Mit "Fidelio" aus dem Theater an der Wien legte das Film Festival einen fulminanten Start hin. Die Logen erweisen sich als sehr gemütlich. © stadt wien marketing/Christian Jobst

 

Das Film Festival auf dem Rathausplatz hat begonnen

Bei bestem Wetter und sehr gut besucht: So präsentierte sich das Film Festival auf dem Rathausplatz am 4. Juli. Der erste Tag hat bewiesen, dass die Veranstaltung auch den Wiener Sommer 2020 bereichern wird. CLUB WIEN war dabei!

Drei Jahrzehnte Kultur und Kulinarik: Das Film Festival auf dem Rathausplatz ist neben dem Donauinselfest der Dauerbrenner unter den Sommerveranstaltungen Wiens. Die einzigartige Melange aus hochwertigen Kunstfilmen und internationaler Cuisine lockt alljährlich Tausende vor die einmalige Kulisse des Rathauses. 2020 musste man das Konzept bedingt durch Corona etwas adaptieren. Doch schon der Auftakt am 4. Juli hat gezeigt, dass das Team des stadt wien marketing die Herausforderung gemeistert hat.

Die größte Änderung ist, dass heuer Musikfilm und Gastronomiebereich als zwei getrennte Veranstaltungen durchgeführt werden. Grund dafür ist die Einhaltung des Mindestabstands, auf die, wie auf sämtliche Hygienevorschriften, sehr stark geachtet wird. Als wir ein paar Stunden vor Filmbeginn eintreffen, sind wir schon gespannt, wie die Stimmung sein wird. Die Antwort: Bestens! Die Sonne lacht vom Himmel, die Menschen sind sommerlich und schick gekleidet, die Sonnenbrillen sitzen lässig auf den Nasen und in den Händen sieht man kühle Getränke, vom klassischen G’Spritzten bis zum Mojito.

 

Bestes Wetter, beste Stimmung

Über den Eingang am Ring machen wir uns auf zu den Tischen. Freie Tische sind für alle verfügbar, allerdings wird eine Reservierung empfohlen. Da die Tischeinheiten im Mindestabstand arrangiert sind, gibt es nicht ganz so viele Sitzgelegenheiten wie üblich, es ist aber dennoch reichlich Platz und der Abstand tut der Laune bei dem Wetter keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der Abstand hilft sogar dabei, sich auch bei sehr gutem Besuch wie heute zu entspannen und zu genießen.

Für die Gastronomie zeichnet Partner DO & CO verantwortlich, das Angebot ist aber wie immer inspiriert von Küchen aus aller Welt. Man findet Schnitzerl ebenso wie indische Currys, Burger, Salatvariationen und die Gastronomie des Mittelmeers, von Spanien bis zur Türkei. Unser persönliches Highlight sind die frische Pastaproduktion und die eigene Focaccia-Bäckerei. Wir schnappen uns auch gleich ein Focaccia und können garantieren: Wer das italienische Flachbrot mag, wird hier glücklich werden. Vor allem die Kräuter haben es uns angetan. Zum Hauptgang holen wir uns japanisches Teppanyaki. Das direkt auf der Stahlplatte gebratene Fleisch lässt keine Wünsche offen. Wer Nachspeisen liebt, findet ein breites Angebot, vom Kaiserschmarren bis zum Softeis.

Die Zeit bis zum Film vertreibt man sich am besten mit einem Wiener Wein oder einer Cocktail-Spezialität. Bei strahlendem Sonnenschein bietet sich auch ein Spaziergang durch den Rathauspark an. Egal wie oft man sie sieht, die Rathausfassade ist doch immer wieder eindrucksvoll.

Bereit für Fidelio

Kurz vor neun gehen wir dann in den Filmbereich. Die Tickets sind wie immer gratis, eine Reservierung ist Pflicht. Es gibt zwei Bereiche: Im hinteren kann man Essen und Getränke bestellen, der vordere Bereich ist ohne Gastronomie. Verlaufen ist übrigens unmöglich. Bodenmarkierungen, Hinweisschilder und Informationen auf LED-Wänden sind allgegenwärtig. Der Open-Air-Kinobereich ist in 164 Logen für jeweils zwei oder vier Personen aufgeteilt. Auch das dient dem Mindestabstand, hat aber auf jeden Fall Charme und man fühlt sich fast wie in einer exklusiven Theaterloge. Zum gebotenen Programm passt das wie die Faust aufs Auge.

Apropos Programm: Eröffnet wird heute mit „Fidelio“ aus dem Theater an der Wien. Wir sitzen beim Filmstart um halb zehn gebannt in unserer Loge und lassen die gigantische Leinwand und die fabelhafte Musik über uns branden. Der Ton ist sehr gut und die Oper ist im Beethoven-Jahr 2020 die perfekte Wahl für den Auftakt. Die Premiere der Inszenierung von Oscar-Star Christoph Waltz fiel ja leider dem Virus zum Opfer, umso schöner ist es, Beethovens einzige Oper in diesem Rahmen zu sehen. Wie jedes Jahr kann man sich keinen besseren Rahmen wünschen, um klassische Musik zu genießen.

Fazit: Das Film Festival 2020 bringt den Sommer nach Wien und ist wie jedes Jahr ein Highlight. Wir freuen uns schon auf viele Besuche! Das komplette Programm finden Sie unter diesem Link, wir wünschen schon jetzt viel Vergnügen!