In Zukunft sollen weitere Gemeindebauten in Wien entstehen. Modern und zukunftsorientiert. © PID/Ismail Gökmen

Leistbarer Wohnraum schafft Lebensqualität

Wien gilt zum achten Mal in Folge als die Metropole mit der höchsten Lebensqualität. Ein überzeugendes Ergebnis, auch international.

Die Stadt Wien wurde 2009 erstmals als Stadt mit der höchsten Lebensqualität ausgezeichnet. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem erfreulichem Ergebnis leistet der Wiener Wohnbau. Denn Wohn- und Lebensqualität stehen in einem engen Zusammenhang. Durch das Modell der Wohnbauförderung sorgt die Stadt Wien für die Schaffung und Sicherstellung von qualitativ hochwertigem, bedarfsorietiertem und umweltgerechtem Wohnraum. Vielfältige Maßnahmen gewährleisten zudem, dass das Wohnen auch für Personen mit mittlerem und geringerem Einkommen erschwinglich bleibt. Gerade die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre macht es umso wichtiger, in Wien auch in Zukunft leistbares Wohnen bei zugleich höchsten Ansprüchen an die Qualität zu ermöglichen.

Aktive Kommunalpolitik

Mit dem erfolgreichen Wiener Weg wird gezeigt, dass die Verbindung innovativer Architektur und sozialer Wohnbaupolitik nicht nur kein Widerspruch ist, sondern im Gegenteil, sie bildet vielmehr ein ganz wichtiges Fundament für eine ausgewogene Stadtplanung und ein funktionierendes Miteinander. Das 4-Säulen-Modell, das auf sozialer Nachhaltigkeit, Architektur, Ökologie und Ökonomie basiert, trägt zur Sicherung guter und auch leistbarer Architektur bei. Die Grundlagen für diese aktive Kommunalpolitik wurden bereits vor langer Zeit geschaffen. Die moderne Wiener Wohnbaupolitik baut in hohem Maße auf den Errungenschaften des Roten Wien auf. Obwohl im Laufe der Jahrzehnte viele neue Ansätze entwickelt und realisiert wurden, gelten die wesentlichsten Grundsätze des Roten Wien noch heute. Dazu zählen vor allem Aspekte der Leistbarkeit, der hohen Qualität, des sozialen Zusammenhalts sowie einer ausgewogenen sozialen Durchmischung.

Qualität steigern

Eine zentrale Säule des Wiener Wohnungsmarkts stellen heute die mehr als 2.000 städtischen Wohnhausanlagen dar, die ohne die sozialpolitische Überzeugung und Anstrengung des "Roten Wien der Ersten Republik" nicht möglich gewesen wären. Der Wiener Gemeindebau ist weltweit einzigartig - hinsichtlich seiner Entstehungsgeschichte, der architektonischen Vielfalt, aber vor allem auch seiner gesellschaftspolitischen und sozialen Bedeutung.

Mit rund 220.000 Wohnungen, die einer halben Million Bewohnerinnen und Bewohnern ein kostengünstiges qualitätsvolles Zuhause sind, ist die Stadt Wien die größte kommulnale Hauseigentümerin der Welt. Was mit dem Bau des ersten Wiener Gemeindebaus begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem wohnbaupolitischen Vorzeigemodell für ganz Europa. Um diese hohe Qualität auszubauen, findet sich das gesamte Leistungs- und Serviceangebot des kommunalen und geförderten Wohnbaus seit 2015 unter einem Dach: Die Wohnberatung Wien im dritten Bezirk ist die Anlaufstelle für Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen. Egal ob geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen, geförderte Eigentumswohnungen, geförderte sanierte Wohnungen, Wohnungen in Wiedervermietung oder Gemeindewohnungen. In der Wohnberatung Wien erhalten Wohnugssuchende nicht nur umfassende Informationen über das vielfältige Angebot der Stadt Wien, sondern auch über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. Ist das passende Angebot gefunden, beraten und begleiten die Wohnberaterinnen und Wohnberater bis zur Wohnungsanmeldung.

Wachsende Stadt

In einer rasch wachsenden Stadt wie Wien ist die Wohnbauförderung das zentrale Instrument für die Schaffung und Sicherung erschwinglichen Wohnraums und damit auch für die hohe Wiener Lebensqualität. Durch die vorausschauende Wohnbaupolitik der Stadt Wien wird sichergestellt, dass ein überdurchschnittlich großes Angebot an bezugsfertigen, geförderten Wohnungen zur Verfügung steht. Zu den größten Stadtentwicklungsgebieten der Stadt zählt die Seestadt in aspern. Auf einer Fläche von 340 Fußballfeldern entsteht hier in mehreren Etappen über die nächsten 20 Jahre eine Stadt des 21. Jahrhunderts. Mit hochwertigem Wohnraum für rund 20.000 Menschen und noch einmal so vielen Arbeitsplätzen. 2014 wurden die ersten Wohnungen bezogen.

Um leistbares Wohnen auch zukünftig in der Stadt sicherzustellen, wird darüber hinaus eine ganze Reihe gezielter Maßnahmen gesetzt. Das von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig initiierte SMART-Wohnbauprogramm stellt gerade vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen eine wichtige zeitgemäße Ergänzung im sozialen Wohnbau dar. Mit kompakteren, durchdachten Grundrissen und Eigenmittelbeiträgen sind sie vor allem für junge Menschen, Jungfamilien, Singles oder Seniorinnen und Senioren ein attraktives, kostengünstiges Wohnungsangebot.

Der kommunale Wiener Wohnbau wird wieder aktiv aufgenommen. © PID/Ismail Gökmen

Tradition verpflichtet: Gemeindewohnungen neu

Jetzt geht die Stadt Wien noch einen Schritt weiter. Im zehnten Wiener Gemeindebezirk entstehen die ersten Gemeindewohnungen neu, in der Fontanastraße 1. Geschaffen wird eine eigene Gemeindewohnungserrichtungsgesellschaft. 120 Wohnungen werden bis 2020 auf dem Gelände der ehemaligen AUA-Zentrale errichtet. Öffentlich erreichbar mit der U1 (Station Oberlaa). Das Projekt umfasst insgesamt drei Baukörper mit jeweils vier, fünf und neun Geschoßen. Sie bilden auch den Rahmen für insgesamt drei Höfe, deren Nutzungen unterschiedlich sind. 

"Die neuen Gemeindewohnungen sind im Eigentum der Stadt Wien und sie erfüllen dasselbe hohe Qualitätsniveau wie das gesamte Angebot im geförderten Wohnbau", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Der kommunale Wiener Wohnbau wird also wieder aktiv aufgenommen. Und das durchaus symbolträchtig in der stolzen Arbeiter- und Gemeindehochburg Favoriten. Im Sinne der Daseinsvorsorge ein wichtiger und richtiger Schritt. Andere Städte haben ihre kommunalen Wohnbauten verkauft. Wien behält nicht nur seine Gemeindebauten, sondern baut das Angebot an Gemeindewohnungen sogar wieder aus.

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