Biomasseanlagen wie diese hier in Simmering liefern erneuerbare Energie. © Wien Energie/Ian Ehm © Wien Energie/Ian Ehm

Energie ohne Ende

Bereits jetzt gehört Wien zu den Spitzenreitern der Energiewende. Bis 2050 sollen 80 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden. Damit das gelingt, nutzt die Stadt vermehrt erneuerbare und alternative Energiequellen.

Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit ist es für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit: Wir drehen die Heizung auf, nehmen ein warmes Bad und schalten am Abend das Licht an. Für all das benötigen wir Energie. Diese sollte möglichst "sauber" sein. Denn die meiste Energie wird zwar aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen. Doch längst ist es ins allgemeine Bewusstsein vorgedrungen, dass diese Quellen nicht ewig verfügbar sind und Umwelt und Gesundheit schaden.

Das Technische Museum Wien bringt in der Ausstellung "ON/OFF" den Besucherinnen und Besuchern das Thema Strom näher. Interaktive Stationen laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Sie werden unter anderem durch Nebenprodukte wie Abgase, zum Beispiel bei der Verbrennung von Kohle, in Mitleidenschaft gezogen. Hier kommen alternative und erneuerbare oder auch regenerative Energien wie Wind, Sonne und Wasserkraft ins Spiel.

Im Kraftwerk Freudenau wird die Wasserkraft der Donau genutzt. © PID/Christian Fürthner

Suche nach neuen Quellen

Deren Wichtigkeit betont auch Bernd Vogl, Abteilungsleiter der MA 20, Energieplanung: "Für eine nachhaltige Energiezukunft ist die Nutzung erneuerbarer Energien ganz entscheidend. Denn erneuerbare Energieträger zeichnen sich dadurch aus, dass sie langfristig verfügbar und CO2-neutral sind." Dabei wird stets nach neuen Quellen gesucht. So sollen einerseits die Energiebedürfnisse der Stadt gedeckt werden, andererseits auf die speziellen Ressourcen, die sie bietet, zurückgegriffen werden können. Große Bedeutung wird etwa der Geothermie beigemessen. Bei diesem Verfahren wird die Erdwärme genutzt. Sie wird entweder direkt zum Heizen und Kühlen über Wärmepumpen oder zur Stromgewinnung verwendet.

In der Müllverbrennungsanlage Spittelau wird umweltfreundliche Wärme erzeugt. © PID/Christian Fürthner

Biomethan aus Abfällen

Regionalität spielt ebenfalls eine große Rolle. "Für eine Großstadt wie Wien sind jene erneuerbaren Energien von Interesse, die vor Ort keine Emissionen verursachen beziehungsweise der Abfallverwertung dienen", erläutert Vogl. Neben Wärme wie in der Geothermie zählt dazu die Kraft der Sonne. Ihre Energie wird über Photovoltaik- und thermische Solaranlagen verwendet. In Großanlagen wird überdies die Umwandlung von biologischen Abfällen und Nebenprodukten zu Biomethan vollzogen. "Aber auch Biomasseanlagen, Wind- und Wasserkraft kommen in Wien vereinzelt zum Einsatz", so Vogl.

Biomasse ist als Energiequelle für die Stadt Wien von großer Bedeutung. © Wien Energie/Ian Ehm

Lautlos, abgasfrei und regional verfügbar

Um weiterhin "sauber" zu bleiben, forciert die Stadt Wien den Ausbau erneuerbarer Energien mit speziellen Förderungen. Im Fokus sind dabei Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, thermische Solaranlagen, stationäre Stromspeicher und Hybridanlagen. Vogl belegt das Vorhaben mit Zahlen: "Mit mehr als 1.000 Photovoltaikanlagen werden in Wien jährlich etwa 23.000 Megawattstunden Solarstrom generiert. Dies entspricht dem Strombedarf von über 8.400 Haushalten. Was die Solarwärme-Anlagen betrifft, wird in Wien derzeit auf über 80.000 Quadratmetern Wärme für Warmwasser und Heizung produziert." Das bringt den Wienerinnen und Wienern eine Menge Vorteile und schont letztlich die Umwelt, weiß Bernd Vogl: "Die positiven Eigenschaften liegen auf der Hand: Sonnenenergie ist lautlos, abgasfrei und regional verfügbar."

Am Schöpfwerk befindet sich eines von vielen Solarkraftwerken in Wien. © PID/Christian Jobst

80 Prozent weniger CO2 bis 2050

Wien gehört darüber hinaus zu den Spitzenreitern der Energiewende. Dabei hat sich die Stadt im Rahmen der "Smart City-Rahmenstrategie" bereits 2014 ein ehrgeiziges Ziel in Sachen Klimaschutz und Energie gesetzt. Bis 2030 soll auf Basis der Werte von 1990 eine Reduktion der CO2-Emissionen um mindestens 35 Prozent erreicht werden. Bis 2050 soll der Ausstoß gar um 80 Prozent gesenkt werden. "Das Leitziel lautet: beste Lebensqualität für alle Wienerinnen und Wiener bei größtmöglicher Ressourcenschonung", erklärt Vogl. Damit dies tatsächlich gelingt, gilt es bei den Wienerinnen und Wienern Bewusstsein zu schaffen. Das fängt schon bei Kindern und Jugendlichen an. Aus diesem Grund wurde das Projekt "energie-führerschein" von der MA 20 gemeinsam mit der MA 22, Umweltschutz ins Leben gerufen. So sollen Jugendliche lernen, bewusst und sparsam mit Energie umzugehen, und sich mit Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes auseinandersetzen.

Mithilfe erneuerbarer Energien wie etwa Wasserkraft - hier das Kleinwasserkraftwerk Nußdorf - soll der CO2-Ausstoß drastisch reduziert werden. © Wien Energie/Ian Ehm

Sparen mit den richtigen Haushaltsgeräten

Letztendlich kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen, das Klima zu schonen. So kann etwa der Einsatz energieeffizienter Geräte einem durchschnittlichen Haushalt rund ein Viertel seiner Energiekosten ersparen. Verantwortlich für einen besonders hohen Energieverbrauch sind dabei Geräte wie Kühlschrank oder Tiefkühltruhen. Sie sind das ganze Jahr durchgehend in Betrieb. Aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs rät Bernd Vogl zudem dazu: "Wer die Möglichkeit hat, kann viel Energie sparen, wenn die Wäsche luftgetrocknet wird. Wäschetrockner verbrauchen viel Energie."

NutzerInnen als Zünglein an der Waage

Ein weiteres Haushaltsgerät, bei dem Energie gespart werden kann, ist die Waschmaschine. Vogl: "Sie läuft durchschnittlich 200 Mal pro Jahr. Mit einem effizienten Gerät oder einem Warmwasseranschluss über die Solaranlage, aber auch durch die Reduktion der Waschtemperatur und der Programmlänge kann hier Energie gespart werden. Generell sollte daher beim Kauf von Geräten besonders auf eine hohe Effizienz geachtet werden." Entscheidend ist dabei nicht nur die Energieeffizienz des jeweiligen Geräts. Schlussendlich kommt es darauf an, wie Nutzerinnen und Nutzer damit umgehen. So gesehen sind alle gefragt, auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu achten.

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