Wien hat viele großartige Ferienangebote wie das wienXtra-Ferienspiel. Eine neue App soll die Auswahl übersichtlicher gestalten. © Miguel Dieterich

 

Eine App für den Sommer

In Wien gibt es ein breites Veranstaltungsangebot für Kinder, besonders im Sommer. Da ist es manchmal nicht leicht, einen Überblick zu haben. Eine neue, von der Stadt Wien geförderte Ferienangebots-App soll dafür sorgen, dass Familien immer am Ball sind.

Vom ferienspiel von wienXtra bis zu den zahlreichen Kinderfesten: Im Sommer ist in Wien ganz schön was los. Und das ist gut so, denn dank des breiten Angebots können nicht nur Kinder einen spaßigen Sommer verleben. Eltern wird die Organisation erleichtert und sie können selbst auch ein paar freie Stunden genießen.

Um Mama und Papa die Übersicht über das Freizeitangebot zu erleichtern, entwickelte das Unternehmen datenwerk die Ferienangebots-App. Die von der Stadt Wien im Rahmen der Initiative Innovate4Vienna geförderte App soll ein Wegweiser durch den Sommer sein.

Innovate4Vienna greift Unternehmerinnen und Unternehmern mit kreativen Ideen unter die Arme. Die Stadt Wien hilft so Betrieben gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten dabei, auf Erfolgsschiene zu kommen. Alle Infos sowie die Einreichfristen finden Sie bei der Wirtschaftsagentur Wien.

CLUB WIEN sprach mit Michaela Amort von datenwerk über die App und die Unterstützung der Stadt.

CLUB WIEN: Könnten Sie uns vielleicht kurz etwas über sich und datenwerk erzählen?

Michaela Amort: datenwerk ist eine Digital-Agentur, die seit 20 Jahren erfolgreich auf dem österreichischen Markt tätig ist. Wir konzipieren, programmieren und betreuen Webauftritte, Apps und Social-Media-Kampagnen. Unsere Mission ist, für unsere Kundinnen und Kunden digitale Verbundenheit zu schaffen. Seit dem Jahr 2000 gestalten wir den digitalen Wandel durch innovative Methoden wesentlich mit.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat mich unser Geschäftsführer Wolfgang Zeglovits für die neu geschaffene Rolle des Creative Directors an Bord geholt. Das heißt, ich kümmere mich um Fragen des Designs und der Usability in unseren Projekten. Durch meine reichhaltige Erfahrung, ich arbeite seit den 1990er-Jahren im Onlinebereich, kann ich gut den Überblick behalten und Projekte steuern. Diese Fähigkeiten setze ich aktuell als Projektverantwortliche für die Ferienangebots-App ein.

Wie ist die Idee zu der Ferienangebots-App entstanden?

Die Idee ist durch persönliche Betroffenheit entstanden. Durch die COVID-19-Verordnungen sind auch in der Agentur plötzlich Kolleginnen und Kollegen vor den bekannten Herausforderungen gestanden: Wegfall von Kinderbetreuung, Home-Schooling, Social Distancing von Freundinnen- und Freundeskreis sowie Verwandten und so weiter. Jetzt erleben wir zwar eine Phase der Lockerungen, aber die Regelungen sind im Fluss und ändern sich laufend. Das schafft eine Situation der Unsicherheit bei Eltern und Personen mit Betreuungspflichten, wie es im Sommer, wenn Ferien sind, weitergehen kann.

Zudem werden heuer so viele Kinder wie noch nie in Wien und ganz Österreich nicht zu Betreuungspersonen fahren können. Speziell Kindern mit Migrationshintergrund wird eventuell eine Ausreise in die Herkunftsländer ihrer Familien nicht möglich sein. Doch auch im Inland werden Ferien bei Großeltern oder älteren Bezugspersonen in anderen Bundesländern nicht ohne die Gefährdung dieser Personen vonstatten gehen. Kurz: Noch selten war die Situation der Betreuung in den Ferien so unübersichtlich und gleichzeitig das Angebot außerhalb der unmittelbaren Umgebung so gering.

Was genau soll die App können?

Die Ferienangebots-App soll Veranstaltungen für Kinder spielerisch kommunizieren und digital erlebbar machen, wie zum Beispiel das beliebte wiener ferienspiel. Die zentrale Funktionalität ist aber auf jeden Fall, Veränderungen des Angebots rasch zu kommunizieren, damit sich Eltern und Kinder gut darauf einstellen können. Denn aktuell ist nichts in Stein gemeißelt: Einrichtungen wie Bäder könnten einmal leichtere und einmal schwerere Zugangsbedingungen stellen müssen.

Sommercamps werden ihr Programm den jeweiligen Entscheidungen der Behörden anpassen. Kleinere Anbieter haben bereits Anmeldungen und müssen oft umplanen. Die Veranstaltungen finden also nach den jeweils aktuellen Möglichkeiten statt. Die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden erfolgt aber jetzt auf verschiedensten, oft nicht zu überblickenden Kanälen. Die Ferienangebots-App bündelt diese Kommunikation und ermöglicht, rasch und flexibel zu reagieren.

Können Sie uns etwas Genaueres zu den Gamification-Elementen erzählen?

Mit Zusatz-Features wie interaktiven Maskottchen, Gewinnspielen, Punkte- und Stickersammeln oder Schnitzeljagden möchten wir in der App selbst spannende Abenteuer und damit Unterhaltung und erfreuliche Erfahrungen ermöglichen. Die App wird darüber hinaus nach Standards für Barrierefreiheit programmiert.

Gibt es schon erste Kundinnen und Kunden? Wie sehen da die ersten Erfahrungen aus?

Wir sind derzeit in der Entwicklungsphase und arbeiten dafür eng mit wienXtra als Pilotkunden zusammen.

Wie und wann wird die App verfügbar sein?

Wir tun unser Bestes, damit die App schon zu Beginn der Wiener Sommerferien in den Stores für Android-Handys und iPhones verfügbar sein wird.

Wie sehen Ihre Erfahrungen mit dem Förderangebot Innovate4Vienna aus?

Sehr gut. Die Infos für das Programm Innovate4Vienna im Vorfeld waren klar formuliert, die Ansprechpersonen bei der Wirtschaftsagentur waren super hilfsbereit und das Förderportal führt gut durch die Antragstellung durch. Besonders toll fanden wir, wie schnell alles abgewickelt wurde.

Wie beurteilen Sie generell den Standort Wien aus den Gesichtspunkten Innovation, Kreativität und Vernetzung heraus?

Wir erleben gerade einen extremen Schub in Sachen Digitalisierung. Das tut der Stadt gut und wird für die genannten Aspekte nachhaltig ein noch besseres Feld schaffen. Wien zeichnet sich für mich durch eine beständig wachsende Offenheit und Internationalität der Menschen aus. Verbunden mit der hohen Lebensqualität bietet die Stadt eine hervorragende Quelle für Kreativität und Innovation auf allen Ebenen.