Mit flächendeckendem Breitband und 5G sollen alle Wienerinnen und Wiener künftig immer und überall schnellen Zugang zum Internet haben. © iStockphoto

Mit Breitband und 5G in die Zukunft

Um für die Zukunft und ihre wirtschaftlichen Anforderungen gewappnet zu sein, will die Stadt Wien als "Smart City" ihr Breitband bis 2035 massiv ausbauen. Auch der Mobilfunkstandard 5G soll keine Zukunftsmusik mehr sein.

Der digitale Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Vor nicht allzu langer Zeit galten etwa Mobiltelefone noch als exotisch und neuartig. Ihre Nutzerinnen und Nutzer wurden skeptisch beäugt. Heute hingegen sind Smartphones und Tablets aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein großer Teil der Wirtschaftsleistung Wiens ist heute im IT-Sektor beheimatet. Dieser Trend ist erkennbar an der stets wachsenden Masse an jungen Start-ups in diesem Bereich. Um innerhalb der EU und weltweit konkurrenzfähig bleiben zu können, müssen freilich auch die entsprechenden Rahmenbedingungen hergestellt werden. So soll im Zuge der "Smart City" das Datennetz der Stadt schneller und stabiler werden.

Smarte Infrastruktur für smarte Stadt

Datenübertragungen von einem Gigabit pro Sekunde helfen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch im Alltag. © iStockphoto

Bis 2035 soll die Wiener Breitbandinfrastruktur gar auf Gigabit vorbereitet werden. Josef Dirmüller, Breitbandkoordinator der Stadt Wien, erklärt: "Eine smarte Stadt braucht auch eine grundlegende smarte Infrastruktur. Die Zielsetzung von flächendeckender Datenübertragungen mit einem Gigabit pro Sekunde ist eine wesentliche Voraussetzung für Wien, um sich als Stadt mit international herausragender Bedeutung an die Spitze der 'Gigabitgesellschaft' zu setzen." Besagte Infrastruktur ist wirtschaftlich essenziell, so Dirmüller weiter: "Sie fördert die Ansiedlungen von nationalen sowie internationalen Firmen und schafft so neue Arbeitsplätze." 

Doch nicht nur die Wirtschaft ist betroffen, sondern auch der Alltag. So galten etwa Automobile, die ohne Fahrerin oder Fahrer auskommen, über Jahrzehnte als utopisch und tauchten bestenfalls in Science-Fiction-Filmen auf. Dass dieses Szenario Wirklichkeit wird, ist auch leistungsstarken Datennetzen geschuldet. Denn 5G ist neben dem Ausbau des Breitbandnetzes der Schlüssel zu Projekten wie selbstfahrenden Autos.

Noch ist 5G, das Mobilfunknetz der fünften Generation, Zukunftsmusik für Wien. © iStockphoto

Noch ist das Mobilfunknetz der fünften Generation, Nachfolger von LTE-Advanced, Zukunftsmusik für Wien, wenn auch mit einem relativ nahen Zeithorizont. Denn die dafür erforderlichen Frequenzen werden im Laufe des Jahres 2018 versteigert. Dirmüller zeigt sich optimistisch: "Mobilfunk der 5. Generation hat das Potenzial, sich zu einer Allzwecktechnologie zu entwickeln. Sie könnte sich neben der Erweiterung des mobilen Breitbandmarktes vor allem als Grundlage für das Internet der Dinge etablieren."

Wenn die Waschmaschine Waschmittel nachbestellt

Das zitierte Internet der Dinge ist bereits jetzt in aller Munde. In Zukunft wird es eine gewichtige Rolle spielen, wie Ulrike Huemer, CIO und somit oberste IT-Strategin der Stadt Wien, erklärt: "Bisher holten sich die Menschen Informationen aus dem Internet. Zukünftig werden auch Dinge, also Gegenstände, miteinander interaktiv kommunizieren." Das beschränkt sich nicht nur auf Waschmaschinen, die Waschmittel, und auf Drucker, die Druckerpatronen selbst nachbestellen können. "Ein Beispiel ist die Sturzsensorik, bei der ein automatischer Alarm ausgelöst wird, wenn jemand stürzt und sich selbst keine Hilfe holen kann. Damit besteht die Möglichkeit, Hilfe zu schicken, ohne dass der Notruf durch eine Person betätigt werden muss", so Huemer.

CIO Ulrike Huemer, oberste IT-Strategin der Stadt Wien, und Josef Dirmüller, Breitbandkoordinator der Stadt Wien, kümmern sich um die digitale Zukunft Wiens. © Stadt Wien/MD-OS

Um derlei zu gewährleisten, ist der zügige Ausbau des Glasfasernetzes notwendig. Einen Wettstreit zwischen Kabel und 5G sieht Breitbandkoordinator Dirmüller allerdings nicht: "Diese beiden Technologien ergänzen sich und stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Ein flächendeckender 5G-Ausbau ist ohne flächendeckende Glasfaserinfrastruktur nämlich nicht möglich." Durch den erhöhten Grad der Vernetzung lassen sich wiederum Produktionsprozesse vereinfachen und beschleunigen. Herstellerinnen und Hersteller sowie Kundinnen und Kunden stehen im engeren oder gar direkten Kontakt. Und auch die öffentliche Hand ermöglicht den Wienerinnen und Wienern mit E-Government-Services, sich so manchen Gang zum Amt zu ersparen und Behördenwege elektronisch zu absolvieren.

BürgerInnenbeteiligung und frei verfügbare Daten

Dazu kommen Projekte wie Digital City oder Digitale Agenda Wien. Bei Digital City handelt es sich um eine Initiative von Privatwirtschaft und Stadtverwaltung, innerhalb derer Wien zu einem führenden digitalen europäischen Hotspot ausgebaut werden soll. Die Digitale Agenda Wien wiederum wurde 2015 initiiert. Dabei werden die Bewohnerinnen und Bewohner Wiens dazu aufgerufen, ihre Ideen für die digitale Zukunft der Stadt kundzutun. Viele wurden bereits umgesetzt, etwa die wien.at live-App oder Public WLAN.

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist für die digitale Zukunft Wiens unumgänglich. © iStockphoto

Auch Pilotprojekte wie die Initiative Open Government Data (OGD) sind aus der Digitalen Agenda Wien hervorgegangen. Hier werden nicht personenbezogene Daten kostenlos, frei und in maschinenlesbarer Form zur Verfügung gestellt, wie CIO Huemer erklärt: "Dadurch können neue Apps und Visualisierungen von Privaten entwickelt werden. Die Stadt Wien stellte bereits 329 Datensätze zur Verfügung, aus denen bisher 237 Apps und Visualisierungen generiert wurden. Dadurch werden nicht nur neue Business-Konzepte, sondern auch mehr Transparenz für die Bevölkerung geschaffen. Und Transparenz ist unter anderem ein wichtiges Mittel gegen Korruption."

Datensicherheit durch wachsame UserInnen

Neben Korruption ist bei digitalen Prozessen naturgemäß Datensicherheit ein Schwerpunkt der Smart City. Dafür gibt es in der Wiener Stadtverwaltung mit dem WienCERT eine eigene Einrichtung. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auf Datensicherheit spezialisiert haben. Das hat einen triftigen Grund, wie Huemer weiß: "Die Eindringversuche der Cyberkriminellen in das Netzwerk der Stadt Wien sind enorm. Jede Sekunde passiert so ein Angriff. Die Firewalls der Stadt Wien sind aber so robust, dass diese Angriffe abgewehrt werden können." Die IT-Strategin betont aber, wie wichtig es ist, dass auch die Userinnen und User wachsam bleiben und ihren Beitrag leisten. "Wenn jede beziehungsweise jeder sich immer wieder die Wichtigkeit der Datensicherheit bewusst macht, Sicherheitsupdates regelmäßig durchführt und mit Passwörtern verantwortungsvoll umgeht, kann bereits viel zur Datensicherheit beigetragen werden."

Um die digitale Sicherheit Wiens zu gewährleisten, ist auch die Wachsamkeit der Userinnen und User gefragt. © iStockphoto

So ist Wien auf dem besten Weg, zum Paradebeispiel einer Smart City zu werden. Und dazu können wir alle beitragen, so Huemer: "Wien wächst sehr schnell. Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt und leben beziehungsweise arbeiten hier. Die Digitalisierung ermöglicht uns, dass wir uns diesen Herausforderungen stellen."

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