Die Ausstellung "Wien bewegt. Die Zukunft urbaner Mobilität" zeigt, wie Mobilität in Wien möglichst effizient und umweltverträglich organisiert werden kann. © Bohmann

Mobil in die Zukunft

Wie wird Wien in zehn Jahren aussehen? Womit werden wir zur Arbeit fahren? Und welche grundlegenden Veränderungen werden das Leben in der Stadt noch attraktiver machen? Aufschluss gibt die Ausstellung "Wien bewegt. Die Zukunft urbaner Mobilität".

Gleich beim Betreten der Planungswerkstatt im ersten Wiener Bezirk bekommt man einen Eindruck, welche Innovationen uns in Zukunft das Leben erleichtern werden. Ein kurzer Tastendruck und schon hat man sich das Anwenden der Armmuskelkraft beim Türöffnen erspart. Die Tür schwingt automatisch auf und wir dürfen die Ausstellung betreten. So schont man Energieressourcen und das ist zusammengefasst auch der Plan für die mobile Zukunft Wiens in der Fassung 4.0. Ressourcen effektiv und effizient einzusetzen, um das Leben, Arbeiten und Wohnen in Wien noch smarter zu machen.

Volle Fahrt voraus

Schlaue Erfindungen waren schon vor Jahrtausenden verantwortlich dafür, dass die Menschen mobiler wurden. Waren es früher Fahrrad, Motorrad, Auto, Eisenbahn und Flugzeug, so sind es heute Schwebebahn, Segway oder Elektroauto. Doch was kommt danach?

Wenn es um die Zukunft urbaner Mobilität geht, dreht sich vonseiten der Forschung alles um neue Technologien. Die Digitalisierung der Mobilität fand bei der Navigation ihren Anfang. Heute sind bereits umfassende Fahrassistenzsysteme im Einsatz. Das Auto parkt selbstständig ein, warnt, wenn sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet, oder bremst von alleine, wenn der Sicherheitsabstand zum Vorderfahrzeug nicht eingehalten wird. Eines der Konzepte, wie es mit der Mobilität auf der Straße weitergehen soll, ist das des selbstfahrenden Autos und der selbstfahrenden U-Bahn. Nur Zukunftsdenken? Keineswegs! Solche Fahrzeuge werden bereits getestet und könnten in absehbarer Zeit den Weg auf unsere Straßen finden.

Die Linie U5 ergänzt in Zukunft das Wiener U-Bahn-Netz. © Bohmann

Offen für den Anstieg des öffentlichen Verkehrs

Für Wien wird bis 2035 ein Bevölkerungswachstum von 16 Prozent prognostiziert. Das hat einen großen Einfluss auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Die Verlängerung der U1 und das Dazukommen der neuen Linie U5 sind nur ein Stück des Wegs, der in Richtung Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Wien führt. Ein mobiles Leben ohne eigenes Auto ist in Wien schon lange möglich und wird seit dem Einzug der Smartphone-Technologie sowie durch Carsharing-Angebote und eine vielerorts flächendeckende öffentliche Verkehrsinfrastruktur unterstützt.

Gut zu Fuß

Aktuell legen wir rund 27 Prozent unserer Wege per pedes zurück. Im Vergleich zu früheren Zeiten mag das relativ wenig erscheinen. Für die heutige Zeit, in der Fortbewegungsmittel praktisch immer verfügbar sind, ist das aber ziemlich viel. Ende der Fahnenstange ist hier aber noch lange nicht. Dem neuen Lifestyle "fitter, gesünder, aktiver" entsprechend, soll das Zufußgehen in Wien noch attraktiver werden. Ein Konzeptelement zur Realisierung ist der Ausbau des Wiener Stadtwegenetzes mit einer Ergänzung durch mehrere bezirksübergreifende Flaniermeilen. Die Stadt zu Fuß erkunden, sich mit Freundinnen und Freunden treffen, ab und zu Halt unter schattenspendenden Bäumen auf öffentlichen Bänken machen. Einfach die Wiener Lebensart genießen.

Unsere Stadt wächst. Und damit auch der Wunsch, Flächen optimal zu nutzen. © Bohmann

Neue Stadtgestaltung

Wien wächst und der Ruf nach gut geplanten und attraktiv gestalteten Lebensräumen wird immer lauter. Eine größere Bevölkerungsdichte bedeutet, dass die Nutzungsdichte im öffentlichen Raum steigt. Die Bedürfnisse und Wünsche der Wienerinnen und Wiener müssen bei der Gestaltung neuer Flächen berücksichtigt werden. Neue Stadtentwicklungsgebiete sollen in Zukunft mit sogenannten "Mobility Points" ausgestattet werden. Bewohnerinnen und Bewohner haben dann die Möglichkeit, mehr oder weniger direkt von ihrer Wohnung aus in die U-Bahn, in ein Carsharing-Auto oder auf ein Leihfahrrad zu steigen, um zur Arbeit, zur Uni etc. zu fahren.

Abschluss mit Ausblick

Wer die Ausstellung "Wien bewegt. Die Zukunft urbaner Mobilität" besucht, erhält einige Einblicke in Theorien und Konzepte, wie sich das Leben in Wien in ein paar Jahren abspielen könnte. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln als Rückgrat des städtischen Verkehrssystems und ergänzend dazu Gemeinschaftsautos und Sammelbusse können öffentliche Flächen für andere Dinge wie Begegnungs- und Spielzonen, Grünraum oder auch für die Gastronomie genutzt werden.

 

Führungen und Vorträge

Neben der Möglichkeit, sich die Ausstellung ganz in Ruhe selbst anzuschauen, werden Führungen durch die drei Ausstellungsräume angeboten. Weiters ergänzen Vorträge und Diskussionen das Programm:

 

Führungen:

Mittwoch, 9. und 30. November sowie 7. Dezember
Donnerstag
, 20. und 27. Oktober sowie 3., 17. und 24. November und 15. Dezember

Vorträge:

.) Weichen für die Zukunft. Das Linienkreuz U2/U5
Mit Gregor Stratil-Sauer, MA 18, und Andrea Weninger, Rosinak & Partner ZT GmbH
Donnerstag, 20. Oktober 2016, 17 Uhr

.) Warentransport in der Stadt. Drohnen, Roboter oder doch ganz anders?
Mit Gernot Liedtke, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Verkehrsforschung
Donnerstag, 27. Oktober 2016, 18 Uhr

.) Mobilität 18-30. Wie werden wir morgen unterwegs sein? Junge Innovatoren und Early Adopters berichten
Donnerstag, 3. November 2016, 18 Uhr

.) Wien bewegt. Herausforderungen und Zukunft urbaner Mobilität. Im Gespräch mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Gästen
Mittwoch, 9. November 2016, 18 Uhr

.) Autofahren in der Stadt. Ein ständiger Konflikt?
Mit Heinrich Strößenreuther, Initiative Clevere Städte, Christoph Chorherr, Gemeinderat Wien, Martin Hoffer, ÖAMTC, und Josef Binder, Polizei Wien
Donnerstag, 17. November 2016,18 Uhr

.) Mobilität und Mitbestimmung. Demokratiepolitik am Prüfstand
Mit Brigitte Jilka, Stadtbaudirektorin der Stadt Wien, Hannes Rockenbauch, Architekt, und Peter Rippl, Initiative Lebenswerter Nordbahnhof
Donnerstag, 24. November 2016, 18 Uhr

.) Innovation im Kontext der Stadtregion quer denken und Neues wagen. Stadt-Umland-Konferenz
Donnerstag, 30. November 2016, 13 bis 17.30 Uhr, 1., Palais Niederösterreich, Herrengasse 13

.) Smartphone-Starrer trifft auf Notbremsassistent. Verkehrssicherheit in Zeiten der Digitalisierung
Mit Klaus Robatsch, Kuratorium für Verkehrssicherheit, und Petra Jens, Mobilitätsagentur Wien
Mittwoch, 7. Dezember 2016, 18 Uhr

.) Autonomes Fahren: Raum. Recht. Risiko. Was kommt auf die Smart City Wien zu?
Mit Alexandra Millonig, Austrian Institute of Technology, und Werner Huber, Professor für Integrale Fahrzeugsicherheitssysteme
Donnerstag, 15. Dezember 2016, 18 Uhr

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