Das Kleinwasserkraftwerk an der Neuen Donau ist umweltschonend und fügt sich bestens in die Landschaft ein. © Wien Energie/FOTObyHOFER

Eine Schnecke steht unter Strom

Strom für 130 Wiener Haushalte stellt das neue Kleinwasserkraftwerk auf der Donauinsel bereit. Die Wasserkraftschnecke erzeugt jährlich 400.000 Kilowattstunden sauberen Strom. Nach ausführlichen Tests ist das Projekt nun im Vollbetrieb.

Direkt gegenüber des Wakeboardlifts dreht die Schnecke ihre umweltschonenden Runden. Der Name Wasserkraftschnecke ist dem Aussehen des Kraftwerks geschuldet. In Form eines Schneckenhauses liegt das Projekt schräg zur Donau. Die Wasserkraftschnecke ist 15 Meter lang, ihr Durchmesser beträgt drei Meter und 20 Zentimeter. Im Betrieb bewegt sich die Anlage mit 25 Umdrehungen pro Minute.

Sauberer Strom für Wien

Das Kleinwasserkraftwerk ist eine Kooperation zwischen Wien Energie und der Magistratsabteilung 45 - Wiener Gewässer. Ziel ist, die Wasserressourcen der Neuen Donau optimal zu nutzen und so umweltfreundlichen Strom zu erzeugen. Das gelang, ohne das Erscheinungsbild des Areals zu verändern. "Optisch ist in diesem Bereich der Donauinsel alles gleich geblieben. Der einzige Unterschied: Wir erzeugen nun aus einem bereits vorhandenen Potenzial sauberen Strom", so Gerald Loew, Leiter der Wiener Gewässer.

Vorhandenes Potenzial wird schonend genutzt

Wie die Schnecke genau funktioniert, erklärt Josef Gradl, Projektleiter seitens der Wien Energie. "Die Neue Donau funktioniert wie ein Hochwasserentlastungsbauwerk. Es gibt hier zwei Wehranlagen mit je circa vier Meter Höhenunterschied, die dazu dienen, den Wasserspiegel auf einem bestimmten Niveau konstant zu halten. Dadurch steht im Hochwasserfall sozusagen Speichervolumen als Puffer zur Verfügung. Nun ist es so, dass durch die 'nicht ganz dichte' Donauinsel Wasser von der höher liegenden regulierten Donau in die Neue Donau sickert", geht Josef Gradl ins Detail. Das Kleinwasserkraftwerk spart jährlich etwa 175 Tonnen CO2. 

Bei diesem innovativen Wasserkraftprojekt schaltet sich die Schnecke bei einem definierten Wasserspiegel in der Neuen Donau ein und dieses Sickerwasser kann in wertvollen Ökostrom umgewandelt werden. Die Anlage ist äußerst robust, kostengünstig und nachhaltig. Man rechnet mit einer wartungsarmen Laufzeit von bis zu 100 Jahren.

Die Anlage schont übrigens nicht nur unsere Energieproduktion. Auch die Fische sind Gewinner. Statt eventuell über die Wehranlage zu stürzen, können sie nun ganz bequem durchschwimmen.

Video: Kleinwasserkraftwerk

Das Video zeigt Ihnen die Wasserkraftschnecke im Einsatz. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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