Bei der Urban Future Global Conference treffen sich Menschen aus aller Welt, die Veränderung in die Städte bringen wollen. © Helmut Lunghammer

Die Zukunft der Städte beginnt jetzt

Um nicht weniger als die Zukunft der Städte geht es bei der Urban Future Global Conference. Hier treffen sich all jene, die sich Nachhaltigkeit und Veränderung an ihre Fahnen geheftet haben. Erstmals findet die Konferenz in Wien statt.

Nach drei Jahren in Graz residiert die Urban Future Global Conference erstmals in der Bundeshauptstadt mit der Stadt Wien als Partner und Gastgeber. Von 28. Februar bis 2. März werden in der Messe Wien 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 400 Städten, 50 Ländern und von vier Kontinenten erwartet. Zudem werden mehr als 200 Rednerinnen und Redner über unterschiedlichste Themen sprechen. "How to lead change in your city" (auf Deutsch "So führen Sie Veränderung in Ihrer Stadt herbei"), "Forget urban planning as we know it" ("Vergessen Sie Stadtplanung, wie wir sie kennen") und "The next evolution of urban mobility" ("Die nächste Evolution urbaner Mobilität") sind nur einige davon.

Gründer Gerald Babel-Sutter bringt auf der Konferenz einmal jährlich jene Menschen zusammen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in ihren Städten einsetzen. Sie gelten als "City Changer", also als "Stadt-Veränderinnen" und "-Veränderer", als Macherinnen und Macher in Sachen Umgestaltung. Sie agieren letztlich als Innovationstreiberinnen und -treiber und bringen Prozesse in Gang.

Gründer Gerald Babel-Sutter hat es sich zur Aufgabe gemacht, all jene zusammen zu bringen, die sich für nachhaltige Entwicklung in ihren Städten einsetzen. Hier bei der Urban Future Global Conference 2016. © Helmut Lunghammer

Mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Städten

Dass Städte im Fokus stehen, hat seinen Grund: Immerhin lebt mehr als die Hälfte der Menschheit im urbanen Raum. Mehr noch: In den Bereichen Nachhaltigkeit und Lebensqualität haben viele Städte ihre jeweiligen Nationen längst überholt. In der Urban Future Global Conference wird der offene, gerne auch kritische Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gepflegt. Dabei predigen die Rednerinnen und Redner nicht von der Kanzel, sondern setzen auf Dialog auf Augenhöhe und mischen sich unter die Anwesenden.

Schließlich gilt es, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und so die eigenen Städte davon profitieren zu lassen. Immerhin sind die Entscheidungen, die heute getroffen werden, prägend für die Entwicklung der nächsten zwei, drei Jahrzehnte. Letztendlich geht es um die Beantwortung der Fragen: Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Und: Wie sieht die Zukunft der Städte aus?

Bei der Urban Future Global Conference wird über die Zukunft der Städte diskutiert. © Helmut Lunghammer

Gemeindebauliebhaber aus New York

CLUB WIEN hat vorab drei Persönlichkeiten aus der Riege der Rednerinnen und Redner interviewt. In voller Länge können Sie diese spannenden Interviews in den nächsten Tagen hier lesen.

Den Auftakt macht Winston von Engel. Er ist Stadtplanungsdirektor des New Yorker Stadtteils Brooklyn. Seine Kindheit hat von Engel im siebenten Wiener Gemeindebezirk zugbracht, die Wiener Gemeindebauten faszinieren ihn immer noch. Außerdem bescheinigt er den Wienerinnen und Wienern einen großen Sinn für Nachhaltigkeit: "Wien ist eine sehr alte Stadt, die in Grundzügen ihre heutige Form angenommen hat, als es noch keinen Individualverkehr gab und man somit quasi auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war. Als Bewohnerin oder Bewohner Wiens benimmt man sich fast wie vor 150 Jahren. Das ist sehr nachhaltig."

Vancouver als grünste Stadt der Welt

Andrea Reimer ist die Protagonistin des zweiten Interviews. Sie ist Stadträtin der kanadischen Stadt Vancouver und hat sich ein ganz besonderes Ziel gesteckt: Bis 2020 soll Vancouver die grünste Stadt der Welt sein. Der Erfolg des Programms liegt auch darin begründet, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner dafür mit Begeisterung einsetzen: "Der Gedanke, zur grünsten Stadt zu werden, ist ihnen sehr wichtig. Sie kämpfen gegen Dinge, die sie als Bedrohung empfinden, und sie kämpfen für Dinge, mithilfe derer sie glauben, ihre Ziele besser erreichen zu können." Außerdem liegt Vancouver ähnlich wie Wien seit Jahren auf den vordersten Plätzen, wenn die Lebensqualität gemessen wird.

Rückeroberung des öffentlichen Raums

Den Abschluss der Interviewserie macht Rui Moreira, seines Zeichens Bürgermeister der nordportugiesischen Stadt Porto. Seine Hauptanliegen für eine erfolgreiche Zukunft der Städte: Wasserversorgung, kulturelle Angebote für alle und die Rückeroberung des öffentlichen Raums von den Autos: "Im 19. Jahrhundert hatten die Menschen keine Wohnzimmer, sie verbrachten ihre Zeit im Freien. Es gab keine Autos, und die Menschen nutzten den freien Raum, um miteinander zu leben. Im 20. Jahrhundert eroberten Autos den Raum. Gleichzeitig begannen wir, Wohnzimmer zu haben und vor dem Fernseher zu sitzen. Ich glaube, dass das 21. Jahrhundert eine Zeit wird, in der wir den öffentlichen Raum für unsere Freizeit zurückfordern."

Viele verschiedene Ansätze für Nachhaltigkeit und Veränderung in den Städten. Die Zukunft bleibt spannend.

Die Urban Future Global Conference findet von 28. Februar bis 2. März 2018 in der Messe Wien statt.

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