tanzende Kinder
Mit dem "Tanzkraftwerk" kann Energie erzeugt werden. © Wien Energie/FOTObyHofer

Energie wird zum Erlebnis

Tanzkraftwerk, Wärmebild-Selfie und Photonenball-Wurfmaschine. In der Erlebniswelt der Wien Energie lernt man Fernwärme, Strom und Erdgas von einer neuen Seite kennen. Leiterin Annemarie Kouba erklärt warum.

Wien Energie geht seit kurzem neue Wege in der Betreuung von Kundinnen und Kunden. Schlichte Information wird mit spielerischer Unterhaltung in einer eigenen Erlebniswelt kombiniert. CLUB WIEN hat mit der Leiterin Annemarie Kouba über das neue Zentrum gesprochen.

CLUB WIEN: Warum sollte man die Wien Energie-Erlebniswelt besuchen?

Annemarie Kouba: Wien Energie geht einen neuen Weg. Information und Beratung werden in der Wien Energie-Erlebniswelt auf neuartige Weise zusammengefasst. Unsere Kundinnen und Kunden werden aktiv einbezogen. Grundlegendes zu den Themen Energie, Strom, Wärme und Energieeffizienz wird so spielerisch als Aha-Erlebnis vermittelt.

Wie kam es überhaupt zu der Idee?

Mit Dezember 2014 wurde das Wien Energie-Haus in der Mariahilfer Straße geschlossen. Bereits im März 2014 erfolgte der Projektstart für ein modernes Beratungs- und Ausstellungszentrum mit Erlebnischarakter am Standort Spittelau. Die "Wien Energie-Erlebniswelt" wurde mit dem Ziel geplant, Energie spielerisch begreifbar zu machen. Mit ihr wird das bereits am Standort befindliche Kundendienstzentrum, die Energieberatung und die Werksführungen durch die Müllverbrennung Spittelau zur "Wien Energie-Welt" komplettiert.

Nach welchen Kriterien wurden die einzelnen Themenbereiche ausgewählt?

Die Wien Energie-Erlebniswelt wurde nach neuesten erlebniswissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltet. Die Themenbereiche veranschaulichen die Wien Energie-Kernbereiche Energie, Strom, Wärme mit dem Ziel den Besucherinnen und Besuchern das wichtige Thema Energieeffizienz näher zu bringen und warum sie für den baldigen Umstieg auf erneuerbare Energie und den Weiterbestand unseres Weltklimas so wichtig ist.

Mit welchen Expertinnen und Experten wurde dabei zusammengearbeitet?

Unter Einbeziehung von Erlebniswissenschafterinnen und Erlebniswissenschaftern wurden mit dem Projektteam und den Wien Energie-Energieberaterinnen und Energie-Beratern die Themen und Methoden abgestimmt. Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes erfolgte dann durch ein Architektenteam. Dieses brachte seine Erfahrungen mit derartigem Ausstellungsbau ein und fungierte als Generalplaner. Die Erlebnis-Stationen selbst baute ein europaweit erfahrenes Unternehmen.

Welche Idee steckt hinter der Erlebniswelt? Was möchte Wien Energie damit vermitteln?

Die "Wien Energie-Welt" vereint die "Wien Energie-Erlebniswelt", das Servicecenter, die Energieberatung und die Werksführungen durch die Müllverbrennungsanlage Spittelau. Besucherinnen und Besucher können all ihre Anliegen unter einem Dach erledigen. Die Notwendigkeit der Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen ist unumstritten und durch das Energieeffizienzgesetz auch gesetzlich untermauert. Aus diesem Grund sind Energieberatung bzw. Energieeffizienz auch Schwerpunkt der neuen Erlebniswelt. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken.

Wer ist die Zielgruppe?

Neben dem Erlebnis stehen das Verstehen und der richtige Einsatz von Energie im Alltag im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besuchern erleben Energie und erfahren von den Energieberaterinnen und Energieberatern, die als Guides durch die Ausstellung führen, wie man sie richtig einsetzt und mit welchen Maßnahmen man Energie spart. Da Energieeffizienz alle betrifft, ist die Erlebniswelt an keine Zielgruppe gebunden. Vorrangig wird die Erlebniswelt jedoch von Schulklassen und Bildungsinstitutionen im Rahmen von Führungen besucht.

Gibt es auch Führungen?

Es finden täglich bis zu drei Führungen durch die Erlebniswelt und meist ebenso viele durch die Müllverbrennungsanlage Spittelau statt. Zu den Führungen ist eine Anmeldung erforderlich, für den Besuch der Erlebniswelt jedoch nicht.

Bekommt man einen anderen Bezug zu Energie nach einem Besuch in der Erlebniswelt? Geht man zum Beispiel sparsamer damit um?

Durchaus! Die Welt der Energie wird so dargestellt, dass jeder Besucherin und jedem Besucher bewusst wird, das nur ein effizienter Umgang mit Energie - vor allem in Anbetracht der rasant wachsenden Stadt - zu einem möglichst raschen Umstieg auf erneuerbare Energien führen kann. Und das ist letztlich Voraussetzung dem rfortschreitenden Treibhauseffekt Einhalt zu gebieten.

Gibt es so etwas wie ein heimliches Highlight? Welche Station kommt am besten an?

Es gibt mehrere Highlights! Eines davon ist gleich zum Start der Erlebniswelt die 1,5 m große Erdkugel auf deren Oberfläche echte Geodaten projiziert und Auswirkungen des Treibhauseffekts beobachtet werden können. Zu den weiteren Highlights zählen das "Tanzkraftwerk" und die "Photonenball", wo Strom durch Tanzen bzw. durch Beschuss mit Bällen, die die Sonnenstrahlen darstellen, erzeugt wird. Aber auch die "Tour de Watt", die vermittelt wie mühevoll es ist, mit Muskelkraft Elektrogeräte zu betreiben.

Wie schaut die Zwischenbilanz besuchermäßig nach rund drei Monaten aus?

Die Praxis zeigt, dass die Besucherinnen und Besucher fast ausschließlich mit Führungen die Erlebniswelt kennenlernen. Die Anfangsphase diente vorrangig dem Sammeln von Erfahrung und ersten Belastungstests.

Gibt es Ausbaupläne, sind weitere Stationen geplant?

Derzeit sind wir mit den 19 Stationen optimal aufgestellt. Die Praxis wird nach einiger Zeit zeigen, wie weit neue Dienstleistungsangebote und Innovationen dargestellt werden müssen, um beim Thema Energieeffizienz "am Ball zu bleiben".

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