Auf den Linien 2A und 3A verkehren in Wien nur mehr Elektrobusse. © PID/David Bohmann

Elektromobilität im Wienerstraßenverkehr

Um ein Vielfaches leiser und auch schadstofffreier sind sie unterwegs: die Elektrofahrzeuge. Dem Zeit- und Umweltgedanken des 21. Jahrhunderts entsprechend auch in Wien. Wir haben sieben spannende Fakten für Sie.

Die Zukunft urbaner Mobilität zu gestalten, ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Großstädte. Auch in Wien. Der Straßenverkehr verursacht aktuell rund 40 Prozent der CO2-Emissionen. Durch eine Verringerung des Gebrauchs fossiler Brennstoffe soll sich dieser Wert spür- und messbar ändern.

Video: Elektromobilität in Wien

Eine Stadt der Zukunft setzt auf smarte Fortbewegung. Dazu zählen vor allem Elektroautos: Sie sind emissionsfrei und daher gut für die Umwelt. Experte Harald Wakolbinger erklärt die Unterschiede. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Wien elektrisch mobil machen

Das Konzept, das den Weg der Stadt hin zu einem ökonomisch und sozial verträglicheren Verkehrssystem führen soll, nennt sich STEP 2025. Bis zum Jahr 2025 will die Stadt Wien ihre Elektromobilitätsstrategie umsetzen. Der Fokus liegt dabei auf Maßnahmen zur Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und auf dem Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur.

In Wien ist momentan der schienengebundene öffentliche Personennahverkehr die umweltfreundlichste und stadtverträglichste Verkehrsart im Bereich der Elektromobilität. Doch auch bei E-Bussen, E-Autos und E-Bikes soll künftig stark zugelegt werden.

Interessante Fakten 

  • Der erste batteriebetriebene Bus fuhr bereits 1907 in Wien. Allerdings nur vorübergehend.

  • Derzeit verkehren in Wien zwölf E-Busse. Diese fahren seit 2012 auf den Linien 2A und 3A. Sie werden jeweils an den Endstellen etwa eine Viertelstunde aufgeladen. Die Batterien der Busse haben eine Reichweite von 150 Kilometern.

  • Aktuell werden rund 85 Prozent des öffentlichen Verkehrs in Wien mit Strom betrieben. Dieser Prozentsatz kommt durch die U-Bahnen, S-Bahnen und Straßenbahnen zustande. Sie werden bereits seit Jahrzehnten elektrisch betrieben.

  • Nicht nur im Bereich des öffentlichen Verkehrs wird auf Elektromobilität gesetzt. Ende 2014 waren in Wien insgesamt 337 Pkw mit elektrischem Antrieb und rund 3.350 Hybrid-Elektro-Pkw zugelassen.

  • Im Fuhrpark der Nutzfahrzeuge der Stadt Wien kommen seit 2014 ungefähr 100 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb zum Einsatz. Zum Großteil sind es Sonderfahrzeuge wie Stapler oder Transportkarren.

  • Derzeit ist die Post AG in Wien mit 111 E-Autos unterwegs. Bis Ende 2016 sollen es 200 sein.

  • Wien setzt sich zum Ziel, dass bis 2025 rund 80 Prozent der Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Derzeit sind die Wienerinnen und Wiener noch zu 39 Prozent mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

  • Auch beim Sport greifen die Wienerinnen und Wiener vermehrt auf die Vorteile der Elektromobilität zurück. Es steht nicht mehr nur das Thema Bequemlichkeit beim Kauf eines E-Bikes im Vordergrund. Auch sind immer mehr E-Mountainbikes in Verwendung.

Vorteile der Elektromotoren

Elektromotoren machen keinen Lärm und verursachen wenig bis keinen Schmutz. Das schützt Klima und Umwelt. Die Treibstoffkosten eines E-Autos oder E-Bikes sind wesentlich geringer als bei benzin- und dieselbetriebenen Fahrzeugen. Zudem besitzen Elektrofahrzeuge weniger Verschleißteile und sind somit nicht so wartungsintensiv.

In Wien hat Elektromobilität durch den hohen Anteil im öffentlichen Verkehr eine lange Tradition. Aber auch der Individualverkehr, sprich Autos, Mopeds, Motorräder und Fahrräder, zieht umweltfreundlicher nach. Neben den reinen E-Autos werden derzeit große Hoffnungen in die Plug-in-Hybrid-Technologie gesetzt. Mit dieser können wesentlich größere Reichweiten gefahren werden.

Ausbau des Ladenetzwerks

Öffentlich zugängliche Ladestationen können gedankliche Barrieren bei der Kaufentscheidung für ein Elektrofahrzeug verkleinern. Die Stadt Wien plant die Vervielfachung strategisch platzierter Ladestellen überall in der Stadt. Diese befinden sich dann vor allem in öffentlichen, halböffentlichen und privaten Anlagen wie etwa in Parkgaragen, Wohnhausanlagen sowie auf Parkplätzen. Dabei wird auf die Wahrung des Stadtbildes und die Funktionalität der Flächen Rücksicht genommen.

In Wien stehen aktuell mehr als 290 Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Neue sind vor allem in der Nähe von Ampel- und öffentlichen Beleuchtungsanlagen geplant. Im Zuge der Errichtung des E-Tankstellennetzes werden zuerst alle bestehenden Standorte neu katalogisiert und dann zugänglich gemacht. Eine Smartphone-App wird für mehr Überblick sorgen. Die MA 33 will so alle Ladestationen der Stadt auflisten, die sowohl öffentlich als auch privat betrieben werden.

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