundlage für Routing und Navigation. Über E-Government-Prozesse werden alle Änderungen im Straßennetz, und somit auch neue Straßen, in der GIP laufend aktualisiert. So kann etwa alle zwei Monate ein neuer aktueller Datensatz entstehen. Seit Anfang 2016 wird die GIP als Open-Government-Data für alle kostenlos zur Verfügung gestellt und von den verschiedensten Nutzerinnen und Nutzern und zahlreichen Services wie beispielsweise Navis intensiv verwendet.

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