Die Station Alaudagasse nähert sich der Fertigstellung. Die Bauningenieure Martin Kronberger (links) und Alfred Schneller (rechts) gaben wien.at eine Tour durch das Areal. © Bohmann/Rene Wallentin
Der Abstieg zur Plattform ist nicht sehr weit, da der Zug recht nahe zu der Oberfläche einfährt. © Bohmann/Rene Wallentin
Im oberen Teil der Station wird noch gearbeitet, etwa an Lifttüren und Betriebsräumen. © Bohmann/Rene Wallentin
Bauingenieur Martin Kronberger von den Wiener Linien erklärt uns, woran noch gearbeitet wird. © Bohmann/Rene Wallentin
Wenn der Zug aus der Alaudagasse ausfährt, erblickt die U-Bahn erstmals seit Kaisermühlen Sonnenlicht. © Bohmann/Rene Wallentin
Die Plattform ist fertig. Die Hauptarbeiten im Innenbereich der Station sind erfolgreich abgeschlossen. © Bohmann/Rene Wallentin
Bauingenieur Alfred Schneller hat viel Erfahrung beim Stationsbau. Mit dem Fortschritt der Alaudagasse ist auch er sehr zufrieden. © Bohmann/Rene Wallentin
Die Kollegenschaft ist noch damit beschäftigt Kabel zu verlegen. Mit diesem Gefährt fahren sie durch den Tunnel. © Bohmann/Rene Wallentin
Der Blickwinkel des Zuges wenn er in die Station fährt. Weiter geht's Richtung Oberlaa und der Endstation. © Bohmann/Rene Wallentin

Alaudagasse: Die U-Bahn kommt nach Oberlaa

Ab 2. September 2017 fährt die U1 bis Oberlaa. Durch die Verlängerung rückt Favoriten näher ans Zentrum. Dafür arbeiten die Wiener Linien hart. inwien.at besuchte ein Jahr vor der geplanten Eröffnung die Baustelle der künftigen U1-Station Alaudagasse.

Unter der Favoritenstraße ist derzeit ordentlich was los. Seit 2012 bauen die Wiener Linien an der Verlängerung der Linie U1 nach Oberlaa. Die Strecke der U1 wächst mit dem Ausbau um 4,6 Kilometer und fünf Stationen. Für mehr als 23.000 BewohnerInnen der Hanssson-Siedlung bedeutet der Ausbau bessere Öffi-Anbindung, eine kürzere Fahrzeit in die City und eine Zeitersparnis bei ihren täglichen Wegen. Doch bevor die U-Bahn auf der neuen, unterirdischen Strecke fahren kann, stehen Tausende Stunden harter Arbeit von Tiefbauingenieurinnen und Tiefbauingenieuren, TunnelbauerInnen und Tunnelbauern, Gleisarbeiterinnen und Gleisarbeitern und Elektrikerinnen und Elektrikern. Davon konnte sich inwien.at bei einem Besuch in der Alaudagasse überzeugen.

Verkehrsknotenpunkt beim Hanssonzentrum

Die Station Alaudagasse liegt direkt neben dem Hanssonzentrum, unweit der Per-Albin-Hansson-Siedlung. Aktuell halten bei der künftigen U-Bahn-Station schon Busse der Linie 19A und 67B sowie die Buslinien ins Umland. Auch die Straßenbahnlinie 67, die von der jetzigen Endstation der U1 beim Reumannplatz losfährt, hat hier ihre Endstation, sie wird nach Abschluss der Bauarbeiten von der U-Bahn abgelöst. Oberirdisch kann man die beiden künftigen Zugänge zur U-Bahn schon sehr gut sehen. Die Glasfassade der Station ist bereits montiert und auch der Innenausbau läuft bereits.

Station nimmt konkrete Formen an

"Wir sind im Zeitplan", sagt Martin Kronberger, Bautechniker bei den Wiener Linien. Läuft alles wie bisher, hält die geplante Eröffnung im nächsten Jahr, gibt sich der Ingenier zuversichtlich: "Wir sind jetzt in der Aufbauphase, Stahlbauarbeiten laufen voran, ebenso die Wand- und Deckenarbeiten. Der Steinmetz ist am Fertigwerden und große Flächen von den Granitplatten sind schon verlegt." Tatsächlich sieht man beim Eintreten und auf dem Weg durch den oberen Teil der Station, dass nicht mehr viel bis zur Fertigstellung fehlt. Die Lifte brauchen noch Türen und letzte kosmetische Arbeiten, wie etwa die eine oder andere Wandverkleidung, stehen noch an. Im oberirdischen Teil der Station befinden sich Betriebsräume für Aufzüge und die Stationstechnik, die in den kommenden Monaten eingerichtet werden sollen.

Über die Treppe führt der Weg nach unten in den Bauch der Station. Auch hier sind die Wandverkleidungen bis auf ein paar fehlende Emaille-Platten bereist montiert. Das Design der Station passt zu dem der bestehenden U1-Haltestellen. In der Mitte ist eine zentrale Plattform mit neun Metern Breite, auf beiden Seiten werden die Züge halten. Insgesamt ist die Station rund 17 Meter breit. Der Mittelbahnsteig misst eine Länge von 115 Metern. Eigentlich scheinen die Arbeiten an der Station und an der Strecke nahezu komplett abgeschlossen zu sein. Mehr als 1.000 Meter Gleise wurden im Bauabschnitt Alaudagasse verlegt. Einige Meter weiter im Tunnel verlegen Techniker die letzten Kabel. Durch die Stromkabel, die doppelt ummantelt sind und so dick wie ein Daumen, werden beim Betrieb der Strecke dann 750 Volt Strom fließen und die Stromschiene unter Spannung setzen. Die Stromschiene läuft parallel zu den Gleisen und versorgt die U-Bahn-Züge mit Strom. Sie ist leicht an ihrer gelben Schutzabdeckung zu erkennen, die jede und jeder sicher schon einmal in der U-Bahn gesehen hat. Das Metallprofil unter der Abdeckung wird unter Strom gesetzt, der U-Bahn-Zug holt sich den Strom über einen Abnehmer, der Kontakt zur Stromschiene hält.

Tunnelbau war Herausforderung

"Nicht nur beim Bau, auch beim Betrieb der U-Bahn ist Sicherheit ganz wichtig", sagt Martin Kronberger und zeigt auf die verschiedenen technischen Vorkehrungen gegen Brand- und Hochwasserfälle. In regelmäßigen Abständen sind im Tunnel Ventilatoren und Abflüsse für Wasser installiert. Das Lüftungssystem und eine moderne Trockenlöschleitung werden gerade fertig installiert. Im Betrieb würden sie anspringen, wenn im Tunnel irgendwo Rauch gemeldet wird. Die Wände des Tunnels, in dem die Gleise verlaufen, sind aus 40 Zentimeter dickem Beton. "Die größte Herausforderung beim Bau waren die Tunnelvortriebsarbeiten", erinnern sich Martin Kronberger und sein Kollege Alfred Schneller. "Wir haben mit einem Tunnelbagger Meter für Meter ins Erdreich gegraben, abgesichert wurde immer mit Spitzbeton."

An der Ziellinie

Wären die Bauarbeiten ein Marathonlauf, man könnte die Ziellinie schon sehen. "Für uns heißt es jetzt, konzentriert arbeiten und die letzten Schritte positiv absolvieren. Wir sind am Fertigstellen, das kann man sagen", so Kronberger. "Die allerletzten Schritte werden dann die Wandverkleidungen, dekorative Elemente und Informationseinrichtungen für Fahrgäste sein." Die Station Alaudagasse ist übrigens der letzte unterirdische Abschnitt der U-Bahn in Richtung Oberlaa. Zuletzt fährt die U1 in Kaisermühlen oberirdisch.

Fakten zur Baustelle Alaudagasse:

  • Bauabschnittslänge: 672 m
  • davon Länge Station: 237 m
  • davon Länge Tunnel: 2 x 350 m = 700 m
  • davon Länge Weichenschacht: 85 m
  • Bohrpfähle: 11.100 m
  • Aushub: 120.000 m³
  • Beton: 49.500 m³ 
  • Betonstahl: 4.900 t

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